Medizin & Gesundheit III

-Soviel Bewegung brauchen Sie wirklich

-Strahlend weiße Zähne – so geht’s

-Trainieren Sie zu viel? - Wie Sie Übertraining erkennen und vermeiden

-Schneller reagieren

-Verletzungen - So helfen Sie sich selbst

-Pseudo-Pillen

-Nebenwirkungen bei Medikamenten

-Sieben Kraftübungen, mit denen Sie in kürzester Zeit einen perfekten Körper bekommen. Und danach: Vorsicht vor den Frauen!

-Im Falle eines Falles: Tipps bei Skiunfällen

-Die besten Naturpräparate für neue Erfolge – garantiert auf keiner Dopingliste vermerkt

-Wir verraten die besten Tricks, wie Sie die Qualität Ihres Workouts steigern, ohne die Quantität zu erhöhen

-Gründe für den Trainingsabbruch erforscht

-Wie Sie Sehnen, Bänder und Knorpel schützen

-Ihr erster Winter ohne Schnupfen

-Allergien an den Augen - Pollen sind eine mögliche Ursache

-Gesundheit  - So erhöhen Sie Ihre Lebenserwartung

-COX-2-Hemmer

-Das Raynaud-Syndrom - Weiße Finger- oder Zehenspitzen bei Kälte

-Hautpflege: Wie Sie unbeschwert die Sonne genießen können

-Hautpflege: Ursachen und Formen von Hautkrebs

-Die Schilddrüsenüberfunktion: Ist Ihre Schilddrüse zu aktiv?

-Fieberbläschen an den Lippen: Ein Übel, das sich nicht immer verhindern läßt

-Kreuzschmerzen: Wie Sie am wirksamsten vorbeugen - So unterstützen Sie Ihre Wirbelsäule am besten

-Lycopin - Ein weiterer guter Grund, Tomaten zu essen

-Schützen Sie sich mit Vitamin E

-Kreatin - Gönnen Sie sich eine Frühjahrskur mit dem Muskeltreibstoff

-Gynäkologie - Fischöl gegen Frühgeburten

-Rückenschmerzen - Die besten Gesundheits-Tipps: So werden Sie wieder schmerzfrei

INDEX


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Strahlend weiße Zähne – so geht’s

Verständlich, dass Sie in Ihrer Jugend weder Zeit noch Lust hatten, gründliche Zahnpflege zu betreiben. Das muss jedoch nicht heißen, dass Sie mit eingefallenen Lippen in Rente gehen. „Entscheidend ist eine gezielte Mundhygiene. Und diese Aufgabe kann nicht an den Arzt weitergegeben werden“, erklärt Dr. Eberhard Riedel, niedergelassener Zahnmediziner aus München. Packen Sie also die Zahnbürste aus – wir erklären Ihnen, worauf es wirklich ankommt.

Karies hauptsächlich in Industriestaaten
Zahnfäule ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten der Welt. Besonders verbreitet ist sie in den westlichen Industrienationen, während die Länder der Dritten Welt andere Sorgen haben. So kennen Schulkinder in Tansania Karies überhaupt nicht.
Lediglich ein Zehntel der insgesamt zirka 500 Bakterienarten des Mundes sind heute bekannt. Die Hauptschuldigen für Fäulnis, Streptokokken und Laktobazillen, ernähren sich vom Zucker unserer Nahrungsmittel und produzieren daraus Milchsäure – sozusagen als Mikroben-Pipi. Die Säure löst Mineralbestandteile wie Calcium und Phosphat aus dem Zahnschmelz und sorgt dadurch für Löcher.
Forscher züchten inzwischen Bakterien, die statt Säure eine Alkoholverbindung produzieren und damit nicht den Zähnen schaden. Diese Keime könnten eines Tages den Platz der Streptokokken einnehmen. Eine dauerhafte Impfung gegen Karies wird es aber nicht geben.
Worauf es ankommt. Fast jeder von uns wird in der Kindheit mit Kariesbakterien infiziert. Das klassische Beispiel ist die Mutter, die einen Löffel ihres Kindes abschleckt (kann aber auch Vätern passieren). Wer als Kind von der Zahnfäule verschont bleibt, der braucht später selbst beim Zungenkuss keine Angst zu haben. „Mit 20 Jahren sind die Keime nicht mehr übertragbar”, sagt Professorin Annerose Borutta von der Poliklinik für präventive Zahnheilkunde in Erfurt. „Die Mikroflora des Mundes etabliert sich in früher Kindheit.“

Parodontitis – Entzündung im Fleisch
Was früher Parodontose war, nennt sich heute Parodontitis: eine entzündliche Erkrankung des Zahnfleisches oder der Kieferknochen. Mehr als die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland leidet darunter. Ab 35 Jahren ist die Erkrankung häufiger als Karies. Verursacher sind Bakterien, die in Zahnfleischtaschen siedeln und sogar ohne Sauerstoffzufuhr auskommen.
Worauf es ankommt. Angefressene Kieferknochen lassen sich mit Knochenersatzmaterial wieder aufbauen, präventiv zu handeln ist allerdings besser. Entzündungen gedeihen immer zwischen den Zähnen, deshalb sollten Sie dort besonders gründlich putzen.

Speichel als Schmiermittel
Im Speichel finden sich antibakterielle Substanzen, aber auch Mineralien wie Calcium und Phosphat, die den Zahnschmelz stabilisieren. Wenn der Speichelfluss längere Zeit stockt, etwa durch Einfluss von Stress oder Medikamenten, dann herrscht höchste Alarmstufe. US-Wissenschaftler stellten zum Beispiel eine um 84 Prozent erhöhte Karieshäufigkeit bei Ratten fest, denen ein Medikament mit dem Bluthochdruck-Wirkstoff Clonidin verabreicht wurde.
Worauf es ankommt. Nur Medikamente einnehmen, die keinen negativen Einfluss auf die Speichelproduktion haben. Andernfalls hilfreich: fluoridhaltige Mundspülungen. Generell gilt: viel trinken. Allerdings keinen Kaffee, denn das Koffein hemmt den Speichelfluss. Kaugummi sorgt für eine bis zu zehnfache Speichelmenge.

Weiße Zähne – nicht um jeden Preis
Laut einer Umfrage des Kuratoriums perfekter Zahnersatz halten 92 Prozent aller Deutschen schöne Zähne für wichtig. Jede normale Zahncreme enthält einen so genannten Abrasivstoff (meist Bimsstein), der den Zahn reinigt. Die speziellen Bleaching-Produkte müssen die natürliche Kristallstruktur des Zahnschmelzes jedoch ein Stück weit zerstören, um zu wirken. Fatal für den Schmelz ist Raucherzahncreme, die ungefähr so schonend wirkt wie ein Schwingschleifer.
Worauf es ankommt. Neue Produkte auf Carbamid-Peroxid-Basis garantieren weiße Zähne für einen Zeitraum von ein bis drei Jahren. So hat der Schmelz Zeit, sich von der Prozedur zu erholen. Nur die Erstbehandlung erfolgt beim Zahnarzt, danach nimmt man eine Tube Gel mit nach Hause und trägt es mehrere Wochen lang über Nacht auf (so genanntes Home-Bleaching). Die Kosten liegen bei rund 500 Mark.

Ernährung und die Remineralisierung danach
Stellen Sie sich eine Schale Rhabarberkompott vor, die Sie sich als Nachtisch einverleiben. Anschließend fahren Sie gedanklich mit der Zunge über die Zähne. Deren Oberfläche wirkt stumpf, denn die Säure entmineralisiert den Zahnschmelz. Ähnliches gilt auch für Fruchtsäfte. Entscheidende Hilfe bei der Remineralisierung, also der Wiederherstellung des Schmelzes, leisten Fluoride. In Staaten wie USA und Irland werden Spurenelemente dem Trinkwasser zugesetzt. Auch in der DDR gab es Fluoride aus dem Wasserhahn.

Worauf es ankommt. Verwenden Sie fluoriertes Speisesalz. Nach sauren Mahlzeiten benötigen Zähne Zeit zur Remineralisierung. Zirka eine halbe Stunde keine Zähne putzen, bis sich die Oberfläche glatt anfühlt – sonst schrubbt man den angegriffenen Schmelz mit ab. Süßes konsumieren Sie am besten so selten wie möglich, aber das wissen Sie ja schon. „Und wenn Sie es sich gar nicht verkneifen können, dann verschlingen Sie lieber eine Tafel Schokolade auf einmal, als die Stückchen über den ganzen Tag verteilt zu knabbern“, sagt Annerose Borutta.

Mundgeruch durch Bakterien
Schuld an übelriechendem Atem ist in vielen Fällen Zungenbelag. Die Erzeuger fauliger Gase sind Bakterien, die Proteine zu schwefelhaltigen Verbindungen verarbeiten. Besonders gefährdet sind Menschen, die von Berufs wegen viel sprechen müssen und außerdem unter Stress stehen.
Worauf es ankommt. Schrubben Sie nach dem gründlichen Putzen der Zähne mit der Zahnbürste auch gleich ein paar Mal über die Zunge. In Apotheken sind spezielle Zungenputz-Werkzeuge erhältlich, die aber keine nennenswerten Vorteile bringen. Ein Kaugummi hilft kurzfristig gegen einen trockenen Mund.

Piercing – keinen Schrott in die Mundhöhle
Schon der Gedanke daran lässt Zahnärzte schaudern. Piercing bringt Fremdkörper in die Mundhöhle, deren Wirkung nicht hundertprozentig kalkulierbar ist.
Worauf es ankommt. Wenn schon Piercing, dann nur mit biokompatiblem Material wie Goldlegierungen oder Platin.

Zahnersatz – mit Gentechnik kein Drama mehr
Ihnen ist schon der eine oder andere Zahn abhanden gekommen? In Zukunft ist auch das kein Drama mehr. Mit Hilfe gentechnischer Methoden sind US-Forscher in der Lage, alle Zellen zu entwickeln, die zum Zahn gehören. Bis zur Serienreife dieser Methode dürften allerdings noch einige Jahre vergehen.
Worauf es ankommt. Ist ein Zahn erst mal draußen, hilft die beste Prävention nichts mehr. Gute Zahnimplantate halten inzwischen jedoch rund 20 bis 30 Jahre – ähnlich lange wie die klassische Brücke.

 

 

 

Allergien an den Augen - Pollen sind eine mögliche Ursache

Der Somme bringt viel Sonne, aber auch die Zeit der Gräserblüte.

Wenn Sie zu den zahlreichen Betroffenen mit jahreszeitlich auftretenden Allergien gehören, mag die Schönheit des Frühlings und des Sommers für Sie von juckenden, tränenden Augen überschattet sein.

Die Symptome von jahreszeitlich auftretenden Allergien variieren erheblich. Sie können zusammen mit einer ganzen Reihe von allergischen Symptomen der Atemwege vorkommen.

Glücklicherweise gibt es Möglichkeiten, diese Augenprobleme zu minimieren. Obwohl freiverkäufliche Produkte hilfreich sein können, gibt es neuere, verschreibungspflichtige Augentropfen, die Ihre Augenallergien wesentlich erträglicher machen.

Allergien sind vor allem Reaktionen auf die Umwelt

Pflanzenpollen und Schimmelpilze sind die häufigste Ursache für chronische, jahreszeitlich auftretende Allergien, von denen etwa 26 Millionen Amerikaner betroffen sind. Leichtere Symptome können etwa 40 Millionen Personen mehr betreffen. Nach Schätzungen des Deutschen Allergie- und Asthmabunds leiden etwa 14% bis 17% der Deutschen, das sind ca. 13 Millionen, an Pollen- und 4% bis 8%, das heißt etwa 5 Millionen Menschen an Schimmelpilzallergien.

Eine Allergie ist die Folge einer Überreaktion des Körpers auf eine oft harmlose Substanz in der Umwelt. Als Reaktion auf allergieauslösende Substanzen (Allergene) produziert der Körper einen Antikörper namens Immunglobulin E (IgE). Dieser Antikörper wiederum regt Immunzellen (Mastzellen) in den Schleimhäuten der Augen und Atemwege an, entzündungsaktive Substanzen freizusetzen, zum Beispiel Histamin.

Ist das Histamin erst einmal freigesetzt, dann kann es eine beliebige Menge an klassischen Allergiesymptomen hervorrufen - Niesen, eine laufende oder verstopfte Nase, ein Jucken in der Mundhöhle oder im Rachen und gerötete, geschwollene, juckende Augen.

Einfache Verhaltensregeln und Medikamente lindern die Beschwerden

Wenn sich herausstellt, daß Ihre Augenprobleme allergiebedingt sind, könnte Ihr Arzt Ihnen bei der Identifikation der allergieauslösenden Ursache behilflich sein. Ist der Auslöser bekannt, können Sie Maßnahmen ergreifen, um den Kontakt damit zu verringern oder zu meiden. Dazu gehören:

  • Einsatz einer Klimaanlage
    Sie können die Wirkungen von jahreszeitlich auftretenden Pollen dadurch mindern, indem Sie die Fenster schließen und eine Klimaanlage einschalten. Eine Klimaanlage kühlt und trocknet die Luft nicht nur, sondern reinigt sie auch.
  • Auflegen von kühlen Kompressen
    Auf den Augen können sie lindernd wirken.
  • Im Haus bleiben
    Versuchen Sie, während der Hauptpollenflugzeit - von etwa 5 bis 10 Uhr morgens - drinnen zu bleiben.
  • Nicht die Augen reiben
    Mit den Händen könnten Sie Allergene direkt in die Augen bringen.

Zusätzlich zu diesen Maßnahmen gibt es viele freiverkäufliche und verschreibungspflichtige Augentropfen, die Linderung verschaffen können.

In den USA gehört Olopatadin® zu den neueren verschreibungspflichtigen Tropfen mit Antihistaminwirkung. In Deutschland ist dieser Wirkstoff nach Angaben des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (Berlin) nicht zugelassen. Er wirkt auch als Mastzellstabilisator, d. h. er hemmt die Mastzellen, Histamin freizusetzen.

Sie können vorhersehbaren, jahreszeitlich auftretenden Allergien an den Augen vorbeugen, indem Sie Olopatadin® 1 oder 2 Wochen vor dem zu erwartenden Beginn der Augensymptome anwenden und damit die ganze Saison fortfahren.

Andere verschreibungspflichtige Augentropfen, die als Mastzellstabilisatoren wirken, sind Cromoglicinsäure (Otriven - Augentropfen®) und Ketorolac - Acular® Augentropfen, die eine vorwiegend antientzündliche Wirkung haben.

Einige speziell zusammengestellte Augentropfen kombinieren Antihistaminika mit abschwellenden Substanzen, die die Rötung mindern.

Wenn Sie zusätzlich zur allergischen Bindehautentzündung noch andere Symptome haben, können Antihistamin-Tabletten hilfreich sein. Es gibt zahlreiche, freiverkäufliche Produkte.

Müdigkeit und Benommenheit sind Nebenwirkungen einiger dieser Medikamente. Andere Arzneimittel können Störungen beim Wasserlassen hervorrufen, insbesondere, wenn eine vergrößerte Prostata vorliegt.

Neuere verschreibungspflichtige Medikamente, unter anderem Fexofenadin® und Ioratidin®, machen weniger müde und verursachen keine Störungen beim Wasserlassen.

 

 

 

COX-2-Hemmer

Neue Medikamente mit wenig Nebenwirkungen und guter Wirksamkeit gegen rheumatische Gelenkschmerzen

Sie haben vielleicht von den neuen "Super-Aspirinen" gehört. Was hat es damit auf sich? Handelt es sich wirklich um Aspirin® (Acetylsalicylsäure, ASS)? Und was ist an diesen Medikamenten so super?

Der Name "Super-Aspirine" bezieht sich auf eine neue Klasse von Medikamenten, die COX-2-Hemmer genannt werden. Das 1. Medikament dieser Gruppe wurde letztes Jahr in den USA gegen Arthrose und rheumatoide Arthritis (chronische Polyarthritis) zugelassen.

Anders als die meisten Schmerzmittel (Antirheumatika) bekämpfen diese Mittel Schmerz und Entzündung mit anscheinend wesentlich weniger potentiellen Risiken bezüglich einer Schädigung des Magen-Darm-Traktes.

NSAR: Fast jeder hat sie vorsorglich im Arzneimittelschrank

Die am weitesten verbreiteten Medikamente zur Behandlung der Arthrose (Gelenkverschleiß) sind ASS und die NSAR (nichtsteroidale Antiphlogistika/Antirheumatika).

Zu den letzteren Medikamenten gehören zum Beispiel Ibuprofen, Naproxen, Ketoprofen und andere. NSAR sind verschreibungspflichtig (zum Thema NSAR und Schmerzen sind bereits mehrere Artikel erschienen, die Sie im 5-Jahres-lndex unter dem jeweiligen Stichwort finden und nachbestellen können).

Werden diese Medikamente in hohen Dosen und in der Langzeitbehandlung eingesetzt, steigt das Risiko von Nebenwirkugen.

Zu den schwersten Nebenwirkungen gehören Magen-Darm-Komplikationen, wie zum Beispiel Magenblutungen oder -geschwüre. In Deutschland nehmen Schätzungen zufolge 4 Millionen Menschen NSAR gegen Schmerzen und Rheuma ein. Bei der Hälfte dieser Patienten kommt es zu Magenbeschwerden, bei etwa 13% entsteht ein Magengeschwür, bei 11% ein Dünndarmgeschwür und bei 10% Magendurchbrüche und Blutungen. NSAR können außerdem zu Störungen der Nierenfunktion führen.

Die Risiken für Magen-Darm- oder Nierenkomplikationen nehmen mit dem Alter zu. Folglich können einige NSAR bestimmten Patienten nicht verordnet werden.

Mit der neuen Medikamentenklasse können die Nebenwirkungen auf den Magen-Darm-Trakt vermieden werden

Bis in die frühen 90er Jahre nahmen die Forscher an, daß der Wirkungsmechanismus der NSAR auf der Blockade eines Enzyms, der Cyclooxygenase oder COX, beruht. Inzwischen wissen sie jedoch, daß es mindestens 2 Varianten dieses Enzyms gibt:

  • COX-1 - Dieses Enzym schützt die Magenschleimhaut.
  • COX-2 - Dieses Enzym ist an der Auslösung der Entzündungs- und Schmerzreaktion beteiligt.

Als Wissenschaftler herausfanden, daß NSAR wahrscheinlich beide Varianten des COX-Enzyms blockieren, konzentrierten sie sich auf die Entwicklung eines selektiveren Schmerzmittels, das die Schmerzen blockiert, ohne der Schleimhaut des Magen-Darm-Traktes zu schaden.

Anfang 1999 war Celecoxib (Celebrex®) in den USA das erste Medikament dieser Art auf dem Markt. Die Food and Drug Administration (FDA), die Zulassungsbehörde der USA, hat Celecoxib als verschreibungspflichtiges Medikament speziell für die Indikationen Arthrose und rheumatoide Arthritis zugelassen. In Deutschland ist Meloxicam® als COX-2-Inhibitor zugelassen. Die Zulassung von Celecoxib wird nach Angaben des Herstellers durch Behörden in Europa betrieben.

Kurzzeitstudien deuten daraufhin, daß Celecoxib ein wesentlich geringeres Risiko in bezug auf Geschwüre im Magen-Darm-Trakt aufweist als die anderen NSAR.

Jedoch sind Langzeitwirkungen nicht bekannt. Aus diesem Grund hat die FDA zur Auflage gemacht, daß auch auf dem Beipackzettel des neuen Medikaments die Standardwarnungen für NSAR wie Risiken gastrointestinaler Geschwüre und Blutungen im Magen-Darm-Trakt aufgeführt werden.

COX-2-Inhibitoren - die richtigen Schmerzmittel auch für Sie?

Wenn Sie an einer Arthrose oder rheumatoiden Arthritis leiden und ein hohes Risiko für Komplikationen des Magen-Darm-Traktes haben (oder NSAR aufgrund der Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt nicht vertragen), könnten COX-2-Hemmer eine gute Alternative sein.

Aber bevor Sie diese Entscheidung fällen, sollten Sie abwägen:

  • Celecoxib sollte im allgemeinen nicht eingenommen werden, wenn Sie - als Folge der Einnahme von ASS, anderer NSAR oder Sulfonamiden - jemals Nesselsucht, Asthma oder eine allergische Reaktion hatten. Wenn Sie an Asthma leiden, sollten Sie bei der Einnahme von Celecoxib vorsichtig sein.
  • Wenn bei Ihnen eine Herz-Kreislauf-Erkrankung bekannt ist oder Sie ein Risiko für Schlaganfälle oder Thrombosen haben, sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen, ob Celecoxib ein geeignetes Medikament für Sie ist.
  • Celecoxib stellt für die Nieren ein ähnliches Risiko für dar wie vergleichbare NSAR.
  • Celecoxib ist ein neues Medikament. Manchmal werden ernste Nebenwirkungen, die in einer Studie nicht entdeckt werden, erst offenbar, wenn ein neues Medikament von einer größeren Zahl Patienten eingenommen wird.

Celecoxib braucht nur 1- oder 2mal täglich eingenommen zu werden

 

 

 

 

Das Raynaud-Syndrom - Weiße Finger- oder Zehenspitzen bei Kälte

Das Raynaud-Syndrom ist eine recht häufige Erkrankung, bei der kleine Blutgefäße, meist in den Fingern und Zehen, empfindlich auf Kälte reagieren.

Es gibt 2 Hauptursachen, die beide auf eine verminderte Durchblutung der Arme und Beine zurückzuführen sind.

Meist wird das Raynaud-Syndrom durch Krämpfe in den kleinen Arterien der Finger und Zehen oder sogar der Nase oder der Ohren verursacht. Seltener wird es durch eine Verengung der kleinen Arterien in den Gliedmaßen hervorgerufen.

Die Verengung der Blutgefäße kann von einer Grunderkrankung wie zum Beispiel Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) oder Sklerodermie herrühren. Man spricht dann vom Raynaud-Phänomen. Wenn keine zugrundeliegende Erkrankung diagnostiziert werden kann, wird die Erkrankung Raynaud-Syndrom genannt.

Die Symptome sind in beiden Fällen die gleichen: die betroffenen Körperstellen sind ständig kühl. Werden sie zusätzlich der Kälte ausgesetzt, können sie sich weiß verfärben. Werden sie wieder erwärmt, so verfärbt sich die Haut zunächst bläulich und dann rot. Ein Pochen kann auftreten.

Die Stellen können auch schmerzen oder taub werden. Treten die Symptome wiederholt auf, wird die Haut geschädigt: Sie schält sich oder wird wund.

Das Raynaud-Syndrom ist normalerweise nicht heilbar, aber es kann hilfreich sein, die betroffenen Stellen vor Kälte zu schützen und das Rauchen aufzugeben, da Nikotin die Blutgefäße verengt. Dadurch werden die Symptome verschlimmert oder eine neue Episode ausgelöst.

Es kann helfen, die betroffenen Gliedmaßen unter fließendes warmes Wasser zu halten, um die Symptome zu mindern.

Manchmal werden Alphablocker und Calciumantagonisten verschrieben, um schwere Formen des Raynaud-Syndroms zu behandeln. Diese Medikamente sind Herzmittel, die zur Erweiterung verengter Arterien beitragen können.

 

 

 

 

Hautpflege: Wie Sie unbeschwert die Sonne genießen können

Sonnenbräune ist eine Warnung. Sie sagt Ihnen, daß Ihre Haut verbrannt wurde. Ignorieren Sie diese Warnung, werden Sie möglicherweise mit Falten, Altersflecken und Hautkrebs bestraft. Hier sind einige Tips, wie Sie Ihre Haut beschützen können:

  • Begrenzen Sie die Zeit in der Sonne-
    Vermeiden Sie das starke ultraviolette (UV-) Sonnenlicht, also zwischen spätem Vormittag und früherem Nachmittag. Denken Sie daran, daß durch Wasser, Sand, Schnee und Zement reflektiertes UV-Licht so intensiv sein kann wie direktes Sonnenlicht. Die Intensität der Sonnenstrahlung nimmt zum Äquator hin zu. Ebenso steigt sie um über 1% je 100 Meter Höhe an - Vorsicht also im Hochgebirge. Wolken können zwar die Helligkeit herabsetzen, aber trotzdem 80% der UV-Strahlen durchlassen.
     
  • Tragen Sie schützende Kleidung und Sonnenbrille-
    Lockere, langärmlige Baumwollhemden und Hüte mit einem 10 cm breiten Rand bieten einen guten Schutz. In manchen Stoffen sind seit 1996 auch Wirkstoffe eingearbeitet, die UV-Strahlen absorbieren und deshalb für Kinder besonders geeignet sind. Diese Stoffe sind besonders gekennzeichnet. Sonnenbrillen sollten mindestens 99% der ultravioletten A- und B-Strahlen (UVA und UVB) abschirmen.
    Das Tragen von Sonnenbrillen ist besonders dann wichtig, wenn Sie sich in der Nähe von Wasser oder Schnee aufhalten, wo ein fehlender Augenschutz zu einer schmerzhaften Verbrennung der äußeren Augenschicht und vorübergehender Blindheit führen kann.
     
  • Benutzen Sie Sonnencremes-
    Viele Feuchtigkeitscremes und Make-up-Produkte enthalten fettlose Sonnencremes mit einem Sonnenschutzfaktor (SSF) von 15 und darüber. Mann kann sie den ganzen Tag lang verwenden, auch wenn Sie in einem wolkigen Klima leben. Kinder und Teenager, die regelmäßig Sonnencremes nutzen, können ihr Risiko, an Basal- oder Spinalzellkrebs zu erkranken, deutlich senken.
    Tragen Sie Sonnencreme mit einem SSF von 15 und mehr auf, bevor Sie in die Sonne gehen, und cremen Sie auch Ihre Lippen ein. Verwenden Sie wasserfeste Sonnencreme und erneuern Sie den Schutz alle 2 bis 3 Stunden oder häufiger, wenn Sie schimmen oder schwitzen. Wenn Sie starker Sonne ausgesetzt sind, greifen Sie auf physikalische Sonnenfilter (z.B. Zinkoxid) für Ihre Lippen, Nase und Ohren zurück. Diese Filter bestehen aus kleinen Partikeln, die das Licht fast vollständig reflektieren und die Chemie der Haut nicht beeinträchtigen.
    Sogar mit Sonnencreme ist es eine gute Idee, schützende Kleidung zu tragen. Neuere Hinweise lassen vermuten, daß Sonnencreme allein keinen ausreichenden Schutz gegen Melanome darstellt. Einige Forscher glauben, daß dann Ihr Melanomrisiko gerade deshalb steigt, weil Ihnen die Sonnencreme ein längeres Sonnenbad erlaubt. Jedoch sind die Ergebnisse der Forschung sehr widersprüchlich. Außerdem können Sonnencremes tatsächlich zum Schutz gegen Basal- und Spinalzellkrebs beitragen.
     
  • Verzichten Sie auf Sonnenbänke oder Bräunungsbeschleuniger-
    Sonnenbänke strahlen UVA-Licht aus, das häufig als weniger gefährlich als UVB-Strahlen gilt. Aber UVA-Strahlen dringen tiefer in die Haut ein, verursachen dort präkanzeröse, aktinische Keratosen und erhöhen Ihr Hautkrebsrisiko. Was die Bräunungsbeschleuniger angeht, so warnt die FDA vor ihrem Gebrauch. Dagegen sind Bräunungspillen, die im Grunde nur die Haut tönen, im allgemeinen ungefährlich.
     
  • Fragen Sie Ihren Arzt nach Ihren Medikamenten-
    Viele Mittel können Ihre Empfindlichkeit für Sonnenbestrahlung erhöhen, so daß Sie leichter einen Sonnenbrand bekommen. Zu den verbreiteten Arzneien gehören Thiazide und andere Diuretika, Tetrazycline, Sulfonamide und nicht-steroidale Entzündungshemmer, wie Ibuprofen (in Verabreichung gegen Arthritis).
    Wenn Sie doch einen Sonnenbrand bekommen, nehmen Sie Aspirin oder Ibuprofen (Advil, Motrin, Nuprin) gegen den Schmerz (folgen Sie der Packungsbeilage), benutzen Sie kalte Kompressen und vermeiden Sie weitere Bestrahlung, bis die Haut geheilt ist. Ein Sonnenbrandspray kann auch den Schmerz lindern.

 

 

 

 

Hautpflege: Ursachen und Formen von Hautkrebs

Leider sind nicht alle Hautveränderungen ungefährlich. In Deutschland betrifft fast jede 6. bösartige Wucherung die Haut. Damit ist Hautkrebs nach Brust- und Lungenkrebs die häufigste Tumorform, und wie das Saarländische Krebsregister zeigt, haben sich die Hautkrebsfälle in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt. Fast alle Erkrankungen lassen sich auf langjährige Sonneneinstrahlung zurückführen.

Etwa 90% der Tumore betreffen die Basal- oder die Spinalzellen der Oberhaut, wo sich der Krebs am leichtesten behandeln läßt. Trotzdem ist es wichtig, jede Form von Hautkrebs rechtzeitig zu entdecken und zu behandeln. Melanome können sich eher verbreiten, aber bei frühzeitiger Behandlung läßt sich die Krankheit normalerweise heilen.

Welche Faktoren das Risiko für Hautkrebs erhöhen

Wenn Sie eine Wunde haben, die nicht verheilt, oder eine Veränderung eines Hautmals bemerken, suchen Sie bitte sofort Ihren Arzt auf.

Ihr Hautkrebsrisiko erhöht sich drastisch nach schweren Sonnenbränden (Brandblasen), künstlichen Höhensonnen oder Sonnenbänken, ferner durch Verbrennungen der Haut, Röntgenstrahlen oder anderen Strahlungsarten. Ebenso bedenklich kann ein langjähriger Aufenthalt in Gebieten mit dauernder Sonnenbestrahlung oder im Gebirge sein, oder wenn Ihr Immun-System aus irgendeinem Grund geschwächt ist.

Als weitere Risikofaktoren gelten eine helle Hautfarbe, das Auftreten von Hautkrebs in Ihrer Familie oder das Vorhandensein einer seltenen Form von Hautmalen (pigmentierte Hautveränderungen), die bösartig werden können.

Wenn Sie außerdem Umweltgiften (z. B. einigen Pflanzenschutzmitteln) ausgesetzt sind, kann sich Ihr Risiko nochmals erhöhen.

Zusätzliche Gefahr kann von aktinischen Keratosen ausgehen. Diese Wucherungen sind schuppige, grau- bis rosafarbene Flecken, die üblicherweise auf dem Gesicht, Schädel oder den Handrücken auftreten. Sie sind zunächst flach und fühlen sich wie Sandpapier an. Später können sie aber eine harte, warzenartige Oberfläche bilden.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Ernährung und Hautkrebs?

Im Laufe der Zeit wachsen aktinische Keratosen normalerweise und entwickeln manchmal einen Krebs der Spinalzellen (Epidermis), wenn sie nicht behandelt werden. Eine frühzeitige Therapie dieser Wucherungen mit örtlichen, medizinischen Anwendungen oder Kryotherapie kann die Entwicklung von Spinalzellkrebs verhindern.

Einige neuere Studien lassen vermuten, daß eine fettarme Diät mit vielen Antioxidantien, wie Vitamin C und E, das Risiko für epidermalen Hautkrebs senken kann. Aber bislang konnte kein Zusammenhang zwischen Ernährung und Hautkrebs bewiesen werden.

Hier sind die 3 Hauptformen von Hautkrebs:

Basalzellkrebs - Diese Hautkrebsform tritt meist nach dem 40. Lebensjahr auf, besonders bei hellhäutigen Menschen. Sie verbreitet sich selten im Körper und ist eigentlich immer heilbar.

Die Hälfte der Patienten, denen ein Basalzelltumor entfernt wurde, entwickelt jedoch einen 2., ähnlichen Hautkrebs innerhalb von 5 Jahren. Unbehandelt können diese Tumore die unteren Hautschichten und Knochen schädigen.

Basalzellkrebs kann als wachs- oder perlenartige Beule auftreten, meist im Gesicht, an den Ohren oder im Nacken. Daneben erscheinen sie manchmal als flache, rosige, narbenartige Wucherungen auf Brust oder Rücken.

Gewöhnlich werden sie durch eine Hautbiopsie diagnostiziert, das heißt durch die Entnahme einer kleinen Gewebeprobe, die anschließend im Labor untersucht wird.

Spinalzellkrebs - Diese Tumore sind entweder feste, rote Beulen oder flache, schuppige und verkrustete Wucherungen auf dem Gesicht, den Ohren, dem Nacken, den Händen oder den Armen. Sie treten häufiger bei hellhäutigen Menschen über 50 Jahren auf.

Spinalzellkrebs kann sich eher im Körper ausbreiten als Basalzellkrebs. Bei rechtzeitiger Diagnose sind auch sie fast immer heilbar.

Melanome - Sie sind zwar sehr selten, aber dafür die gefährlichste Form von Hautkrebs. Ihr Vorkommen hat sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt und man schätzt, daß jeder 154. Deutsche bis zum 65. Lebensjahr ein Melanom entwickeln wird.

Bei frühzeitiger Behandlung läßt sich auch diese Krebsform heilen. Wenn der Tumor sich hingegen schon bis zu Lymphknoten oder anderen Organen ausgebreitet hat, sind die Überlebenschancen in den ersten 5 Jahren nach der Operation relativ gering.

Melanome entstehen in den Pigmentzellen (Melanozyten). Sie können an jeder Stelle Ihres Körpers, in jedem Alter auftreten und können unterschiedlich aussehen.

Achten Sie auf kleine Wucherungen mit unregelmäßiger Begrenzung und roten, weißen, blauen oder schwarzen Flecken. Eine Wucherung, die sich verändert, mit Juckreiz einhergeht oder sich merkwürdig anfühlt, sollten Sie Ihrem Arzt zeigen.

Pigmentierte Hautveränderungen und Krebs

Die meisten Hautmale sind harmlos, aber eine spezielle Sorte, genannt dysplastische Naevi, könnte für Sie ein erhöhtes Melanomrisiko bedeuten.

Dysplastische Naevi sind flach oder teilweise flach und mindestens 5 mm im Durchmesser (größer als ein Bleistift-Radiergummi). Meist haben sie unregelmäßige Begrenzungen und Pigmentierungen - häufig beige bis dunkelbraun vor einem rosafarbenen Hintergrund.

Wenn Sie oder andere Familienmitglieder eine große Zahl dieser Male besitzen und Melanome in Ihrer Familie schon vorgekommen sind, tragen Sie ein erhöhtes Risiko.

 

 

 

 

Die Schilddrüsenüberfunktion: Ist Ihre Schilddrüse zu aktiv?

Schlankwerden kann mühsam sein. Aber in letzter Zeit haben Sie mühelos an Gewicht verloren. Statt sich zu freuen, fragen Sie sich, ob ernsthaft irgendetwas nicht stimmt.

Viele Erkrankungen können Gewichtsverlust verursachen. Eine der häufigsten ist die Überfunktion der Schilddrüse.

Eine Schilddrüsenüberfunktion kann andere Erkrankungen imitieren und ist daher manchmal schwierig zu erkennen. Aber wenn sie einmal diagnostiziert ist, spricht sie im allgemeinen gut auf eine Behandlung an.

Der Thermostat des Körpers

Die Schilddrüse befindet sich am unteren Ende des Halses, direkt oberhalb des Brustbeins. Als Teil des endokrinen Drüsensystems setzt die Schilddrüse Hormone in die Blutbahn frei.

Diese Hormone lösen chemische Reaktionen aus und beeinflussen viele Prozesse, unter anderem die Stoffwechselrate, die Körpertemperatur, die Muskelkraft, den Cholesterinspiegel und selbst die Stimmungslage.

Wenn die Schilddrüse zuviel oder zuwenig Hormon freisetzt, kann dies Ihre Gesundheit beeinflussen. Zuwenig Hormon führt zu einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) mit einer Verlangsamung des Stoffwechsels. Zuviel Hormon verursacht eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) und bringt die gegenteilige Wirkung hervor.

Eine überaktive Schilddrüse kann den Stoffwechsel des Körpers um 60% bis 100% steigern und zu plötzlichem Gewichtsverlust und einer Reihe anderer Symptome führen.

Frauen neigen viel mehr als Männer zu einer Schilddrüsenüberfunktion. Die Erkrankung tritt häufiger im jungen und mittleren Erwachsenenalter auf, obwohl sie in jedem Lebensalter vorkommen kann.

Ursachen und Wirkungen können erheblich variieren

Die Schilddrüsenüberfunktion wird im allgemeinen durch die Basedowsche Krankheit hervorgerufen. Dies ist eine Erkrankung, bei der im Immunsystem produzierte Antikörper die Schilddrüse zu vermehrter Ausschüttung anregen können.

Ein anderer, seltenerer Grund ist eine Überproduktion des Schilddrüsenhormons durch selbständig (autonom) gewordene Bezirke der Schilddrüse. Zu den Symptomen einer Schilddrüsenüberfunktion gehören unter anderem:

• plötzlicher Gewichtsverlust (trotz eventuell gesteigerten Appetits)

• schneller oder unregelmäßiger Herzschlag oder starkes Herzklopfen

• Nervosität, Reizbarkeit

•Veränderung der Stuhlgewohnheiten (Durchfälle)

• Schwellung am vorderen Hals (Kröpf)

• hervortretende Augen

• Schlafstörungen

Die Symptome können bei älteren Personen abgemildert sein. Die häufigsten sind schneller Puls, Hitzeunverträglichkeit und rasche Ermüdbarkeit bei normaler Aktivität.

Unbehandelt kann eine Schilddrüsenüberfunktion das Herz-Kreislauf-System sehr belasten - manchmal bis zu einem lebensgefährlichen Grad. Außerdem bringt sie auch ein Osteoporoserisiko mit sich.

Therapeutische Maßnahmen

Da die Schilddrüsenüberfunktion so viele verschiedene Symptome hervorbringen kann, kann sie leicht mit anderen Erkrankungen verwechselt werden. Ist jedoch einmal der Verdacht geäußert worden, kann die Erkrankung durch einfache und kostengünstige Bluttests diagnostiziert werden.

Ihr Arzt kann Ihnen helfen, eine geeignete Behandlung entsprechend Ihrer körperlichen Verfassung, Ihrem Alter und dem Schweregrad der Schilddrüsenüberfunktion zu finden. Es gibt 3 Arten von Behandlung:

Radioaktives Jod - Das ist die häufigste Behandlung in den USA. Nach oraler Gabe wird das radioaktive Jod in die Schilddrüse aufgenommen. Die Drüse schrumpft in einigen Monaten, und die Symptome gehen langsam zurück. Gewöhnlich führt diese Behandlung zusehends zu einer Verminderung der Schilddrüsenaktivität, so daß eine lebenslange Gabe von Schilddrüsenhormonen notwendig wird (im allgemeinen eine Tablette täglich).

Medikamente, die die Schilddrüse hemmen (Thyreostatika) - Diese Medikamente vermindern nach und nach die Symptome der Schilddrüsenüberfunktion, indem sie die Schilddrüse an der Produktion übermäßiger Mengen von Hormonen hindern. Diese Form der Therapie wird in Deutschland häufig praktiziert. Thyreostatika werden meist für etwa ein Jahr eingenommen und dann abgesetzt.

Für viele Patienten wird die Erkrankung damit dauerhaft beseitigt. Jedoch sind Rückfälle ziemlich häufig.

Operative Entfernung der Schilddrüse (Thyreoidektomie) - Patienten, die schilddrüsenhemmende Medikamente nicht vertragen und keine radioaktive Behandlung wünschen, können chirurgisch behandelt werden, obwohl dies nicht so häufig vorkommt.

Bei unkomplizierten Fällen werden meist andere Behandlungsweisen vorgezogen.

Langzeitbehandlung

Mit der Hilfe Ihres Arztes und regelmäßiger Kontrollen kann eine Schilddrüsenüberfunktion erfolgreich behandelt werden. Obwohl Sie als Folge der Behandlung eventuell täglich Schilddrüsenhormone einnehmen müssen, sprechen die Ergebnisse gewöhnlich dafür.

 

 

 

 

Fieberbläschen an den Lippen: Ein Übel, das sich nicht immer verhindern läßt

Sie können das Aufblühen der Fieberbläschen (Herpes simplex) an Ihren Lippen nicht immer verhindern. Aber es gibt dennoch einige Tips, die Ihnen helfen könnten. Wenn Sie die Bläschen frühzeitig mit Medikamenten behandeln, können Sie sie am Weiterwachsen hindern und die Zeit des Ausbruchs verkürzen.

Fieberbläschen sind weit verbreitet. Sie verschwinden normalerweise innerhalb von 7 bis 14 Tagen.
Die Bläschen werden durch eine Form des Herpes simplex-Virus verursacht, die viele Personen in sich tragen und die normalerweise in einem inaktiven Ruhezustand ist. Viele Faktoren, darunter Streß, Fieber, Verletzung des Mundes oder der Lippe, Erkältungen, Sonnenlicht und Wind können einen Ausbruch provozieren.

Sie können versuchen, das Aufblühen zu verhindern, indem Sie einen Lippenpflegestift mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 15 benutzen. Wenn Sie ihn täglich auftragen, können Sie sich zumindest vor einem sonnenbedingten Aufblühen schützen.

Außer den freiverkäuflichen gibt es auch verschiedene antivirale Medikamente zur Behandlung der Fieberbläschen. Ärzte empfehlen, sie sofort bei den ersten Anzeichen, d.h. einem kribbelndem Gefühl auf den Lippen anzuwenden.

Zu den häufig benutzten antiviralen Wirkstoffen gehören Aciclovir (z.B. Zovirax ®), das in Tablettenform und Salbenform erhältlich ist, Famciclovir ®) und Valaciclovir (z.B. Valtrex ®), die als Tabletten zur Verfügung stehen, und Penciclovir (z.B. Vectavir ®) in Salbenform.

Fieberbläschen neigen dazu, immer wieder an derselben Stelle aufzutreten. Sie werden leicht durch Haut zu Haut-Kontakt übertragen.
Wenn Sie ein Fieberbläschen haben, sollten Sie es nicht anfassen. Küssen und Hautkontakte mit anderen sollten Sie meiden, solange die Bläschen vorhanden sind.

 

 

 

Kreuzschmerzen: Wie Sie am wirksamsten vorbeugen - So unterstützen Sie Ihre Wirbelsäule am besten

Wahrscheinlich denken Sie nie über Ihren Rücken nach - es sei denn, er tut Ihnen weh. Glücklicherweise verschwinden oder bessern sich Rückenschmerzen oft innerhalb von 4 bis 6 Wochen von selbst. Sie können Rückenschmerzen allerdings vorbeugen, wenn Sie etwas mehr auf Ihren Rücken achten und einige einfache Übungen vornehmen.

Der Rücken - die Stütze des Körpers hat einen komplizierten Aufbau

Der Rücken besteht aus einem fein abgestimmten Netzwerk von Knochen, Muskeln, Bändern, Sehnen und Nerven. Sie alle arbeiten zusammen, um Ihren Körper im Gleichgewicht zu halten und Ihr Gewicht und alles, was Sie an Lasten befördern, zu tragen.

Die gesunde Wirbelsäule weist Krümmungen an Hals, Brust und Lenden auf. Diese Krümmungen helfen Ihnen, die Belastungen des täglichen Lebens aufzufangen. Die Lendenwirbelsäule ist am häufigsten von Schmerzen betroffen. Die Faktoren, die dazu betragen, sind vielfältig: Ein schwacher Muskeltonus, Übergewicht (besonders im Bauchbereich) und falsches oder schweres Heben können Gründe für Rückenschmerzen sein. Eine schlechte Körperhaltung oder langes Sitzen oder Stehen in einer Stellung belasten den Rücken zusätzlich.

Auf die richtige Haltung bei den Bewegungen kommt es an

Sie können Kreuzschmerzen vorbeugen, indem Sie Ihre aerobe Belastung trainieren, Ihre Muskelkraft stärken sowie die Beweglichkeit verbessern. Sie sollten außerdem darauf achten, daß Sie alle Bewegungen mit einer korrekten Körperhaltung ausführen. ...

Übungen mit denen Sie immer richtig liegen

Diese einfachen Übungen können, wenn sie regelmäßig durchgeführt werden. Ihren Rücken unterstützen und Ihnen zur richtigen Körperhaltung verhelfen. Wenn Sie eine Wirbelsäulenverletzung erlitten haben oder an Osteoporose oder anderen Erkrankungen leiden, sollten Sie vorher Ihren Arzt konsultieren.

 

 

 

 

Lycopin - Ein weiterer guter Grund, Tomaten zu essen

Tomaten sind wegen ihres frischen Geschmacks und ihrer vielseitigen Verwendbarkeit in der Küche beliebt. Jedoch gibt es wissenschaftliche Hinweise darauf, daß es einen weiteren guten Grund geben könnte, sie zu mögen: Sie enthalten reichlich Lycopin.
Lycopin ist eine pflanzliche Substanz (Phytosubstanz), die den Tomaten Ihre rote Farbe verleiht. Sie scheint auch Vorteile für die Gesundheit zu bieten.

Die Inhaltsstoffe der Tomate

Tomaten enthalten eine Menge an Nährstoffen, darunter den Vitamin-B-Komplex, Vitamin C und die Minerale Eisen und Kalium. Außerdem enthalten sie Karotinoide. Zu diesen gehören Lycopin und Betakarotin, welches im Körper zu Vitamin A umgewandelt wird.

Lycopin wird von Wissenschaftlern wegen seines offensichtlich hohen antioxidativen Potentials sehr gelobt. Von Antioxidantien wird angenommen, daß sie schädliche Substanzen im Körper, "freie Radikale" genannt, unschädlich machen können. Diese Moleküle, die sowohl aus dem normalen Zellstoffwechsel stammen als auch aus anderen Quellen, können zur Entwicklung von Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen beitragen.

Mögliche Vorteile für die Gesundheit

Forschungen über das aus der Nahrung stammende Lycopin legen nahe, daß es das Risiko der folgenden Krankheiten senkt:

Herzinfarkt – Eine Studie wurde an mehr als 1.300 europäischen Männern durchgeführt. Sie ergab, daß diejenigen, die am meisten Lycopin aus der Nahrung aufgenommen hatten, ein etwa halb so großes Risiko eines Herzinfarktes aufwiesen wie diejenigen, die weniger konsumierten.

Prostatakrebs – Eine 5-Jahres-Studie an 48.000 Männern hat festgestellt, daß bei denjenigen Männern das geringste Risiko eines Prostatakrebs bestand, die wöchentlich 10 Portionen gekochte Tomatenprodukte verzehrt hatten. Ihr Risiko betrug 1/3 desjenigen von Männern, die weniger als 2 Portionen wöchentlich gegessen hatten.

Andere Studien legen nahe, daß Lycopin eine mögliche Rolle in der Senkung des Risikos anderer Krebsarten spielen könnte, unter anderem Dickdarm-, Enddarm- und Brustkrebs.

Erhitzen und Essen

Frische Tomaten enthalten reichlich Lycopin, aber kochen erleichtert die Lycopinverwertung im Körper. Beispielsweise befinden sich fünfmal so viel Lycopin in Tomatensoße wie in der gleichen Menge frischer Tomaten. Offenbar zerstört Hitze die Zellwände der Tomaten und setzt Lycopin frei, welches sonst unverdaut durch das Verdauungssystem ausgeschieden würde.

Etwas Fett an gekochten Tomatenprodukten kann die Lycopinaufnahme verbessern. Vorzugsweise sollte ein einfach ungesättigtes Fett verwandt werden, zum Beispiel Olivenöl.

Niemand hat festgestellt, wie viele Portionen an lycopinreicher Nahrung wöchentlich für die Gesundheit von Vorteil wären. Eine Portion entspricht etwa 1/2 Tasse Tomaten- oder Spaghettisoße, 1/4 Tasse Tomatenmark, einer mittelgroßen Tomate oder 1 Stück Pizza mit Tomatensoße. Wenn Sie sich an einigen Studien orientieren, könnte das Ziel bei 7 bis 10 Portionen wöchentlich liegen.

Wie Sie genügend aufnehmen

Sie können diese auf verschiedenste Weise zu sich nehmen, unter anderem in tomatenhaltigen Soßen (auf Pizza, Nudeln und anderen Nahrungsmitteln), Konserventomaten, Suppen, Saft, Ketchup und als Bestandteil eines Salats.

Andere gute Nahrungsquellen sind Wassermelonen und rosa Grapefruit, obwohl der Lycopingehalt hier nur bei 1/2 bis 1/5 von Tomatenkonserven liegt.

Die Wirkstoffe in ihrer Gesamtheit sehen

Während die Lycopinforschung weitergeht, sollte nicht vergessen werden, daß Nahrungsmittel komplexe Nährstoff-Ansammlungen sind. Daher widerstrebt es den Forschern, Lycopin als den einzigen "guten" Wirkstoff in Tomaten zu betrachten. Er könnte auf andere Substanzen in Tomaten mit Schutzwirkung hinweisen oder mit diesen zusammenwirken, die bisher noch nicht identifiziert oder isoliert worden sind.

Bezüglich lycopinhaltiger Nährstoffpräparate sind jegliche Vorteile oder Risiken unbekannt. Aus diesem Grund empfehlen Ernährungsexperten im allgemeinen den Konsum lycopinreicher Nahrungsmittel statt sich auf Nährstoffpräparate zu verlassen.

 

 

 

Schützen Sie sich mit Vitamin E

Viele Allergien könnten auf einen Mangel an Vitamin E zurückzuführen sein. Diese Vermutung wird gestützt durch eine Studie, die im Dezember 2000 in der angesehenen britischen Medizin-Fachzeitschrift The Lancet erschienen ist.

Wissenschaftler der Universität Nottingham haben mehr als 2.500 Personen nach ihren Ernährungsgewohnheiten befragt. Außerdem sollten diese Angaben darüber machen, ob und wie stark sie an Allergien wie Heuschnupfen oder Asthma litten.

Das Ergebnis: Pro Milligramm Vitamin E, das täglich mit der Nahrung zugeführt wird, nahm die Wahrscheinlichkeit für eine Allergie um 5 % ab. Allerdings konnte ab einer Tagesdosis von etwa 7 mg keine weitere Verbesserung beobachtet werden.

Dieser Wert ist vergleichsweise gering und kann mit einer gesunden Ernährung mühelos erreicht werden. Dennoch wurden die 7 mg noch nicht einmal von jedem zweiten Studienteilnehmer erreicht. Sie sollten daher auf eine Vitamin-E-reiche Kost achten: Viel Vitamin E ist in Weizenkeim- und Leinöl, Samen sowie in Vollkornprodukten und Nüssen enthalten. Es kann auch sinnvoll sein, Ihren Vitamin-E-Spiegel im Blut untersuchen zu lassen. ?

 

 

 

 

Kreatin - Gönnen Sie sich eine Frühjahrskur mit dem Muskeltreibstoff

Bei Muskelkrankheiten und Herzschwäche ist die Eiweißsubstanz eine viel versprechende Behandlungsmöglichkeit

Fühlen Sie sich in dieser Jahreszeit schlapp und erschöpft? Was landläufig als Frühjahrsmüdigkeit bezeichnet wird, ist die Schwierigkeit des Körpers, sich an die neuen Bedingungen der beginnenden wärmeren Jahreszeit anzupassen. Höhere Temperaturen, längere Tage - das bringt bei manchem den Biorhythmus durcheinander, und die letzten Kräfte schwinden. Jetzt könnten Ihre trägen Muskeln ein wenig Unterstützung sicher gut gebrauchen - eines der besten Mittel dafür heißt Kreatin.

Wichtiger Energiespeicher der Muskeln

Die Muskeln benötigen für ihre Arbeit einen ständigen Nachschub an Energie. Diese wird ihnen durch die energiehaltige Substanz Adenosintriphosphat (ATP) zur Verfügung gestellt. Doch nach spätestens zehn Sekunden wäre der Vorrat an ATP im Muskel aufgezehrt - wenn nicht ein größerer Energiepool zur Verfügung stünde, aus dem das ATP ständig erneuert werden kann. Diese Energie wird durch Kreatin bereitgestellt.

Diese Wirkungen hat Kreatin im Körper:

  • Steigerung der körperlichen Leistungskraft
  • Verbesserung der Herzleistung
  • Aufbau und Stärkung bei Muskelkrankheiten

Verbrauchtes Kreatin wird in nachfolgenden Ruhephasen vom Körper wieder zurückgewonnen.

Ihr Körper kann Kreatin selbst herstellen

Kreatin ist ein kleines eiweißartiges Molekül, das aus den Aminosäuren Arginin, Methionin und Glycin besteht. Von den etwa 120 bis 140 g Kreatin, die der menschliche Organismus enthält, finden sich rund 90 % in der Muskulatur. Da der Mensch täglich eine Kreatinmenge von etwa 2 g mit dem Urin ausscheidet, muss diese laufend ersetzt werden. Unter normalen Bedingungen wird dieser Bedarf zur Hälfte über die Nahrung gedeckt. Den Rest produziert der Körper selbst.

Besonders reichhaltige Kreatinquellen sind Lebensmittel tierischen Ursprungs. So decken 200 g Fisch oder Fleisch bereits den gesamten Tagesbedarf von 2 g. Dagegen fällt der Kreatingehalt pflanzlicher Nahrungsmittel eher gering aus.

Durch zusätzliche Gaben können Sie Ihre Leistungsreserven steigern

Trotz dieser Eigensynthese kann eine erhöhte Kreatin-Zufuhr über die Nahrung oder Präparate einen positiven Effekt auf die Leistungskraft der Muskeln haben. Der normale, durch Eigensynthese gedeckte Kreatin-Spiegel liegt bei etwa 300 mg pro 100 g Muskeln. Durch Zufuhr von außen kann dieser Pool auf 400 bis 500 mg gesteigert werden. Und je mehr Kreatin, umso mehr Energiereserven stehen den Muskeln zur Verfügung.

Unbegrenzt aufladen können Sie Ihre "Kreatin-Batterie" allerdings nicht. Daher hat es wenig Zweck, Kreatin-Präparate über einen längeren Zeitraum durchgehend zu verwenden. Denn überschüssiges Kreatin wird einfach über die Niere ausgeschieden. Viel sinnvoller ist eine phasenweise Einnahme im Rahmen einer "Kreatin-Kur".

So könnte Ihre Kreatin-Kur aussehen:

  • Aufladephase 1. bis 5. Tag: 4 x täglich 5 g Kreatinmonohydrat
  • Erhaltungsphase danach 4 bis 6 Wochen: 2 x täglich 1 g Kreatinmonohydrat
  • Aussetzphase mindestens 2 Monate

Bei manchen Personen hat eine derartige ,,Kreatin-Kur" jedoch aus bisher unbekannter Ursache keinen Effekt. Falls Sie sich erschöpft und ausgezehrt fühlen, probieren Sie die Wirkung des Muskeltreibstoffs einfach einmal aus.

Die sportliche Leistungsfähigkeit verbessert sich

Bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona führten einige erfolgreiche Athleten ihre körperliche Leistungsfähigkeit mit auf die Einnahme von Kreatinpräparaten zurück. Heute zählt Kreatin zu einer der meistverkauften leistungssteigernden Substanzen unter Sportlern.

Doch nicht jeder Sportler profitiert gleichermaßen. Die Sportmediziner Daniel König und Aloys Berg von der Universität Freiburg kommen zu dem Schluss, dass Kreatin vor allem die Muskelkraft steigern könne und die Leistung bei kurzzeitiger Belastung verbessere. Diese positiven Aspekte machen den Energielieferanten selbstverständlich auch für Nichtsportler interessant. Kreatin sei dagegen bei Ausdauersportarten wie Marathonlaufen oder Triathlon sinnlos, weil es hier nicht auf die Muskelkraft ankomme.

Bei diesen Sportarten kann Kreatin leistungssteigernd wirken:

  • Sprint- und Sprungdisziplinen
  • Kraftsportarten
  • Schwimmen
  • Ruder- und Kajakdisziplinen
  • Radsport

Wenig nützlich ist Kreatin dagegen für Bodybuilder: ,,Bislang gibt es keine wissenschaftlich akzeptierte Studie, die zeigt, dass Kreatin den Aufbau der Muskelmasse fördert", wie der Pharmakologe Dr. Ulrich Hoffmann von der Universität Greifswald betont.

 

 

 

 

Gynäkologie - Fischöl gegen Frühgeburten

Dass Fischöl nicht nur vor Gefäßerkrankungen schützen kann (siehe Natur & Gesundheit, Sonderausgabe „Strategien für die zweite Lebenshälfte"), zeigte jetzt eine große Studie an insgesamt 1.619 Schwangeren, über die das medizinische Fachmagazin Ärztezeitschrift für Naturheilverfahren berichtete. In dieser Studie wurde der Einfluss von Fischöl im Vergleich zu Olivenöl auf den Verlauf von Risikoschwangerschaften in 19 Kliniken Europas untersucht.

Eine der Studiengruppen bestand aus 232 Frauen, die in der vorherigen Schwangerschaft Komplikationen mit Frühgeburten erlitten hatten. Sie erhielten beginnend ab 20 Wochen vor dem Entbindungstermin entweder vier Kapseln Fisch- oder Olivenöl pro Tag. Dabei zeigte sich, dass nur bei 4,6 % der Frauen, die das Fischöl eingenommen hatten, die Babys wieder zu früh auf die Welt kamen. Dies waren signifikant weniger als in der Olivenölgruppe, bei der 13,3 % der Schwangeren erneut eine Frühgeburt hatten.

Auch das durchschnittliche Gewicht der Neugeborenen war in der Fischöl-Gruppe signifikant höher: Sie brachten 3.169 Gramm auf die Waage; im Vergleich dazu wogen die Babys der Frauen, die Olivenöl eingenommen hatten, nur 2.960 g.

Das Fischöl wurde von den Frauen relativ gut vertragen bzw. die Nebenwirkungen waren leicht: 29,2 % klagten über ein vermehrtes Aufstoßen und 17 % der Frauen waren mit dem Geschmack unzufrieden.

Die Wirkung des Fischöls, so die Vermutung der Autoren, beruht darauf, dass die langkettigen Omega-3-Fettsäuren, die im Fischöl enthalten sind, über eine Reihe von körpereigenen Botenstoffen zu einer Entspannung der Gebärmuttermuskulatur führen, was eine Verlängerung der Schwangerschaft zur Folge hat.

 

 

 

 

Rückenschmerzen - Die besten Gesundheits-Tipps: So werden Sie wieder schmerzfrei

Bleiben Sie in Bewegung - das stärkt Ihre Muskeln, Sehnen und Bänder!

Die Wirbelsäule ist eine der kompliziertesten Strukturen in unserem Organismus. Wirbelknochen, Bandscheiben, Muskeln und Bänder verhelfen ihr zu einer enormen Stabilität, die sie braucht, um den Körper zu tragen. Selbst wenn wir aufrecht stehen, werden die Bandscheiben der Lenden mit einem Druck von 100 kg belastet (siehe Abbildung unten). Eine so stabile und zugleich flexible Konstruktion wie die Wirbelsäule ist der Traum vieler Ingenieure - aber das natürliche Vorbild bleibt unerreicht.

Doch die hohe Belastung hat auch ihren Preis: Jeder fünfte Bundesbürger leidet einmal im Monat an Rückenschmerzen. Vier von fünf Personen sind im Laufe Ihres Lebens irgendwann davon betroffen. Rückenschmerzen sind der Hauptgrund für Arztbesuche und Krankschreibungen und damit ein bedeutender Kostenfaktor für die Volkswirtschaft.

Doch die gute Nachricht gleich am Anfang: Fast 90 Prozent der Schmerzen gehen spätestens nach einigen Wochen von selbst wieder zurück. Dennoch sind Rückenleiden manchmal extrem schmerzhaft. Deshalb zeigen wir Ihnen hier Wege auf, wie Sie den schlimmsten Schmerz in den Griff bekommen. Das ist vor allem auch deshalb wichtig, damit der Schmerz nicht zum Dauerzustand wird. Denn chronischer Schmerz ist wesentlich schwieriger zu behandeln als akute Schmerzustände.

Bewegungsmangel und falsche Körperhaltung als Hauptursache

Wenn Sie Rückenschmerzen haben, ist das nur im Ausnahmefall ein Bandscheibenvorfall. Häufigere Ursachen sind Verschleißerscheinungen in den kleinen Gelenken der Lendenwirbelsäule. Das kann den so genannten Lumbago ("Hexenschuss") auslösen, weil gleichzeitig die aus dem Rückenmark ziehenden Nerven gereizt werden. Bei Ischias-Beschwerden strahlen die Schmerzen bis ins Bein aus.

Ein weiterer großer Teil der Rückenschmerzen sind Muskelschmerzen, die auf Verspannungen zurückzuführen sind.

Das sind die Hauptgründe für Beschwerden:

  • Bewegungsmangel
  • Haltungsschäden
  • falsche Belastung
  • Übergewicht
  • Stress

Diese fünf Aspekte fördern den Gelenkverschleiß sowie die Muskelverspannungen und damit die Entstehung von Rückenschmerzen. Im Kasten rechts lesen Sie, wie Sie dauerhaft vorbeugen.

Nehmen Sie keine Schonhaltung ein

Zwar klingen plötzlich auftretende Rückenschmerzen in der Regel bereits nach wenigen Tagen wieder ab. Aber dennoch sollten Sie das Problem nicht unterschätzen. Denn der Schmerz kann Ausgangspunkt für ein chronisches Rückenleiden werden (siehe Grafik unten).

Auch wenn Sie Schmerzen im Rücken verspüren, ist es daher wichtig, in Bewegung zu bleiben. Eine Schonhaltung schadet der Wirbelsäule mehr als sie nützt.

Wenn Sie nach einer Drehung oder unglücklichen Bewegung einen plötzlichen Rückenschmerz verspüren, der mit Lähmungserscheinungen oder Taubheitsgefühlen einhergeht, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen. Es kann sich dann um einen Bandscheibenvorfall handeln, der sofort therapiert werden muss, um bleibende Schäden zu verhüten. Mitunter kann dann auch die Kontrolle über Blase und Darm verlorengehen.

So lindern Sie die Schmerzen

Doch wegen der Stärke der Schmerzen ist oft eine Bewegung gar nicht möglich. Hier sind kurzzeitig eingenommene Schmerzmittel sehr nützlich, denn sie geben Ihnen Bewegungsfreiheit und durchbrechen den Teufelskreis, der zu einem chronischen Leiden führen kann.

Suchen Sie bei akuten Rückenschmerzen Ihren Therapeuten auf. Er kann eine genaue Diagnose stellen und Ihnen sagen, welches Mittel für Sie am sinnvollsten ist. Neben Aspirin(r), Ibuprofen oder Diclofenac gibt es neuerdings auch magenschonende Schmerzblocker (z. B. Vioxx(r)).

Achtung! Schmerzmedikamente dürfen Sie nur über einen kurzen Zeitraum von maximal 1 bis 2 Wochen regelmäßig einnehmen. Wenn die Schmerzen dann nicht verschwinden, liegen andere Ursachen zugrunde, die dringend ärztlich abgeklärt werden müssen.

Bei längerer Einnahme besteht die Gefahr einer Medikamenten-Abhängigkeit. In der Apotheke erhalten Sie aber auch eine Reihe von pflanzlichen Präparaten, die Ihnen bei schwächeren Schmerzen helfen können.

Pflanzliche Schmerzmittel gegen Rückenschmerzen:

  • Weidenrindenextrakt
  • Teufelskralle
  • Arnikasalbe
  • Beinwellsalbe
  • Pfefferminzöl

Außer den Schmerzmitteln gibt es noch eine Reihe anderer Verfahren, mit denen Sie gegen den akuten Schmerz vorgehen können.

 

 

 

 

Gesundheit  - So erhöhen Sie Ihre Lebenserwartung

Lauter Kleinigkeiten, die gesund sind

Real Age (wahres Alter) heißt eine amerikanische Bewegung, die sich vorgenommen hat, die Lebensregel von Menschen zu sammeln, die besonders alt geworden sind. Zusammen mit den Ergebnissen wissenschaftlicher Untersuchungen, so die Einsicht, müsste dabei doch eigentlich eine Liste aller lebensverlängernden Gewohnheiten herauskommen. Nach einem statistischen Schlüssel lässt sich berechnen, wie viele Jahre jede einzelne Gewohnheit Ihrer durchschnittlichen Lebenserwartung maximal hinzugefügt werden kann.

Engagieren Sie sich ehrenamtlich
werden Sie Helfer im Sozialzentrum Ihrer Gemeinde; arbeiten Sie in der Kirche; setzen Sie sich im Naturschutz ein, oder wählen Sie sonst einen ehrenamtlichen Dienst. Studien haben gezeigt, dass soziales Engagement für fremde Menschen Lebenssinn und Erfüllung schenkt. Senkt Ihr wahres Alter um bis zu 3,5 Jahre. Wenn Sie bereits Angehörige pflegen müssen, sollten Sie allerdings vor allem auf Ihre persönliche Abgrenzung und Erholung achten.

Essen Sie Kalzium
Etwa 1 Gramm Kalzium braucht Ihr Körper täglich für den optimalen Knochen- und Zahnaufbau. Ein knapper Liter Milch oder Milchprodukte enthält diese Dosis. Auch manche Mineralwässer enthalten Kalzium. Besonders gut damit versorgt werden Sie, wenn Sie Fisch essen - ob frisch, aus der Dose, eingelegt oder tief gekühlt, spielt keine Rolle. Die Kalziumdosis einer Fischmahlzeit pro Woche senkt Ihr wahres Alter bis zu 2,7 Jahre.

Mögen Sie getrocknete Pflaumen?
Wenn ja, dann essen Sie davon reichlich und verwenden Sie sie in Gerichten. Das US-Gesundheitsministerium hat jüngst die positiven Wirkungen von Trockenpflaumen hervorgehoben: Sie sind ballaststoffreich (daher gut für den Verdauungstrakt) und enthalten die den Blutdruck regulierende Pottasche. Eine ballaststoffreiche Kost senkt Ihr wahres Alter cis zu 3,5 Jahre...

 

 

 

 

Soviel Bewegung brauchen Sie wirklich

Bewegung ist lebenswichtig, von ihr hängen Gesundheit, Fitness und Gewicht ab. Entscheidend ist die richtige Dosis. Wir verraten Ihnen, wie viel Sie tatsächlich brauchen.

„Still gestanden!“ bekommt keinem auf Dauer. Im Durchschnitt verbringt der deutsche Mann täglich 15 Stunden im Liegen und Sitzen. Mehr Bewegung täte ganz gut. Parallel dazu stieg die Anzahl der stark übergewichtigen Männer allein in den alten Bundesländern seit 1992 von 17,4 auf 19,4 Prozent. „Wenn dieser Trend anhält, werden viele Krankheiten in den nächsten Jahren rasant zunehmen,“sagt Dr. Gert Mensink, Gesundheitswissenschaftler am Robert-Koch-Institut in Berlin.
Wir verraten Ihnen, wie Sie problemlos in Bewegung kommen.

Problem 1: zu wenig Bewegung
Wer sich zu wenig bewegt, schadet dem Körper erheblich. Das beweisen mehrere so genannte Bedrest-Studien, bei denen Versuchspersonen Tage und Wochen nur im Bett verbringen mussten. In einem Experiment des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln verloren die Probanden nach einem Monat Inaktivität ungefähr 30 Prozent ihrer Muskelkraft. Und der Muskelumfang reduzierte sich um etwa zehn Prozent. Bei einem Versuch der European Space Agency im niederländischen Noordwijk über 42 Tage verloren die Testpersonen darüber hinaus die Fähigkeit zur aufrechten Körperhaltung. Aber auch auf die Psyche hat eine längere Unbeweglichkeit Auswirkungen. So verzeichneten die Forscher bei den Versuchspersonen eine erhöhte Stressanfälligkeit.

Doch auch weniger extreme Formen von Bewegungsmangel schaden dem Körper. Eine Studie des amerikanischen „Journal of Strength“ zeigt, dass die aerobe Kapazität bei Sportlern innerhalb von drei Wochen um acht Prozent abnimmt. Das Herz pumpt dann pro Schlag zehn Prozent weniger Blut durch die Gefäße. Man kann eine Faustregel formulieren: Je länger der Zeitraum der Inaktivität, desto länger dauert es hinterher, den Muskelabbau umzukehren.


Problem 2: zu viel Bewegung
Wer’s mit dem Sport übertreibt und unüberlegt trainiert, gerät in einen Zustand, der in der Sportwissenschaft als Übertraining bezeichnet wird. Die Ursachen dafür sind sehr komplex. In den meisten Fällen handelt es sich um die Summe übermäßiger Reize: zu hartes Training ohne Regenerationszeiten, zu ehrgeizige Ziele, private oder berufliche Stressbelastungen, Krankheitsfolgen und falsche Lebensweise. Anzeichen für Übertraining sind permanente Müdigkeit in Kombination mit Schlaflosigkeit, Antriebslosigkeit und Nervosität. Die Leistungsfähigkeit nimmt ab, der Appetit bleibt aus. Es drohen Schäden an Knochen, Sehnen und Bändern, man wird generell anfälliger für Infekte.

Ausdauersportler sollten daher regelmäßig ihre Herzfrequenz kontrollieren, indem sie ihren Ruhepuls sofort nach dem Aufstehen messen. Ist er zehn Prozent höher als am Vortag, sollten sie im Training kürzer treten. Die Pause richtet sich nach der vorangegangenen Belastung.

Für das Krafttraining gilt: Wer intensiv trainiert, sollte 48 Stunden zwischen zwei Einheiten verstreichen lassen. Denn in dieser Zeit gewinnt die Muskulatur neue Kraft, erweitert ihre Energiespeicher. Ohne Trainingspausen stagniert das Muskelwachstum, die Muskulatur kann sich gar zurückbilden, wenn das Übertraining andauert.


Die Fitness-Dosis
Dauer:„Wer nur einmal in der Woche Sport treibt, wird keine Fortschritte in puncto Fitness erzielen“, sagt Professor Bloss, Sportwissenschaftler an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. Zweimal die Woche Training hält lediglich den Ist-Zustand aufrecht. Um Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit zu steigern, braucht es aber drei Trainingseinheiten pro Woche (mit jeweils einem Pausentag dazwischen). Nach Untersuchungen der American Heart Association reichen 30-Minuten-Einheiten aus.

Belastung: Beim Krafttraining gibt es auch für die Intensität einen Optimalwert. Vom 20. bis zum 60. Lebensjahr verlieren Männer, die keinen Sport treiben, ungefähr 40 Prozent ihrer Muskelkraft. Um dem Muskelabbau entgegenzuwirken, sind 30 bis 60 Prozent der maximalen Leistungsfähigkeit optimal. Dazu folgendes Beispiel: Wenn Sie maximal 20 Crunches am Stück schaffen, sollten Sie beim Training drei Sätze mit sechs bis zwölf Wiederholungen machen.

Mit Ende 30 lässt bei Menschen darüber hinaus die Flexibilität der Muskeln langsam nach. Eine halbe Stunde Stretching in der Woche genügt schon, um dem entgegenzuwirken und den Körper elastisch zu halten.

Die Abnehm-Dosis
Bergarbeiter, Wachleute und Taxifahrer haben am häufigsten Probleme mit Übergewicht, hat das Statistische Bundesamt entdeckt. Im Durchschnitt haben Männer in diesen Berufen einen Body-Mass-Index (BMI) von 26,6 – als normal gilt ein BMI zwischen 20 und 24,9. Die Folge der fehlenden Bewegung: Die Nahrungsaufnahme wird nicht mehr durch das körpereigene Sättigungszentrum gesteuert, sondern über äußere Einflüsse wie Uhrzeit, sozialer Status der Essenspartner und Langeweile. Damit es nicht so weit kommt, raten Mediziner zu einem täglichen Mindestverbrauch von elf Kalorien pro Kilogramm Körpergewicht durch Sport und Bewegung – und zwar zusätzlich zum jeweiligen Grundumsatz eines Menschen.

Dieser Grundumsatz ist die Anzahl von Kalorien, die der Körper im völligen Ruhezustand verbraucht. Er beträgt pro Stunde etwas weniger als das eigene Körpergewicht in Kalorien. Die grobe Faustregel für den täglichen Verbrauch lautet: Körpergewicht in Kilogramm mal 23. Wer maximal diesen Wert plus jene elf Kalorien pro Kilogramm täglich über die Nahrung zu sich nimmt, der wird auf der Waage keine bösen Überraschungen erleben. Zum Abnehmen reicht das allerdings nicht aus.

Physical Activity Level
Um die Diät-Dosis zu bestimmen, müssen Sie den individuellen Energieumsatz kennen. Wie viele Kalorien verbraucht man am Tag? Dazu muss man den Grundumsatz mit dem Physical Activity Level (PAL) multiplizieren. Dieser Wert spiegelt den täglichen Umfang an Bewegung wider und hängt hauptsächlich von der Art Ihrer beruflichen Tätigkeit ab:
 

  • Vielsitzer: Büroangestellte, Feinmechaniker & Co. haben einen PAL von 1,4 bis 1,5.
  • Ab-und-zu-Sitzer: Laboranten, Studierende oder Fließbandarbeiter, die neben sitzender Tätigkeit oft gehen und stehen, rechnen mit einem Wert von 1,6 bis 1,7.
  • Vielsteher: Berufstätige, die überwiegend bei der Arbeit gehen und stehen (beispielsweise Verkäufer, Kellner, und Handwerker), haben einen PAL von 1,8 bis 1,9.
  • Power-Arbeiter: Für Bauarbeiter, Landwirte und Leistungssportler, die in ihrem Job körperlich anstrengende Arbeit verrichten, wird ein PAL zwischen 2,0 bis 2,4 angesetzt.


PAL mal Grundumsatz ergibt also den Energieumsatz des Körpers. Nur wer weniger Kalorien zu sich nimmt, als er verbrennt, nimmt ab. Wer vier- bis fünfmal die Woche Sport treibt (à 30 bis 60 Minuten), darf sich bei der Berechnung des Energieumsatzes 0,3 PAL-Einheiten gutschreiben. Und damit beim Essen ohne das Risiko des Zunehmens ein bisschen mehr auf seinen Teller packen.


Die Health-Dosis
„Zwei- bis dreimal pro Woche 20 bis 30 Minuten Training reichen aus, um Volkskrankheiten wie etwa Bluthochdruck vorzubeugen, sagt Sportwissenschaftler Bloss. Achten Sie auf einen niedrigen Puls. Ideal sind zirka 60 Prozent der maximalen Herzfrequenz (Faustformel für den Höchstpuls: 200 minus die Hälfte Ihres Lebensalters).

Täglicher Ausdauersport (300 Kalorien durch Joggen, Radfahren oder Schwimmen verbrennen) verringert das Herzinfarktrisiko um 60 Prozent. Darüber hinaus geht das schädliche LDL-Cholesterin zurück, das vor Verkalkung schützende HDL-Cholesterin steigt dagegen an.

Aber Bewegung stärkt nicht nur das Herz-Kreislauf-System, sie schützt auch das Skelett. Vom 35. Lebensjahr an nimmt die Knochenmasse stetig ab. Kräftige Bewegungen erhöhen die Knochendichte. Durch Training werden die Knochen härter und dicker, wie eine Studie der Universität Cambridge gezeigt hat. Dazu müssen Sie allerdings regelmäßig und gezielt trainieren. Besonders eignen sich schnelle Sportarten wie Tennis, Badminton, Squash oder Step-Aerobic. Um Osteoporose entgegenzuwirken, empfiehlt sich ein gezieltes Krafttraining zweimal in der Woche für Muskeln und Knochen (stärkt Oberschenkelhals und Wirbelsäule).

 

 

 

 

Im Falle eines Falles: Tipps bei Skiunfällen

Wenn Sie schon in den Schnee beißen, dann bitte ohne Verletzung. Mit diesen Tricks stehen Sie nach jedem Stunt gleich wieder auf.

Sie rutschen den Hang hinunter

„Drehen Sie sich so, dass Sie mit den Beinen zuerst ins Tal kommen und den Kopf schützen“, sagt Hennekes. Dabei Arme und Beine wegstrecken und die Körperspannung halten. „Krallen Sie sich in den Schnee, um den Sturz zu bremsen.“

Beim Sprung
Dabei wirken extreme Fliehkräfte, es ist schwer, den Sturz zu kontrollieren. „Geben Sie sich trotzdem nicht verloren. Die Muskulatur angespannt halten und die Augen möglichst geöffnet lassen.“

Bei einer Kollision
Voll draufhalten ist bei einem Wildunfall wohl angesagt, allerdings nicht auf der Ski-Piste. „Versuchen Sie abzudrehen oder sich zur Seite zu werfen. Denn ein seitlicher Aufprall ist in jedem Fall besser als ein frontaler.“

Sturz mit Carving-Ski
Wegen der stärkeren Taillierung der Skier kommt es hier häufig zum Verschneiden. „Wenn das passiert, sollte man unbedingt versuchen, die Belastung voll auf den korrekt laufenden Ski zu bringen.“

 

 

 

Die besten Naturpräparate für neue Erfolge – garantiert auf keiner Dopingliste vermerkt.

Doping schadet nicht nur der Karriere, sondern auch dem Körper. "Viele greifen zu illegalen Mitteln, ohne sich über die gesundheitlichen Risiken im Klaren zu sein", warnt Dr. Rainer Müller-Hörner, Ex-Profi-Triathlet und Sportmediziner aus Zirndorf. Mit diesen naturheilkundlichen Alternativen bleiben Sie sauber und gesund.

Wettkampfvorbereitung
Mit hochdosierten Enzymgaben können die Fließeigenschaften des Blutes verbessert werden – für eine optimale Versorgung der Muskulatur mit Sauerstoff und Nährstoffen. Dieses Einnahmeschema von Phlogenzym-Tabletten hat sich laut Müller-Hörner bewährt: "Am dritten und zweiten Tag vor dem Wettkampf je dreimal täglich fünf Tabletten, am Tag vor dem großen Ereignis zweimal fünf und vier Stunden vorm Start noch mal zwei Tabletten schlucken."

Abbauprodukte ausspülen
Helfen Sie Ihren Muskeln, Verbrennungsrückstände loszuwerden. Speziell nach harten Trainingseinheiten und Wettkämpfen rät der Experte, entstandene Stoffwechsel-Abbauprodukte mit Hilfe eines speziellen Tees auszuspülen. Fragen Sie in der Apotheke nach "Species Diureticae Dab 6". Eine zweite anregende Mixtur: 20 Gramm Mellisae, 20 Gramm Herba Hyperiti, 10 Gramm Radix Valerianae, 10 Gramm Slur Hibisci.

Bessere Regeneration
"Die Einnahme von Traumeel-Ampullen, einem homöopathischen Mischpräparat, kann die Regenerationszeit der Muskulatur ebenfalls verkürzen", sagt Müller-Hörner. Nehmen Sie kurz vor dem Wettkampf und ein bis zwei Stunden danach eine Ampulle ein. An den folgenden drei Tagen morgens und abends ebenfalls jeweils eine Ampulle. Auch Akupunktur ist nützlich: Die beruhigende Wirkung verbessert Ihren Schlaf und entspannt die Muskulatur.

 

 

 

Wir verraten die besten Tricks, wie Sie die Qualität Ihres Workouts steigern, ohne die Quantität zu erhöhen

20 Prozent mehr Muskeln
Wer nach jedem Satz stretcht, legt 20 Prozent mehr Muskeln zu. Dieses Studienergebnis des amerikanischen YMCA wurde jetzt von einer Neuseeländischen Untersuchung bestätigt. So geht’s: Stretchen Sie nach jedem Satz 20 bis 30 Sekunden lang den Muskel, den Sie gerade gefordert haben. Aber: Mehr hilft nicht mehr. Sie sollten beim Dehnen ein Ziehen, aber keinen Schmerz empfinden.

Drei Sätze optimal dosieren
Sie haben beim Dreisatz-Training auch im letzten Durchgang noch ausreichend Power? Kompliment, dann halten Sie sich an die zwei entscheidenden Muskelaufbau-Regeln, nämlich optimaler Widerstand und ausreichend Pause zwischen den einzelnen Sätzen. Wenn Ihre Kraft dagegen von einem Satz zum anderen abnimmt, haben Sie sich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht genügend aufgewärmt, zu viel Gewicht aufgelegt oder die Wiederholungen zu schnell absolviert.

Zum richtigen Zeitpunkt trinken
Sie löschen Ihren Durst nach dem Training an der Fitness-Bar? Gegen den Drink haben wir nichts, wohl aber gegen den Zeitpunkt. Denn für Ihren Flüssigkeitshaushalt ist es bereits zu spät, wenn Sie Durst verspüren. Unser Körper besteht zu 70 Prozent aus Wasser. Ist ein Muskel zum Beispiel um drei Prozent dehydriert, verliert er bereits zehn Prozent seiner Leistungsfähigkeit. Außerdem werden Konzentrations- und Koordinationsfähigkeit beeinträchtigt. Darum sollten Sie 3 die Flüssigkeitsspeicher schon während des Workouts auffüllen – mit mindestens einem Liter pro Stunde Sport (unabhängig davon gilt: mindestens zwei Liter pro Tag trinken).

Bauchmuskeln richtig fordern
Die drei häufigsten Fehler auf dem Weg zum Sixpack: 1. Wer aus der Rückenlage beinahe in den Sitz kommt (Sit-ups), der trainiert vor allem den Hüftbeuger. Isoliertes Training für die Bauchmuskeln: die Schulterblätter lediglich einige Zentimeter vom Boden anheben.
2. Fixieren Sie beim Bauchtraining nicht die Füße. Sonst arbeiten Sie mit Hebeltechnik über den Hüftbeuger, und die Bauchmuskeln werden auf diese Weise entlastet. 3. Bei (zu) schnellen Wiederholungen betrügen Sie sich um den Erfolg, da Sie mit Schwung arbeiten.

Nahrung statt Muskeln verbrennen
Sie bekommen beim Workout Hunger? "Das ist ein sicheres Zeichen dafür, dass Ihr Blutzucker-Level fällt, das Glykogen in den Muskeln rapide aufgebraucht wird. Sie sind dabei, Muskelproteine zur Energiegewinnung heranzuziehen", erklärt die New Yorker Sport-Ernährungswissenschaftlerin Jacqueline Berning. Als Folge werden Ihre Muskeln schmaler statt kräftiger. Tipp: Essen Sie 30 Minuten vor Ihrem Workout eine Banane.

Atmen nicht vergessen
Einen hochroten Kopf sollte man als Alarmsignal nicht unterschätzen. Er senkt nicht nur Ihre Chancen bei der Kontaktaufnahme mit den Studioschönheiten. Sie riskieren
zudem einen stark ansteigenden Blutdruck.
Also: In konzentrischen Bewegungsphasen, in denen sich der Muskel verkürzt, atmen Sie bewusst aus. Während der Muskel zu seiner Ausgangslänge zurückkehrt, haben Sie ausreichend Zeit, um tief Luft zu holen.

Ab ins Bett
Reduzieren Sie bei intensivem Training die Koffeinaufnahme. Und gehen Sie früh ins Bett, denn langer und erholsamer Schlaf hilft dem Körper, Wachstumshormone auszuschütten. Ohne die gibt’s dicke Muckies nur im Traum.

 

 

 

Trainieren Sie zu viel? - Wie Sie Übertraining erkennen und vermeiden

Sie trainieren trotz privater und beruflicher Belastung wie ein Profi-Sportler - und jetzt stagnieren die Leistungen? "Das liegt häufig an zu umfangreichen Ausdauerbelastungen zuzüglich einer sportlichen Überdosierung. Diese Stress-Situation kann kein Körper auf Dauer kompensieren", sagt Dr. Olaf Schumacher, Sportmediziner am Universitätsklinikum Freiburg.

Symptome erkennen:

"Übertraining zu diagnostizieren ist sehr schwierig, da es keine eindeutigen medizinischen Befunde gibt. Am besten ist es immer noch, in den eigenen Körper zu hören und seine Signale zu verstehen. Ein sicheres Zeichen für Übertraining ist es, wenn Belastungs- und Ruhepuls höher als normal liegen, der Maximalpuls jedoch seine Höchstmarke nicht mehr erreicht. Das sind die häufigsten und am leichtesten erkennbaren Symptome", sagt der Olympia-Arzt der deutschen Radfahrer. Weitere Erkennungszeichen für Überlastung: schnelle Ermüdung, verschlechterte Koordination, Verletzungs- und Infektanfälligkeit, Konzentrationsschwäche, Nervosität, Gereiztheit, Schlaflosigkeit, Depression, Nachtschweiß, wenig Appetit und verstärkt Lustlosigkeit, auch im Bett.

Die Sofortbehandlung:

"Innerhalb von ein bis zwei Wochen kann die komplette Symptomatik des Over-Reaching (also des Übertrainings) verschwinden, wenn sie gleich richtig reagieren", sagt der Experte. Am besten, Sie legen eine Pause ein. Wenn Sie unbedingt Sport treiben wollen, dann nur mit einem abwechslungsreichen Training. Läufer sollten zum Beispiel ins Schwimmbad gehen, Radfahrer und Schwimmer einen Mannschaftssport probieren. Auf jeden Fall sollten Sie keine Übungen mit hoher Intensität ausführen. Auch Spezial-Training sollte für Sie in dieser Situation tabu sein. Neben der physikalischen gibt's auch eine klimatische Therapie. Eine Reise in eine ruhigere Gegend kann sich positiv auf den Genesungsprozess auswirken.

Die Vorbeugung

So vermeiden Sie die häufigsten Fehler im Training. Erholen Sie sich ausgiebig von harten Einheiten (siehe Kasten), Krankheiten und Verletzungen. Steigern Sie die Anforderungen sorgsam, damit sich der Körper anpassen kann. "Pro Woche sollten Sie sich nur um zehn Prozent steigern. Entweder Umfang, Intensität oder Dauer, aber nie alles auf einmal. Zuerst Dauer, dann Umfang und erst zum Schluss die Intensität", so Schumacher. Ganz wichtig: Sie sollten weniger als ein Viertel Ihrer gesamten Trainingsbelastungen mit maximaler oder submaximaler Intensität ausüben. Betreiben Sie zum Ausgleich auch andere Sportarten, die Ihnen richtig Spaß machen - Sie vermeiden auf diese Weise außerdem allzu einseitige Belastungen.

Der Pausenplan

So viel sportfreie Zeit sollten Sie sich nach dem Training gönnen

BelastungErholung
leichtes Training5 - 8 Stundenintensives Schnellkrafttraining24 - 36 Stundenlanges Kraftausdauertraining24 - 48 StundenTraining bis zur Erschöpfungbis 72 Stunden

 

 

 

Gründe für den Trainingsabbruch erforscht

Keine Zeit!
Jeder dritte Einsteiger wird nach kurzer Zeit zum Aussteiger, weil er es nicht hinkriegt, das Training in den normalen Tagesablauf zu integrieren. Regelmäßige Termine im Studio passen einfach nicht in den beruflichen und privaten Zeitplan. Machen Sie sich klar, dass Fitness-Training ein wichtiger Beitrag für Ihre Gesundheit ist. Setzen Sie Prioritäten! Zwei- bis dreimal in der Woche 1,5 Stunden, die zu mehr Ausgeglichenheit und besserer Stressresistenz führen, das lohnt sich!

Keine Erfolge!
Wer zu hohe Erwartungen hat, ist schnell entmutigt. Laut Studie wird die sportliche Aktivität eher abgebrochen, wenn der Sportler glaubt, dass er die gesetzten Ziele nicht erreichen kann (jeder dritte Aussteiger glaubt nicht an sich, bei den "Durchhaltern" hat nur jeder Neunte Zweifel, seine Ziele zu erreichen). Wichtig ist es, das langfristige Ziel, wie "Ich will mehr Muskeln" in kurzfristig erreichbare Zieletappen einzuteilen: "In der nächsten Woche schaff ich fünf Kilo mehr."

Kein Spaß!
Nur wenn der Sport Spaß macht, wird er auch weitergeführt, bestätigt die Bayreuther Untersuchung. Achten Sie darauf, dass Sie sich körperlich wohl fühlen, Ihr Trainingsplan vielseitig und abwechslungsreich ist. Suchen Sie sich einen Partner, mit dem Sie Ihre Fitness-Runde im Studio gemeinsam drehen können. Oder vielleicht können Sie sich in Kursen besser motivieren?

Zu teuer!
Immerhin 19 Prozent der Befragten nannten "zu hohe Mitgliedskosten" und 18 Prozent "schlechte Bedingungen im Studio" (Räume, Atmosphäre) als Ausstiegsgrund. Deshalb den Sport-Ort vor dem Vertragsabschluss stets genau inspizieren, bei Unsicherheiten lieber erst mal mit einer Tageskarte trainieren, bevor Sie sich für Monate binden und dann doch nicht hingehen.

 

 

 

Wie Sie Sehnen, Bänder und Knorpel schützen

Das Saisonziel vor Augen, schrauben viele Männer nach der Winterpause ihren Trainingsumfang kontinuierlich in die Höhe. Ihre Philosophie: Wer im Training nicht leidet, hat noch nie richtig trainiert. Da muss man die Schmerzen im Achillessehnenbereich schon in Kauf nehmen, außerdem helfen ja Eisbandagen. Halt, stopp, bitte langsam: "Während Herz-Kreislauf-System und Muskulatur gut trainierbar sind, passen sich die Bindegewebestrukturen wie Sehnen, Bänder und Knorpel nur langsam innerhalb von Monaten an höhere Belastungen an", erklärt der Sportphysiologe Dr. Wolfgang Feil aus Tübingen. So kommen Sie ohne Schmerzen durchs Training.

1. Schaffen Sie Grundlagen!
Setzen Sie sich ein realistisches Saisonziel, und erarbeiten Sie sich einen langfristigen Trainingsplan. Sprechen Sie dazu mit einem Trainer aus Ihrem Verein oder bitten Sie einen erfahrenen Sportler um Mithilfe. "Erhöhen Sie Trainingsumfang und Geschwindigkeit nie gleichzeitig. Um Überlastungen zu vermeiden, sollte die Steigerung im Vergleich zur Vorwoche nicht über zehn Prozent liegen", so der Rat des Sportmediziners.

2. Ernähren Sie sich clever!
Mit gezielter Ernährung können Sie den passiven Bewegungsapparat kräftigen. Sogar langfristige Belastungen sind dann kein Problem mehr. Wolfgang Feil: "Bindegewebsstrukturen bestehen aus kollagenen Eiweißen. Der wichtigs-te Nährstoff für starke Sehnen und Gelenke ist die Kieselsäure mit ihrem zentralen Baustoff Silicium. Diese Substanz fördert die Bildung von kollagenen Eiweißfasern und sorgt für eine bessere Quervernetzung der Fasern mit der Grundsubstanz. Der passive Bewegungsapparat, also Sehnen, Bänder und Knorpel, wird durch die kieselsäurereiche Ernährung deutlich elastischer, belastbarer und auch fester."

3. Finger weg von Kieselerde-Pulvern!
Greifen Sie nicht zu mineralischer Kieselerde oder zu Kieselsäure-Präparaten – "die Aufnahmefähigkeit dieser Produkte beträgt im Darm weniger als ein Prozent", erklärt Feil. Viel besser sind natürliche Lebensmittel. Optimal ist der Ackerschachtelhalm-Extrakt. Aber auch Vollkornreis, Haferflocken, Hirse, Gerste oder Bio-Kartoffeln sind empfehlenswert. Feil: "Essen Sie bei Kartoffeln aus kontrolliertem Anbau unbedingt die Schalen mit, in ihnen stecken nämlich Riesen-Portionen Kieselsäure."

4. Trinken Sie Orangensaft!
Trinken Sie während der harten Leistungszyklen mindestens einen Liter Orangensaft nach dem Training – am besten frisch gepresst. Feil: "In Studien wurde die beste Bindegewebsentwicklung festgestellt, wenn die Ernährung reich an Silicium und an Vitamin C war."

5. Regenerieren Sie richtig!
Je schneller Sie nach dem Sport Eiweiß und Kohlenhydrate aufnehmen, desto schneller kommt Ihr Körper in eine erholende Stoffwechsellage. Natürliche Abbauvorgänge werden effektiv gestoppt. Trinken Sie im Anschluss an die Belastung (zusätzlich zum O-Saft) immer ein kohlenhydrat- und aminosäurenreiches Regenerationsgetränk (beispielsweise Ultra Refresher von Ultra Sports).

 

 

 

Schneller reagieren

Ob auf dem Motorrad, Mountainbike oder auf Inlineskates: Hängt der Winterschlaf noch in den Gliedern, kann es auf rasenden Rädern und Rollen gefährlich werden: Wie Sie Ihre Reflexe trainieren können.

Der Schnee ist weg, und die Sonne lacht — Zeit, sich auf Motorrad; Bike oder Skates den Wind um die Nase wehen zu lassen. Doch Vorsicht: Wer lange nicht mehr draußen unterwegs war, ist unfallgefährdet, die Reaktionszeit lässt zu wünschen übrig.
Mit diesen drei Übungen holen Sie die entscheidenden Hundertstel wieder rein:

Starten: Auf den Boden — fertig — los: Erst liegen Sie flach, doch auf Kommando (z.B. ein Wink, ein Klatschen) kommen Sie sofort von null auf hundert, sprinten los.

Windschatten: Sie stehen mit einem Basketball hinter Ihrem Trainingspartner und imitieren so schnell wie möglich alle seine Bewegungen — ein Dribbeln, Ausfallschritt nach hinten, einen Korbwurf …

Kurvenlage: Sie stehen auf einem Bein Ihrem Trainingspartner gegenüber, der Ihnen einen Tennisball zuwirft. Sie fangen und halten das andere Bein in der Luft.

 

 

 

Sieben Kraftübungen, mit denen Sie in kürzester Zeit einen perfekten Körper bekommen. Und danach: Vorsicht vor den Frauen!

Muskulöse Taillen

… werden von Frauen bevorzugt umarmt. Legen Sie sich seitlich in Schrittstellung auf eine Hyperextensions-Bank. Halten Sie die Hüfte gerade und in einer Linie mit dem gesamten Körper. Beugen Sie anfangs den Oberkörper so weit seitlich zum Boden, wie Sie die stabile Hüftstellung halten können. Danach heben Sie den Oberkörper so weit wie möglich nach oben. Den Taillen-Crunch kurz halten, danach den Körper wieder absenken.

Breite Schultern
... machen die Schulterpolster in den Jacketts überflüssig. Sie sitzen in der Schulterpresse, die Beine sind mehr als hüftweit geöffnet, die Füße stehen fest auf dem Boden und der Kopf liegt entspannt auf dem Polster. In der Ausgangsposition die Schultern bewusst nach hinten unten ziehen, der Rücken ist fest in das Polster gedrückt. Nun langsam die Griffvorrichtung zur Decke drücken, bis die Arme fast gestreckt sind. Danach ganz langsam absenken, bis die Gewichtsscheiben schon fast wieder aufeinander liegen.

Ein ausgeprägter Rücken
... lässt den Bauch flacher erscheinen. Stellen Sie zunächst die Polster der Rudermaschine so ein, dass in der Ausgangsposition Ihre Arme fast gestreckt sind. Dann ganz langsam die Maschinenarme nach hinten ziehen und dabei die Oberarme knapp auf Schulterhöhe halten. Es kommt darauf an, die Schulterblätter so weit wie möglich zusammenzuführen.

Einen knackigen Hintern
... finden Frauen an Männern ganz besonders sexy. Beim Training an der Gesäßmaschine kommt es erstmal darauf an, die Beine nicht durchzustrecken, um einen stabilen Stand zu bekommen. Die Hüfte befindet sich auf Höhe der Drehachse. Winkeln Sie das Bein der trainierenden Körperhälfte 90 Grad an. Langsam das Polster so weit wie möglich nach hinten drücken, dabei nicht mit dem Gesäß nach hinten kippen. Nur kurz halten, dann zurückführen. Später Seitenwechsel.

Kräftige Bauchmuskeln
... sind das Maß für einen attraktiven Männerbody. Justieren Sie den Sitz der Bauchmaschine so, dass sich das Frontpolster auf Brusthöhe befindet. Führen Sie Ihre untersten Rippen-bögen in Richtung Becken, als wären Ihre Bauchmuskeln eine Ziehharmonika. Dabei das Polster ohne Schwung nach unten drücken. Führen Sie es danach ganz langsam wieder zurück, ohne den Bauch zu entspannen.

Eine starke Brust
... wünschen sich Frauen zum Kuscheln. Legen Sie sich dazu auf die Schrägbank und heben die Langhantel mit etwas mehr als schulterweitem Griff aus der Halterung. Die Ellenbogen sind nicht ganz durchgestreckt. Vermeiden Sie unbedingt ein Hohlkreuz. Anschließend langsam die Hantel absenken, bis sie den Brustkorb nur kurz berührt. Für Anfänger ist es am besten, einen Partner zu bitten, bei der Hantelführung behilflich zu sein.

 

 

 

 

Pseudo-Pillen

Kopfweh ade – aber ein Fuß ist taub. Liegt’s an den Billig-Pillen, die Sie im Ausland oder online gekauft haben? Elmar Esser von der Vereinigung Deutscher Apothekerverbände sagt, wie Sie Mogelpackungen erkennen.

Nicht original verpackte Medikamente gehören in den Sondermüll. Besser: zum Labor-Test, um Mogelpackungen samt Anbieter aus dem Verkehr zu ziehen.

Ist das Verwendbarkeitsdatum unleserlich oder abgelaufen? Weg damit! Auch ein taggenaues Verfallsdatum sollte stutzig machen.

Ist der Beipackzettel nicht lesbar oder nur abgetippt? Fälschung!

Die Medikamentenpreise sind nach dem Apothekengesetz fix. Bei Billigpreisen handelt es sich mit ziemlicher Sicherheit um Attrappen.

Besonders im nichteuropäischen Ausland ist die Gefahr groß, an Fälschungen zu gelangen. Also, lieber die Reiseapotheke mitnehmen!

Achtung! Nicht frei verkäufliche Medizin (etwa Antibiotika) darf bei uns nur aus den Apotheken bezogen werden

 

 

 

Verletzungen - So helfen Sie sich selbst

Platzwunde
Sonntagmorgen auf dem Bolzplatz. Sie und Ihre Kollegen gegen eine Auswahl der Hausmeister der Umgebung. Als Sie im Strafraum zum Kopfball ansetzen, verpasst Ihnen Blockwart Wuttke eine Kopfnuss: Sie bluten wie eine abgestochene Sau.

Sofortmaßnahme
Ehrlich gesagt: Aufgeben und in die Klinik fahren wäre jetzt das Allerbeste. Aber natürlich wollen Sie Ihr Team nicht im Stich lassen. Die gute Nachricht: Auch eine starke Blutung stoppt irgendwann, wenn man Druck ausübt. Fürs Rückspiel packen Sie ein paar Steri-Strips ein. Mit diesen chirurgischen Klebestreifen lassen sich die Ränder einer Wunde zusammenheften. Danach geht’s jedenfalls gleich zum Arzt. Wird eine Platzwunde nicht penibel versorgt, verzögert sich die Heilung und die Narbe wird viel größer.


Muskelfaserriss
Nächster Sonntag, gleicher Bolzplatz. Sie treten an, noch 20 Meter bis zum Tor des Monats. Plötzlich spüren Sie einen stechenden Schmerz in der Wade und humpeln an den Spielfeldrand. Jemand murmelt was von Muskelfaserriss. „Nur Gehen ist noch möglich, ans Weiterspielen sollte man gar nicht denken“, warnt Dr. Kay-Uwe Hoffmann vom Krankenhaus für Sportverletzte in Lüdenscheid, Mannschaftsarzt des Handball-Bundesligisten VfL Gummersbach.

Sofortmaßnahme
Um schleunigst wieder antreten zu können, sollte der Muskelfaserriss sofort versorgt werden. Denn je mehr Blut in die Muskellücke strömt, desto länger dauert die Heilung. Eine frühzeitige Versorgung zahlt sich aus: „Pro unversorgter Stunde verlängert sich die Heilungszeit um einen Tag“, so Müller-Hörner. Zuerst lagern Sie das betroffene Bein hoch. Danach legen Sie einen Druckverband an – auch wenn’s wehtut – und kühlen mit Eiswasser, um die Schwellung zu verringern. Und Finger weg von Eissprays. Wer sie falsch anwendet, riskiert schwerste, verbrennungsähnliche Gewebeschäden. Später beim Sportmediziner wird der Bluterguss in der Muskellücke abgesaugt, und Sie bekommen einen Cocktail aus Vitaminen und Enzymen verabreicht.


Schlüsselbeinbruch
Eigentlich keine schlechte Idee, es noch mal mit Skifahren zu versuchen. Aber warum mussten Sie es übertreiben? Danken Sie Ihrem Schutzengel, dass bei dem Sturz kein Baum in der Nähe war. So ist wenigstens nur Ihr Schlüsselbein gebrochen.

Sofortmaßnahme
Selbstverständlich können Sie versuchen, die Sache bis zum Après-Ski alleine in den Griff zu bekommen. Sie winkeln den betroffenen Arm an und binden ihn in Schonhaltung vor den Bauch. Dann müssen Sie noch die beiden Bruchenden des Schlüsselbeins auf eine Höhe bringen und wie ein angeschossener Cowboy auf ein Stück Holz beißen. Mit etwas Glück kommen Sie derart provisorisch verarztet auch auf Ihren Skiern talwärts. „90 Prozent der Schlüsselbeinbrüche heilen mit einem professionellen Verband ohne weitere Komplikationen gut aus“, erläutert Handballer-Arzt Hoffmann.


Schulter ausgekugelt
Ehrensache, die Freundin zu verteidigen. Dass Sie das Sackgesicht neulich nicht einfach umgepustet haben, war nur Ihrer guten Laune zu verdanken. Zur Sicherheit wollen Sie dennoch Judo lernen. Doch bereits in der Schnupperstunde kugeln Sie sich die Schulter aus.

Sofortmaßnahme
„Ist die Schulter nur ausgekugelt, ist der Versuch erlaubt, sie an Ort und Stelle wieder einzukugeln“, sagt Dr. Hoffmann. Dazu legen Sie sich auf den Boden, bitten jemanden, seinen Fuß in Ihre Achsel zu stemmen und kräftig an Ihrem Arm zu ziehen. „Laien sollten dies aber nur einmal probieren, weil sonst der Gelenkknorpel mit hoher Wahrscheinlichkeit verletzt würde“, so der Experte. Gelingt es, die Schulter wieder einzurenken, sollten Sie trotzdem die Ursache klären lassen, damit es so schnell nicht wieder passiert. Gelingt es nicht, müssen Sie sowieso zum Arzt.


Bänderriss
Beim Training für den Marathon wollen Sie einen kleinen Wassergraben überspringen, da passiert es: Sie knicken mit einem Fuß so heftig um, dass Sie vor lauter Sternen nichts mehr sehen. Dass es sich nicht bloß um eine kleineVerstauchung handelt, beweisen die starken Schmerzen beim Auftreten und eine rasch zunehmende Schwellung.

Sofortmaßnahme
Ziehen Sie auf keinen Fall Schuhe und Strümpfe aus, denn beides wirkt wie eine stützende Schiene, ohne die mehr und mehr Gewebeflüssigkeit in das Verletzungsgebiet sacken würde. „Wenn Wasser in der Nähe ist, sollte man den Fuß mitsamt Schuh und Strumpf eintauchen, um das Gelenk auf diese Weise zu kühlen“, rät Triathlet Müller-Hörner. Anschließend Schuh und Strumpf ausziehen und das Gelenk mit Tape stabilisieren. In schweren Fällen ist eine Operation notwendig

 

 

 

Ihr erster Winter ohne Schnupfen

Abwehr von innen

Schnupfen bekämpfen
Die Rhinitis ist eine Virusinfektion der Nasenschleimhaut. Sie schwillt an, verstopft die Nase. Sie läuft, um den Erreger herauszuspülen. Ist das Sekret gelbgrün, haben sich Bakterien breit gemacht. Es droht Stirn-, Neben- oder Kiefernhöhlenvereiterung. Und nie die Löcher gleichzeitig durchpusten, so bläst man die Erreger in die Nebenhöhlen. Tipp: Grapefruit essen! Sie enthalten abschwellendes Glutathion. Die Tannine im Rotwein bewirken das Gegenteil. Ansonsten schonen und abwarten, der Körper wird damit fertig.

Nasenspülung
Vorbeugend und antiallergen wirkt die tägliche Reinigung der Schleimhaut von Erregern und Schmutz und damit auch vor Schnupfen. So geht’s: die spezielle Flasche (Apotheke) ans Nasenloch halten und nach Anleitung hergestellte Kochsalzlösung einströmen lassen. Sie läuft durch den Mund wieder ab.

Popeln verboten
Bei trockener Schleimhaut helfen rezeptfreie Öle und Salben aus der Apotheke. Damit verschwinden auch die getrockneten Sekrete, so genannte Popel. Finger weg! Wer dauernd bohrt, riskiert Schwielen auf der Schleimhaut. Diese stellt dann ihre Reinigungs- und Befeuchtungsdienste einfach ein. Wer es nicht lassen kann: nur entfernen, was locker sitzt.

Nase zu
Der Luftweg kann etwa durch wuchernde Schleimhautendungen (Muscheln) versperrt sein. Auch eine krumme Nasenscheidewand kann der Grund sein – ebenfalls keine große Sache für den Arzt.


Pflege von außen

Mitesser entfernen
Sie entstehen in verengten Talgdrüsenkanälen. "Blackheads" sind offen und können durch leichten Druck geleert werden. Der schwarze Punkt ist kein Schmutz, sondern der Hautfarbstoff Melanin. "Whiteheads" sind durch eine Verdickung der Hornschicht verschlossen, so dass der Talg nicht abfließen kann. Mit Reinigung gegensteuern, aber alkoholhaltige Wässer meiden. Seit 1998 gibt es Strips mit Beschichtung, die angefeuchtet auf die Nase gepappt und nach zehn Minuten entfernt werden. So werden viele Mitesser aus der Haut gezogen.

Säufernase behandeln
Die Talgdrüsen beginnen mitunter zu wuchern – im schlimmsten Fall wächst so ein Rhinophym auf die gleiche Größe wie die Nase heran. Der Arzt schneidet die Wucherungen einfach weg, bald sieht die Nase wie neu aus. Bei Weintrinkern tritt das Rhinophym häufiger auf.

 

 

 

Nebenwirkungen bei Medikamenten
 
Dass weniger oft mehr ist, trifft auch auf Dosierungen von Medikamenten zu. In mehreren aktuellen US-Studien wurde festgestellt, dass etwa jeder dritte Anwender auf Arzneimittel mit Unverträglichkeiten reagiert. „Während die meisten Menschen bei der Normaldosis problemlos von der erwünschten Hauptwirkung profitieren, sind andere schon mit der halben Menge des Wirkstoffs ausreichend bedient. Was darüber hinausgeht, macht diese Menschen krank“, warnt Professor Gerd Glaeske von der Abteilung für Arzneimittelversorgungsforschung der Universität Bremen.

Sind Sie empfindlich?
Hier sind die Alternativen
Aber Achtung!

Sind Sie empfindlich?
Das ist wahrscheinlich, wenn Sie auf Medikamente oder sogar auf Nahrungsmittel schon mal mit Nebenwirkungen reagiert haben, beispielsweise mit
Müdigkeit (bei Antiallergika neueren Typs, die eigentlich nicht müde machen);
Herzrasen, Schweißausbrüchen und Kopfschmerzen (zum Beispiel nach einer Betäubungsspritze vom Zahnarzt).
Ein weiteres Indiz ist die empfindliche Reaktion auf Kaffee oder schwarzen Tee, aber auch auf Alkohol.

Hier sind die Alternativen:
Eine Auswahl von Wirkstoffen, die bei Sensitiven in niedrigerer Dosis genauso gut wirken, dann allerdings mit weniger Nebenwirkungen als bei der Normaldosis:
Antiallergikum: Fexofenadin;
Blutdrucksenker: Atenolol, Captopril, Enalapril, Metoprolol;
Cholesterinsenker: Lovastatin, Pravastatin, Atorvastatin;
Antidepressiva: Fluoxetin, Trazodon;
Schlafmittel: Zolpidem.

Aber Achtung:
Die jeweils empfohlene Dosis sollte man keinesfalls auf eigene Faust reduzieren. „Es ist besser, unter ärztlicher Aufsicht mit einer niedrigen Dosis anzufangen und diese bei Bedarf zu erhöhen“, empfiehlt Professor Glaeske.