Fliegen & Verreisen

-Welcher Arzt im Ausland Deutsch spricht

-Wie Sie wirkungsvoll Flugangst überwinden

-Reisethrombose im Auto: So stoppen Sie die Gefahr

-5 Tipps, wie Sie sich vor dem Jetlag schützen

-So überstehen Sie Langstreckenflüge

-So erkennen Sie Billigflugzeuge

-So bekommen Sie Ihren Wunschplatz im Flugzeug

-Im Flugzeug auf Nummer sicher

-Risiken beim Baden

-Fünf Regeln machen das Baden im Pool zu einem unbeschwerten Vergnügen

-Fitness für den Rücken

-Erfrierungen - vorbeugen/was sie dagegen tun können

-Durchfall - vorbeugen/was sie dagen tun können

-So beugen Sie Lebensmittelvergiftungen vor

-So schützen sie sich vor der Sonne

-Verhaltentipps bei tropischen Temperaturen

-Von "Tourist" bis "Luxus" - dafür gibt's Sterne

-Wo sind die bequemsten Flugzeug-Sitze

-Checkliste - All-inclusive: Was es auch bedeuten kann

-Pannenhilfdienste in Europa - Europäische Hotlines im Notfall

-Fit auf Fernflüge

-Jetlag läst das Gehirn schrumpfen

 

INDEX


- ACHTUNG FALLE! -
-
BUSINESS & KARRIERE I. -
- BUSINESS & KARRIERE II. -
- FLIEGEN & VERREISEN -
- GELD ANLEGEN -
- GELD SPAREN -
- GELD VERDIENEN -
  - GEWINNSPIELE / WETTEN -
- HANDYS-, WEB-, PCTRICKS -
- INTERESSANTE URTEILE I. -
- INTERESSANTE URTEILE II. -
- INTERESSANTE URTEILE III. -
- KOSTENLOS -
- LIFESTYLE -
- MEDIZIN / GESUNDHEIT I. -
- MEDIZIN / GESUNDHEIT II. -
- MEDIZIN / GESUNDHEIT III. -
- MEDIZIN / GESUNDHEIT IV. -
- MIETEN & WOHNUNG -
- KARRIERE & BUSSINESS -
- SEX / LIEBE / PARTNERSCHAFT I. -
-
SEX / LIEBE / PARTNERSCHAFT II. -
-
SONSTIGES I. -
- SONSTIGES II. -
 - SONSTIGES III. -
 - SONSTIGES IV. -
-
STEUERTIPPS -
- SPEZIALINFORMATIONEN -
-
WIRTSCHAFT / BÖRSE -

TOPTHEMEN:
- DIE GEFÄHRLICHSTEN DROGEN -
- 30 TIPPS FÜR DIE REDE -
- DIE E-NUMMERN -
-
GEDÄCHTNISTRAINING -
- ERBE & TESTAMENT -
- GEKNACKTE PASSWÖRTER -
- DIE 1. MILLION -
- IHR GUTES RECHT -
- RECHTSFORMEN -

+++ www.insiderverlag.de +++
 

 

 

So überstehen Sie Langstreckenflüge

Warum vermiesen einem dann so häufig Husten, Schnupfen und Heiserkeit ausgerechnet die ersten Urlaubstage?
Bei einem Flug in zehn bis 14 Kilometern Höhe herrscht in der Kabine ein Luftdruck wie auf einem 2000 Meter hohen Berg. Dadurch steigen Puls- und Atemfrequenz, es gelangt zu wenig Sauerstoff in den Organismus. Hinzu kommen noch andere belastende Faktoren, zum Beispiel die Neutronenstrahlung bei Lufttrockenheit, der erhöhte Ozonspiegel (gerade bei Billigfliegern, die ihre Jets nicht mit Filtern ausrüsten) oder das Versprühen von Pestiziden in der Kabine.

Wir wirkt dieses Klima auf den Körper?
Er empfindet es als Stress und regt über bestimmte hormonelle Reaktionen (Ausschüttung vor allem von Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol) das körpereigene Immunsystem an, vermehrt Abwehrzellen zu bilden.

Wenn aber das Flugzeug doch ein fast keimfreier Ort ist ...
... haben die neu gebildeten Abwehrzellen eigentlich gar nichts zu tun. Deswegen sterben die soeben vom Immunsystem ausgeschütteten weißen Blutkörperchen und die vorsorglich aktivierten Lymphozyten nach einiger Zeit wieder ab. Sie begehen sozusagen den programmierten Selbstmord, denn im Organismus sind ja überhaupt keine Krankheitserreger vorhanden, die sie dort bekämpfen könnten.

Und das passiert ausgerechnet dann, wenn man gerade gelandet ist?
Ganz genau. Durch dieses Immun-Tief sind die körpereigenen Abwehrkräfte ungefähr zwölf bis 24 Stunden nach einem Langstreckenflug geschwächt. Wenn man in dieser Phase tatsächlich mit Keimen konfrontiert wird, kann das Immunsystem nicht so schnell reagieren, die Wahrscheinlichkeit einer Infektion steigt. Besonders, wenn die Keime am fernen Urlaubsort dem körpereigenen Abwehrsystem total unbekannt sind und es nicht auf gespeicherte Waffen aus der letzten Schlacht zurückgreifen kann.

Wie können sich Flugreisende denn in dieser Situation schützen?
Eine sinnvolle Vorbeugung schon im Flugzeug ist derzeit nicht bekannt - mal abgesehen von den gängigen Ratschlägen (z. B. viel trinken). Die Ansteckung nach einer Landung geschieht meist über Tröpfcheninfektionen. Daher kann man durch vorbeugende Hygienemaßnahmen das Infektionsrisiko am Urlaubsort zumindest verringern. So ist es beispielsweise sinnvoll, in den ersten 24 Stunden Menschenansammlungen zu meiden, nichts "Riskantes" zu essen bzw. zu trinken und sich viel Ruhe zu gönnen, um den Viren und Bakterien keine Chance zu geben.

 

 

 

So erkennen Sie Billigflugzeuge

Schon mal was von einem "Last Crew Call" gehört? Das ist die Situation, wenn das Flugzeug und die Passagiere startbereit, aber der Pilot und seine Crew leider unauffindbar sind – und ausgerufen werden müssen. Das gab’s schon mal bei der Sultan Air auf dem Düsseldorfer Flughafen. Die Sultan Air existiert nicht mehr. Wenn Sie länger als manche Billigflieger leben wollen, sollten Sie auf diese Signale achten:

  • Hängt vorne am Cockpit eine lange Liste, wer die Maschine von wem geleast hat, der sie wieder von jemand anders geleast hat, dann gleich wieder die Gangway runter.
  • Hat jeder Sitz eine Beschriftung in einer anderen Sprache, werden Sie mal in Kyrillisch, mal in Arabisch aufgefordert, die Sitzgurte zu befestigen, dann stammt die Inneneinrichtung aus einem Secondhand-Laden, die Technik möglicherweise auch. Schnallen Sie sich wieder los.
  • Testen Sie, ob die Schwimmweste an ihrem Platz ist, die Gurte und die Gepäckfächer ordentlich schließen. Wenn nicht, dann sind die Sicherheitskontrollen äußerst lax.
  • Verzögert sich der Start, weil hektische Handwerker an der Maschine herumwerkeln, ist Vorsicht geboten. Die Ansagen der Crew verharmlosen oft den Defekt. Erkundigen Sie sich nach den genauen Ursachen oder verzichten Sie auf diesen Flug.
  • Rechtlich umstritten ist die Frage, ob der Passagier bei begründeten Sicherheitsbedenken vom Flug zurücktreten und Kostenersatz fordern kann. Im schlimmsten Fall aber sollte Ihnen Ihr Leben ein verfallendes Ticket wert sein.

 

 

 

So bekommen Sie Ihren Wunschplatz im Flugzeug

Spielernaturen fiebern besonders bei Langstreckenflügen dem Check-in wie einer Pokerpartie entgegen. Denn Glück gehört schon dazu, den besten Platz im Flugzeug zu ergattern. Dem Glück kann man aber nachhelfen:
Checken Sie frühzeitig ein und verlangen Sie ausdrücklich die Plätze, die am meisten Beinfreiheit bieten. Fragen Sie am Counter, mit welchem Flugzeugtyp Sie fliegen. Wir sagen Ihnen, wo die besten Plätze sind:
 

  • Airbus 310 (Langstrecke)
    Wenn Sie zu den Privilegierten gehören und First class (F) fliegen, setzen Sie sich in die Schlafsessel 1A oder 1C. Dort wird Ihnen eine noch unberührte Vorspeisenplatte präsentiert, Sie wählen Ihr Lieblingsstück vom Hummer. In der Business class (C) drängen Sie auf Platz 21C oder 21H (direkt neben den Sitzen der Flugbegleiter) – näher können Sie einer Stewardeß nicht kommen. Auf den Plätzen 43D, 43E, 43G in der Economy class (M) wird es Ihnen bestimmt nicht langweilig: Hier hinten tobt die Party – mit Rauchern, die keinen Raucherplatz mehr bekommen haben, mit Zweimetermännern, die sich die Beine vertreten müssen, und ungeduldigen Anwärtern für die immerzu besetzten Toiletten …

     
  • Airbus 300–600 (Langstrecke)
    Ein Geheimtip für trinkfreudige Busineß-Flieger: Bei den Plätzen A, C, D, E, G, H, K der Reihe 26 werden die Getränkewagen geparkt. Sie sitzen an der Quelle! Für Langbeiner, die Economy fliegen, sind die Plätze A, C, H, K der Reihe 34 wie geschaffen. Da sie an der Tür liegen, werden Hitzestaus vermieden. Auf den Plätzen 34C und 34H gehen Sie bei Start und Landung auf Tuchfühlung mit der Stewardeß.
     
  • Boeing 747/200 (Langstrecke)
    Sie fliegen First. Auf dem Platz 81C (Oberdeck) sitzen Sie quasi direkt hinter dem Kapitän. In der Business class sitzen Sie auf den Plätzen 1A, 1C, 1H, 1K in der ersten Reihe, haben viel Beinfreiheit und können ungestört arbeiten oder ruhen. Wenn Sie mit Economy vorliebnehmen müssen, setzen Sie Prioritäten. Wenn Sie für Beinfreiheit gerne den nahen Toilettenblock und die umliegende Mutter-Kind-Reihe in Kauf nehmen, wählen Sie in Reihe 32 die Plätze A, B, C, H, J, K. Überstehen Sie keinen Flug ohne kaltes Bier, sitzen Sie auf den Plätzen D, E, F, G in Reihe 45 richtig. Häufiges Türschlagen bringt Sie dort nicht aus der Ruhe. Reisen Sie in netter Gesellschaft, empfehlen wir die Plätze B, C, H, J in den einzigen Zweierreihen 45–56. Nichtraucher sind hier jedoch fehl am Platze.
     
  • Airbus 340 (Langstrecke)
    Für eingefleischte Singles eignen sich in Kategorie First die einzigen Einzelsitze, die es auf Langstreckenflügen gibt: 1E und 2E – eigenes Staufach in der Armlehne eingeschlossen. Weniger exklusiv, dafür ruhig gelegen, sind die Plätze H, K, A, C der 3. bzw. 4. Reihe in der Business class. Sie werden von der beengenden Rückenlehne ihres Vordermanns verschont und können Ihr Sakko bequem auf den Bügel hängen. Dafür sitzen Sie an der Grenze zur Rauchersektion der First class. Economy-Vielflieger verbinden mit den Platznummern 38D oder 38G geräuschvolle Stöße gegen die Rückenlehne. Selbst die erfahrenste Stewardeß kommt hier mit ihrem Essenswagen immer wieder vom Kurs ab.
     
  • Boeing 747/400 (Langstrecke)
    Echtes Klub-Ambiente herrscht für First-Reisende in Reihe 83 auf den Sitzen A, C, H, K. Wer sich nur die Business class leisten möchte, sich aber trotzdem für sehenswert hält, wählt die Platznummern 5D oder 5G. Dort fallen Sie ins Auge. Wer unerkannt ans Ziel kommen will, nimmt mit 1A oder 1K vorlieb und bleibt von neugierigen Blicken und Durchgangsverkehr verschont. Gehören Sie zu denen, die gern zuschauen, wenn’s brennt, nehmen Sie in der Kategorie Economy die Plätze A, B oder C der 41. Reihe ein: Bei Feuer im Cargo-Bereich sitzen Sie in der ersten Reihe. Spezialplätze für Filmmuffel gibt es in Reihe 45, Sitz A, B, C: Die Leinwand sehen Sie von dort aus garantiert nicht.

 

 

 

 

Im Flugzeug auf Nummer sicher

Wenn man bei einem Flugzeugunfall ein paar Regeln beachtet, können sich die Chancen für das eigene Überleben beträchtlich erhöhen.

Schuhe anbehalten
Das Szenario nach einer Bruchlandung: Der Kabinenboden besteht nur noch aus scharfkantigen Metalltrümmern, überall liegen spitze Kunststoffsplitter verstreut. Barfuß durch diese Hölle? Besser nicht, deshalb: Bei Start und Landung immer die Schuhe anbehalten. Auch bei einer Evakuierung der Maschine über Notrutschen bleiben die Schuhe angezogen (entscheidende Ausnahme: hochhackige Pumps, die die Rutsche zerreißen könnten).

Kleidung aus Naturfasern
Bei Feuer sind Leder oder Naturfasern wie Wolle oder Baumwolle am besten, künstliche Fasern wie Polyester oder Nylon können bei Hitze schmelzen. Frauen sind Hosen zu empfehlen, enge Röcke können bei der Evakuierung hinderlich sein.

Kontaktlinsen tragen
Dies gilt natürlich nur für Brillenträger, die Kontaktlinsen besitzen. Ansonsten: Vor einer Notlandung die Brille absetzen, um die Augen vor Verletzungen durch eventuell brechendes Glas zu schützen.

Sicherheitsgurte straffen
Die Sicherheitsgurte müssen bei Start und Landung straff über die Hüften gespannt sein, sonst besteht bei einem Unfall die Gefahr, darunter herauszurutschen und sich innere Verletzungen zuzuziehen. Während des Fluges sollten die Gurte ständig angelegt sein, dann reicht eine lockere Spannung.

Richtige Körperhaltung
Wenn Ihr Flugzeug notlanden muß, ist die richtige Körperhaltung wichtig. So verhindern Sie Kollisionen mit umherfliegenden Gegenständen (und auch schwere Verletzungen): Entweder Kopf auf die Knie und die Oberschenkel mit den Armen umklammern. Falls der Platz dafür nicht reichen sollte: Beugen Sie den Oberkörper nach vorn und legen Sie den Kopf auf die gekreuzten Arme, während die Hände fest die Oberkante der Lehne des Vordersitzes umklammern.

Sitzplatzwahl
Welcher ist der sicherste Sitzplatz? Alle Experten sagen: Den gibt es nicht, dazu sind die Unfälle zu unterschiedlich. In der Nähe eines regulären Ausgangs oder direkt an einem Notausstieg über den Tragflächen zu sitzen ist jedoch nie verkehrt. Nur: Fast alle Türen wollen verschieden geöffnet werden. Deshalb die Sicherheitskarte aus der Sitztasche nehmen und genau durchlesen. Sie klärt über die Funktionsweise der jeweiligen Ausstiege auf.

Simulation im Kopf
Spielen Sie vor dem Start einen Notfall im Kopf durch! Wo liegt der nächste Ausgang? Wie kann ich ihn öffnen? Wo befindet sich ein alternativer Ausstieg, falls der erste versperrt oder unbenutzbar ist? Zählen Sie die Sitzreihen bis zum nächsten Ausstieg, denn nach einer Bruchlandung ist die Kabine oft verqualmt und die Notbeleuchtung am Boden ausgefallen. Aber verlassen Sie das Flugzeug erst, wenn die Crew ihr Okay dazu gibt. Sonst kann der Sprung aus dem Flieger nicht auf die Rutschbahn, sondern ins Leere gehen. Oder man wird - falls die Triebwerke noch laufen - von den Turbinen angesaugt.

 

 

 

 

Risiken beim Baden

Urlauber in Mittelmeerländern klagen immer häufiger über unangenehme Hautreizungen. Sie sind meist auf verschmutzte Gewässer und Sandstrände zurückzuführen.

Statt auf ein dünnes Handtuch, sollte man sich besser auf eine Iso-Matte oder auf Felsen legen.

Plastikbadeschuhe schützen vor scharfkantigen Muscheln und Seeigel-Stacheln. Ein altes Fischer-Rezept hilft gegen Stiche: Legen Sie eine mit Weinessig getränkte Kompresse auf die Wunde. Das löst über Nacht zumindest die Stacheln auf, die kurz unter der Hautoberfläche stecken.

Wenn sie nicht von den einheimischen Behörden ausdrücklich freigegeben wurden, sollten Urlauber nicht in tropischen Seen oder Flüssen baden. Diese Gewässer sind häufig durchsetzt von Parasiten, die schwere Krankheiten auslösen können (zum Beispiel Bilharziose: Hakenwürmer, die Jahre später die inneren Organe zerstören). Oder man begegnet gefährlichen kleinen Raubfischen (Piranhas im Amazonasgebiet), die ganze Körperteile abfressen.

 

 

 

 

Fünf Regeln machen das Baden im Pool zu einem unbeschwerten Vergnügen

Tragen Sie Badeschuhe. Auf Teppichen und Matten halten sich Pilzsporen und Keime besonders hartnäckig.

Vermeiden Sie Hautkontakt. Benutzen Sie auf Liegen, in der Umkleidekabine und in der Sauna immer ein Handtuch als Unterlage, und zwar stets mit derselben Seite nach unten.

Ziehen Sie Ihre Badekleidung nach dem Baden rasch aus, damit die Haut nicht zusätzlich aufweicht.

Duschen Sie vor und nach dem Baden. Trocknen Sie auch Ihre Füße gut ab. Das ist die beste Vorbeugung gegen Fußpilz.

Es bringt nichts, sich vor dem Bad dick mit Vaseline einzucremen. Ganz im Gegenteil: Manche Keime setzen sich auf Fett besonders gern fest.

 

 

 

 

Fitness für den Rücken

Wie anstrengend das Reisen sein kann: Schweres Gepäck heben und schleppen, stundenlang bewegungslos sitzen, in ungewohnten Betten schlafen. Das ist für den Rücken ganz und gar keine Erholung. Wer nicht regelmäßig Sport treibt, dem können vielleicht unsere Tips helfen, das Kreuz zu schonen:

Nehmen Sie statt eines großen Koffers lieber zwei kleinere mit. So wird der Rücken regelmäßig belastet. Noch besser ist ein Rucksack, den man individuell einstellen kann. Rollenkoffer sollten ausreichend lange Griffe haben, damit Sie sich beim Ziehen nicht bücken müssen.

Tragen Sie das Gepäck möglichst nahe am Körper. Je kürzer der Hebel, desto weniger Kräfte müssen sie einsetzen. Wollen Sie einen Koffer ins Auto laden, dann stellen Sie ihn gleich an der Kante des Kofferraums ab und schieben ihn tief hinein. Gehen Sie bei einem schweren Gepäckstück erst in die Knie und heben es dann mit geradem Rücken.

Bahn und Schiff sind weit rückenfreundlicher als Flugzeug und Auto, weil Sie sich während der Fahrt bewegen können. Legen Sie viele Pausen ein, wenn Sie mit dem Auto unterwegs sind. Das entlastet die Bandscheiben.

Verändern Sie während des Sitzens so oft wie möglich die Position. Auch kleine Veränderungen entlasten das Kreuz, z.B. durch das Verstellen der Rückenlehne im Auto.

Recken und strecken Sie sich, wann immer möglich. Besonders wirksam sind isometrische Übungen, bei denen die Muskeln gegen einen eingebildeten Widerstand dreißig Sekunden lang angespannt und wieder entspannt werden. Beispiele: Handfläche gegen Handfläche oder Hände unter die Oberschenkel und nach oben pressen.

Betten Sie sich mit Sorgfalt: Sollten Sie eine durchgelegene Matratze vorfinden, bitten Sie im Hotel um ein neues Zimmer. Notfalls können Sie die Matratze eines zu weichen Bettes einfach auf den Boden legen.

Geben Sie im Urlaub auch Ihrem Rücken frei: Legen Sie sich nicht auf die erstbeste ausgebeulte Liege am Strand, sondern bewegen Sie sich so viel wie möglich. Das ist gut für die Bandscheiben und für die Seele.

 

 

 

 

Erfrierungen - vorbeugen/was sie dagegen tun können

Erfrierungen beginnen fast unmerklich. Die Haut kühlt ab, irgendwann tut sie ein bißchen weh, aber der Schmerz vergeht rasch. Die betroffene Stelle wird gefühllos und taub. Erfrierungen können schon bei Temperaturen über null Grad auftreten. Entscheidend ist der Wind, der die Kälte agressiv macht. Minus zehn Grad wirken bei Windstärke vier beispielsweise wie minus 30 Grad auf der Haut. Nässe verstärkt den Effekt zudem. Gefährdet sind vor allem Stirn, Wangen, Nase, Kinn, Ohren, Finger und Zehen.

Erfrierungen ersten Grades sind relativ harmlos. Erwärmt sich die Haut wieder, rötet sich das zuvor blasse Gewebe, quillt etwas auf, fühlt sich pelzig an und verfärbt sich in schweren Fällen violett. Die Rötung verschwindet oft innerhalb weniger Stunden. Ausgekühlte Hände und Füße bewegen oder an warme Körperstellen halten, aber auf keinen Fall mit Schnee einreiben (die Eiskristalle können die Haut verletzen und noch empfindlicher machen). Erfrorene Gliedmaßen sollten nach und nach aufgewärmt werden (z.B. Füße in kaltes Wasser halten und heißes Wasser langsam zugießen).

Bei Erfrierungen zweiten Grades wirft die Haut Blasen, schwillt stark an und wird dunkelrot - ähnlich wie bei Verbrennungen. Platzen die Blasen auf , drohen Infektionen durch eindringende Krankheitskeime. Um das zu verhindern, sollten die Blasen auf keinen Fall mit Salben, Cremes oder Lotionen eingerieben werden. Besser sind sterile Verbände.

Bei Erfrierungen dritten Grades verfärbt sich das Gewebe schwarz. Dazu kann es allerdings nur in Extremsituationen kommen.

Unterkühlt der Körper allgemein, reduziert er die Temperatur der Extremitäten, um Herz- und Stamm-Organe zu schützen. Nach dem "Kältezittern" werden die Betroffenen gleichgültig und wirken apathisch. Ab 30 Grad Körpertemperatur droht Bewußtlosigkeit. Unterkühlte müssen in Ruhelage abtransportiert werden.

Zur Vorbeugung:

  • Ausreichend bewegen
  • Die Haut gegen Wind abschirmen
  • Gegen Sonne schützen. UV-Strahlen greifen die Haut an und machen sie damit kälteempfindlicher.

 

 

 

 

Durchfall - vorbeugen/was sie dagen tun können

Zwei Drittel aller Urlauber im Süden oder den Tropen kennen das Problem Durchfall: Bakterien, Würmer oder einzellige Parasiten machen den Stuhlgang zum Gerenne, meist zwischen dem dritten und neunten Tag, manchmal den ganzen Urlaub über. Die ungebetenen Gäste gelangen oft über nicht einwandfreie Nahrung in den Darm. Deshalb sollten Speisen entweder gekocht, geschält oder ganz einfach liegengelassen werden. Was Reisende sonst noch beherzigen sollten:

  • Auf Eiswürfel im Drink verzichten.
  • Kein Leitungswasser, sondern gut gekühltes Mineralwasser trinken. Unbedenklich sind auch Säfte, Limonade und Bier aus frisch geöffneten Flaschen, Tee, Kaffee und Wein.
  • Selbstversorger sollten Wasser grundsätzlich abkochen.
  • Obst immer schälen oder frisch zu Saft pressen.
  • Vorsicht mit Wassermelonen: mancherorts werden sie mit Leitungs- oder Flußwasser gespritzt. (Die Injektion erhöht das Gewicht, den Preis und das Risiko.)
  • Kein offenes Speiseeis essen, kein rohes Fleisch und keinen rohen Fisch. Auf rohe Meeresfrüchte (Muscheln, Seespinnen) verzichten. Krankheitskeime lassen sich nur durch Kochen abtöten.
  • Keine Salate essen, die mit Mayonnaise angemacht sind, keine Geflügelsalate (auch nicht vom Buffet eines Fünf-Sterne-Hotels). Salmonellen sind im Süden und in den Tropen wesentlich weiter verbreitet als hierzulande. Vorsicht bei den Enteneiern, sie enthalten oft ein Vielfaches der Salmonellenfracht von Hühnereiern!
  • Was auf den Tisch kommt, sollte durchgegart und durchgebraten sein und noch dampfen. Temperaturen über sechzig Grad Celsius töten sowohl Viren als auch Bakterien. Vorsicht ist geboten bei Speisen, die mit Folie abgedeckt warmgehalten werden. Das darunter entstehende Treibhausklima verschafft Mikroorganismen ideale Wachstumsbedingungen.

    Ist der Durchfall einmal da, können einfache Hausmittel den Darm wieder beruhigen:
  • Altbewährte Hilfen sind Salzstangen und Cola, Fleischbrühe und ein Liter schwarzer Tee (mit einem Teelöffel Salz, zwei Eßlöffeln Zucker und dem Saft von zwei Orangen oder einer Zitrone). Das gleicht den Flüssigkeits- und Salzverlust rasch aus.
  • Läßt der Durchfall auch nach drei Tagen nicht nach, sollten Urlauber einen Arzt aufsuchen. Bei bakteriellen Infekten sind Antibiotika am wirksamsten. Dazu zählen Mittel mit den Wirkstoffen Ciprofloxacin oder Ofloxacin (beide rezeptpflichtig).

 

 

 

 

So beugen Sie Lebensmittelergiftungen vor

  • Nur essen und trinken, was durchgebraten, durchgekocht oder geschält ist. Sonst die Speisen lieber liegenlassen.
  • Kein Leitungswasser, sondern gut gekühltes Mineralwasser trinken. Unbedenklich sind auch Säfte, Limonade und Bier aus originalverschlossenen Flaschen sowie Kaffee, Wein und Tee.
  • Selbstversorger sollten Wasser grundsätzlich abkochen.
  • Obst immer schälen oder frisch zu Saft pressen.
  • Vorsicht mit Wassermelonen: mancherorts werden sie mit Leitungs- oder Flußwasser gespritzt. (Die Injektion erhöht das Gewicht, den Preis und das Risiko.)
  • Auf offenes Speiseeis, unpasteurisierten Käse und andere Milchprodukte verzichten. Keine rohen oder halbgaren Eier oder Salate essen.
  • Vorsicht ist geboten bei Speisen, die mit Folie abgedeckt warmgehalten werden. Das darunter entstehende Treibhausklima verschafft Mikroorganismen ideale Wachstumsbedingungen.
  • Keine säurehemmenden Magenmittel einnehmen. Magensäure ist die beste Barriere gegen schon geschluckte Erreger.

    "Echte" Vergiftungen sind selten, aber umso gefährlicher:
  • Ciguatera-Vergiftungen können nach dem Genuß von tropischen Fischen aus dem Pazifik und der Karibik auftreten. Dabei werden Nervengifte durch im Fisch lebende Einzeller übertragen. Die Symptome (einige Stunden nach dem Essen): Darmkrämpfe, Schwitzen, Schüttelfrost, Erbrechen, Krämpfe und ein taubes Gefühl und Brennen im Mundbereich. Sofort den Arzt aufsuchen.
  • Werden dunkelfleischige Fische ( z.B. Makrelen, Thunfisch) zu warm gelagert, können Histamine entstehen. Das Fischgericht kann dann metallisch oder pfefferig schmecken. Es kommt zu roten Flecken auf der Haut, Atemproblemen, heftigen Bauchschmerzen und Erbrechen. Sofort einen Arzt aufsuchen.
  • Durch schlecht konservierte und unsachgemäß konservierte Fisch- und Fleischwaren können sich Toxine bilden, die im schlimmsten Fall durch Atemlähmung zum Tod führen können.
  • Weniger gefährlich sind Lebensmittelvergiftungen durch Staphylokokken, Kolibakterien oder Eiterkeimen. Hinzu kommen Viren, Bakterien und Einzeller, die Durchfall, Übelkeit und Erbrechen auslösen können.

 

 

 

 

So schützen sie sich vor der Sonne

Einige wenige Regeln schützen:
Vor allem in der Mittagszeit im Schatten bleiben.

Nie ohne Sonnenhut oder Schirmkappe an den Strand.

Beim Baden Schultern, Arme und Gesicht mit wasserfestem Sonnenschutzmittel eincremen. Vorsicht beim Schnorcheln! Kopf, Schultern, Rücken und oft auch die Waden bleiben der UV-Strahlung ausgesetzt.

Je nach Hauttyp nicht länger als zehn Minuten bis maximal dreißig (dunkle Typen) in der Sonne brutzeln. Auch wer mehrmals täglich ein Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor aufträgt, kann insgesamt nicht länger in der Sonne bleiben. Die Schutzwirkung addiert sich nicht.

Bei Spielen am Strand oder im Garten immer leichte und luftige Baumwoll-, Seiden- oder Leinenkleidung tragen, die Schultern, Arme und Beine bis zum Knie bedecken. (Keine Synthetics, die stauen die Körperwärme!)

Wenn es zu spät ist:
Wer trotz allem in der Sonne einschläft und mit Kopfschmerzen, Fieber und Übelkeit wieder erwacht, hat wahrscheinlich einen Sonnenstich oder Hitzeschlag: Erste Hilfe: Ab in den Schatten, ins Haus, hinlegen, Kleidung öffnen, mit lauwarmen Wasser abduschen oder waschen, viel trinken.

 

 

 

 

Verhaltentipps bei tropischen Temperaturen

Wir können unserem Körper aber dabei helfen, besser mit der Hitze fertig zu werden:

  • Helle Kleidung und Kopfbedeckung sind angesagt, im Schatten bleiben, faul sein.
     
  • Essen Sie eiweißarm, denn Proteine lassen die Körpertemperatur stärker ansteigen als Kohlenhydrate.
     
  • Helfen Sie Ihrem Körper beim Schwitzen: Besprühen Sie mit einem Wasserfläschchen ab und zu Arme, Beine, Nacken und Gesicht. Oder verteilen Sie es an den Außenseiten des Halses, in den Armbeugen und den Kniekehlen.
     
  • Schützen Sie sich auch vor einem Kälteschock in klimatisierten Räumen.
     
  • Meiden Sie Nikotin und alkoholische Getränke.
     
  • Kalte Getränke sind zwar erfrischend, aber auch ein schlechter Durstlöscher und sie erhöhen die Schweißproduktion. Besonders ältere Menschen sollten ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Trinken Sie in regelmäßigen Abständen, etwa alle 20 Minuten, einen kleinen Becher Wasser.
     
  • Teure Elektrolyt-Getränke oder Salztabletten müssen Sie übrigens nicht zu sich nehmen. Auch wer hin und wieder etwas Salziges isst, ersetzt das beim Schwitzen verlorene Salz ohne Schwierigkeiten.
     
  • So können Sie sich vorbereiten:
    Regelmäßige Anstrengungen bei hohen Temperaturen lassen den Körper leichter, aber weniger salzig schwitzen und trainieren auch Herz und Kreislauf. Bei kühlem Wetter kann als Vorbereitung ein leichtes Konditionstraining helfen, außerdem Saunabesuche und Wechselduschen.

 

 

 

 

Von "Tourist" bis "Luxus" - dafür gibt's Sterne


*Tourist

Zimmergröße: EZ 8, DZ 12 qm

Die Zimmer-Ausstattung beschränkt sich auf Bett, Schrank, Lampe, Frottiertuch, Papierkorb, Fußmatte, und Waschbecken mit fließend Kalt- und Warmwasser. Etagenbad und WC pro 10 Betten ohne Dusche und Toilette. Telefon außerhalb des Zimmers.



**Standard

Zimmergröße: EZ 12, DZ 16 qm

Zusätzlich zur Touristenklasse: Nachttischlampe, Kofferablage, Tisch, Sitzgelegenheit, Seife und Badetuch. 50% der Zimmer mit Dusche und WC; Etagenbad und WC pro 10 Betten ohne Dusche und Toilette. Telefon außerhalb des Zimmers. Hygienebeutel gratis.



***Komfort

Zimmergröße: EZ 14, DZ 18 qm

Zusätzlich zur Standardklasse: eine Sitzgelegenheit pro Bett, Ablagefläche, Ankleidespiegel. 90% der Zimmer mit Dusche und WC, pro 10 Betten ohne Dusche/WC ein Etagenbad/WC. Direktwahltelefon in allen Zimmern. 70% der Zimmer mit Radio-/TV-Anschluß; die Geräte werden kostenlos zur Verfügung gestellt. Hygienebeutel, Schaumbad, Hotel- und Orts-Infos gratis. Restaurant im Haus.



****First Class

Zimmergröße: EZ 16, DZ 24 qm

Zusätzlich zur Komfortklasse: Sitzgruppe, Leselampe, Zusatzdecke und Kosmetikspiegel. Alle Zimmer mit Dusche, WC und Direktwahltelefon; 24 Stunden Telefonbereitschaft. Alle Zimmer mit Radio- und TV-Anschluß, Geräte werden kostenlos zur Verfügung gestellt. Gesichtstücher, Nähzeug, Schuhputzzeug, Schreibtischmappe und Schreibgerät gratis. Restaurant im Haus.



*****Luxus

Zimmergröße: EZ 18, DZ 26 qm

Zusätzlich zur First Class: Bademantel, Fön. 80% der Zimmer mit Bad und WC; 20% mit Dusche und WC. Zwei Restaurants im Haus. Sonst wie First Class.

 

 

 

 

Wo sind die bequemsten Flugzeug-Sitze

In welchem Flugzeugtyp sitzt man wo am besten? Da es gerade in der Economie-Class meistens eng zugeht, ist es von Vorteil, die Plätze zu kennen, an denen zumindest die Beine etwas mehr Platz haben. Hier einige Hinweise:

Airbus A 310
Dieser Zweistrahler wird bei Hapag-Lloyd auf Mittel- und Fernstrecken eingesetzt, während er bei der Lufthansa über den Atlantik fliegt. Hapag-Lloyd setzt zwei Versionen ein: Die A310-200 und die gleich große -300, die über eine größere Reichweite und weniger Plätze verfügt.  Bei Hapag-Lloyd (beide Versionen) die Plätze 1 DEG sowie Reihe 15 (Notausgang, 15BC und 15HK bieten sogar extrem viel Beinfreiheit). Bei der Lufthansa in der Economy-Klasse die Reihe 28.

Boeing 737
Das meistgebaute Flugzeug der Welt wird in Deutschland von Condor, Germania, Hapag-Lloyd und der Lufthansa auf Kurz- und Mittelstrecken eingesetzt. Erschwerend bei der Platzsuche: Den Typ gibt's in drei verschiedenen Versionen: Boeing 737-300, -400 und -500. Die Reihe am Notausgang. Bei Condor Reihe 12, bei Hapag-Lloyd 737-400 Reihe 14, mehr Fußraum auch in Reihe 13, bester Platz: 13A (kein Vordersitz). In der Hapag-Lloyd 737-500 Notausstieg in Reihe 11, bester Platz: 2F (kein Vordersitz). Lufthansa hat sechs verschiedene 737-Kabinen sowie eine flexible Business Class, daher beim Check-in erkundigen.

Boeing 747-400
Der klassische Langstreckenjet wird in seiner neuesten Version von vielen großen Liniengesellschaften weltweit geflogen. Großer Vorteil für die Passagiere: Mit insgesamt zehn Türen bietet die 747 reichlich Plätze mit übergroßer Beinfreiheit. Allerdings sind bei der Lufthansa viele gute Positionen bereits von Bordküchen belegt. Und Achtung: Allein die deutsche Gesellschaft verfügt bei der Boeing 747-400 über drei Versionen, nicht zu verwechseln mit der älteren 747-200.  Tipp: Reihe 9 (Business Class) sowie die Plätze 24C und H und Reihe 33 (sie bietet in der Economy Class aller Versionen den meisten Platz).

Boeing 757
LTU und Condor verfügen über stattliche Flotten dieses schlanken Zweistrahlers, der vor allem auf den Rennstrecken ans Mittelmeer fliegt. Bei der Kabinenaufteilung gibt es wesentliche Unterschiede: LTU hat die Notausgänge hinter, Condor über den Tragflächen. Die spanische LTU-Tochter LTE verfügt über eine andere, engere Bestuhlung. Tipp: Bei Condor Plätze 1ABC, 2DEF, Reihe 10 (viel Platz an der Tür) sowie die Reihen 19 und 20 (an den Notausgängen, leider kaum extra Platz). Bei LTU der Sitz 1C, die Plätze 1DEF, 9DE, Reihe 10ABC und F (beste Plätze) sowie Reihe 27.

Boeing 767
Dieses Flugzeug ist bei Condor und LTU überwiegend auf Langstrecken im Einsatz. Wesentlicher Unterschied: Condor bietet im vorderen Teil des Fliegers eine aufgewertete Comfort Class an, LTU nur die Einheitsklasse. In beiden Versionen gibt es kaum Plätze mit Extra-Fußraum. Tipp: Bei LTU die Reihen 1, 12, die Plätze 14AB und -FG sowie die Reihe 21 (Notausgänge). Bei Condor die Plätze 6DEG und Reihe 22 (Notausgänge).

McDonnell Douglas MD-83
Ein weit verbreitetes Mittelstrecken-Flugzeug, von dem Aero Lloyd 13 Maschinen hat. Sehr ähnlich sind die Typen MD-82 und MD-87, die ebenfalls bei Aero Lloyd fliegen. Plus für den Passagier: Dieser Typ hat pro Seite zwei Notausstiege. Tipp: Die Reihen an den Notausgängen. In der MD-83 von Aero Lloyd Reihe 22 und 23, in der MD-82 die Reihen 21 und 22 und in der MD-87 die Reihen 18 und 19. Achtung: Vermeiden Sie die letzte Reihe (MD-83: Reihen 34 und 35), wo die Triebwerke die Aussicht blockieren und die Rückenlehnen nicht verstellbar sind.

 

 

 

 

Checkliste - All-inclusive: Was es auch bedeuten kann

Ganz wichtig: Prüfen Sie vor dem Buchen Ihres Urlaubs genau, ob alle erwünschten Leistungen auch im All-Inclusive-Paket enthalten sind. Hier eine Zusammenstellung all dessen, was zu beachten ist:

  • Sind laut Katalog nur "lokale Getränke" im Preis enthalten? Dann muß schon ein Campari extra bezahlt werden. Im schlimmsten Fall gibt es gar keine internationalen Markendrinks.
  • Ist Tischwein nur beim Abendessen kostenlos oder zu jeder Mahlzeit? Weinfreunde sollten ohnehin wissen, daß die Auswahl oft bescheiden ist - vor allem in der Karibik.
  • Schließt die Bar schon um 22.30 Uhr? Dann können lange Abende teuer werden, denn Bestellungen außerhalb der regulären Öffnungszeiten werden in Rechnung gestellt.
  • Sind neben dem Buffet auch "Spezialitätenrestaurants" mit Service und Reservierungspflicht im Reisepreis enthalten? Nicht immer selbstverständlich.
  • Zu welchen Zeiten sind Sportanlagen, zum Beispiel der Tennisplatz, kostenlos zu nutzen? Bedenken Sie: Niemand will in der Mittagshitze aufschlagen, und in der Karibik wird es um 18 Uhr dunkel.
  • Stehen Sportgeräte in ausreichender Zahl zur Verfügung? Bei zwei Booten für 100 Segler wird's eng.
  • Etliche Ferienorte in Österreich, versprechen "All-inclusive-Pakete", verstehen darunter aber gerade mal freien Eintritt in Schwimmbäder und Minigolfplätze.

 

 

 

 

Pannenhilfdienste in Europa - Europäische Hotlines im Notfall

BELGIEN 070-244777
DÄNEMARK Falck: 70 10 20 30; DAH 70 10 80 90
FINNLAND Autoliito: werktags (09) 77 47 64 00 Wochenenden und Feiertage: 0200-80 80
FRANKREICH AIT: 0800 08 92 22
GRIECHENLAND ELPA: 104
GROSSBRITANNIEN AA: 0800 88 77 66, RAC: 0800 82 82 82
IRLAND AA: 1800 66 77 88
ISLAND F.I.B.: 5 112 112
ITALIEN ACI: 116
KROATIEN HAK: 987
LUXEMBURG ACL: 45 00 45 1
NIEDERLANDE ANWB: 0800 0888
NORWEGEN NAF: 22 34 16 00
ÖSTERREICH ÖAMTC: 120, ARBÖ: 123
PORTUGAL ACP: 01 942 91 03 (Süden) 02 834 00 01 (Norden)
SCHWEDEN 020 91 29 12
SCHWEIZ TCS: 140
SLOWENIEN AMZ: 987
SPANIEN RACE: 91 593 33 33
TSCHECHISCHE REPUBLIK UAMK CR: 0123
UNGARN MAK: 061 21 22 821 und 088

 

 

 

 

Fit auf Fernflüge

Viel trinken, möglichst einen Viertelliter pro Flugstunde. Bei nur zehn Prozent Luftfeuchtigkeit an Bord trocknen Haut und Körper schnell aus. Am besten wirken Mineralwasser, Früchtetees und Obstsäfte ohne Salz und Zucker. Auf alkoholische Getränke sollte man gänzlich verzichten. In 10.000 Meter Höhe wirken Wein oder Bier viel schneller als am Boden. Außerdem weitet der Alkohol die Blutgefäße und läßt so die Beine anschwellen.

Immer mal wieder aufstehen und ein paar Schritte gehen. Das hält den Kreislauf in Schwung.
Weite, bequeme Kleidung tragen (das gilt auch für die Schuhe), sonst fühlt man sich leicht eingeschnürt und unwohl.
Statt Kontaktlinsen lieber eine Brille tragen, um eine Bindehautentzündung zu vermeiden.

Acht kleine Übungen gegen Rückenschmerzen, dicke Beine und Thrombosegefahr auf langen Flügen:

  • Die Fußpumpe
    Füße flach auf den Boden stellen. Dann abwechselnd (etwa im Sekundenrhythmus) Hacken und Zehen heben und wieder auf den Boden drücken (60mal, regt die Wadenmuskulatur an, dadurch wird das abgesackte Blut wieder hochgepumpt.
  • Der Beinsteller
    Knie abwechselnd beugen, bis die Hacken unter dem eigenen Sitz sind, dann so weit wie möglich strecken, als wollten Sie jemandem ein Bein stellen (10mal, lockert das versteifte Kniegelenk, bringt Schwung in die Muskeln).
  • Der Nasenstüber
    Abwechselnd das linke und rechte Knie in Richtung Nase heben. (10mal, lockert die Hüftgelenke und -muskeln)
  • Der Bauchtanz
    Setzen Sie sich aufrecht, Schultern hängen lassen. Spannen Sie den Bauch an und versuchen Sie, den Rücken mit dem Bauch in die Rückenlehne zu drücken. Dann den Bauch so weit wie möglich herausstrecken (8mal, hält die Lendenwirbelsäule beweglich).
  • Der Baumkratzer
    Lehnen Sie sich zurück und stellen Sie sich vor, die Rückenlehne sei ein knorriger Baum, an dem Sie sich den Rücken kratzen wollen. Schieben Sie dazu den Rücken mit minimalen Bewegungen seitlich hin und her (20mal, lockert die Brustwirbelsäule).
  • Der Umgucker
    Den Kopf einige Male langsam nach den Seiten drehen und dazwischen das Kinn auf die Brust drücken. Nie kreisen - das kann Kopfschmerzen auslösen (8mal, lockert die Halswirbelsäule).
  • Der Schulterkreisel
    Hier ist Kreisen erwünscht. Schultern vorne heben und nach hinten runterziehen (20mal, wirkt der gekrümmten Sitzhaltung entgegen)
  • Der große Seufzer
    Aufrecht sitzen, Füße flach auf den Boden stellen, Ellbogen zu den Seiten wegstrecken. Hände kräftig gegeneinanderdrücken und die Luft durch die gespannten Lippen mit einem leisen "fffffffff" entweichen lassen (10mal, aktiviert die Atmung).

 

 

 

 

Jetlag läst das Gehirn schrumpfen

Wer Jetlag nur als unangenehme Nebenwirkung langer Flüge über die Zeitzonen sieht, muss umdenken: Ein Wissenschaftler fand heraus, dass das Gehirn bei chronischen Störungen des Tag-Nacht-Zyklus physisch schaden nimmt.

Dr. Kwangwook Cho von der Universität Bristol in England untersuchte zwanzig Flugbegleiterinnen, die jeweils unterschiedliche Zeit zur Erholung von ihren Jetlags hatten. Mit Magnet-Resonanz-Spektroskopie fand er heraus, dass sich der rechte Schläfenlappen im Hirn bei denen verkleinert hatte, die besonders stark unter der Zeitverschiebung litten.

Gleichzeitig testete Cho räumliches Sehen und Erinnerungsvermögen bei den Frauen. Diese Vorgänge werden von dem rechten Schläfenlappen gesteuert. Er fand, dass die Funktionen bei den stärker Gestressten nachgelassen hatte. Die Untersuchung führte er übrigens an Frauen aus, weil die stärker unter Jetlag-Symptomen leiden als Männer.

Konsequenzen haben Chos Untersuchungen nicht nur für Flugpersonal, sondern auch für Schichtarbeiter und junge Eltern, die unter ständiger Verschiebung ihrer Tag-Nacht-Rhythmen leiden. Sie sollten sich klar machen, dass ihr Gehirn darunter leidet.

 

 

 

 

Welcher Arzt im Ausland Deutsch spricht

vor Krankheit ist man auch im Urlaub nicht gefeit. Manchmal wird ein Arztbesuch unumgänglich. Wenn Sie ins Ausland fahren, sollten Sie sicherheithalber Adressen deutsprachiger Ärzte in Ihrem Urlaubsgebiet kennen. So vermeiden Sie Sprachbarrieren und Missverständnisse. Eine Liste deutschsprachiger Ärzte, geordnet nach Land und Region, finden Sie im Internet under www.mymed.cc.

 

 

 

 

Wie Sie wirkungsvoll Flugangst überwinden

Jeder 8. Deutsche leidet unter Flugangst.

1. Trinken Sie vor Reiseantritt keinen Kaffe oder Alkohol.

2. Seien Sie pünktlich: Das trägt viel zu Ihrer Beruhigung bei.

3. Lassen Sie sich einen Platz in der Mitte des Flugzeugs geben - dort spüren Sie eventuelle Turbulenzen am wenigsten.

 

 

 

 

Reisethrombose im Auto: So stoppen Sie die Gefahr

Nicht nur im Flugzeug kann eine Reisethrombose drohen. Auch wenn Sie eine längere Urlaubsreise mit Auto der bus planen, sollten Sie an Ihre Venen denken. Das sicherste Mittel, gesund anzukommen, ist einfach umzusetzen: machen Sie Pausenh und bewegen Sie sich immer wieder. Mit diesen 7 tipps bleiben Sie gesund:

1. Planen Sie schon die Fahrt bewusst als Urlaubserlebnis. verabschieden Sie sich von dem Gedanken, schnell, womöglich in einem Rutsch, z.B. bis nach Spanien zu kommen. Legen Sie stattdessen bewusst fest eingeplante Pausen und übernachtungen in schönen Gegenden fest.

2. Langes, beengtes stilles Sitzen ist das hauptrisiko einer Beinthrombose, weil der venöse Rückstrom erheblich eingeschränkt ist. halten Sie deshalb spätestens alle 2 Stunden an, wenn Sie im eigenen Auto unterwegs sind. Nehmen Sie sich die zeit, an der frischen Luft herumzugehen. Räkeln Sie sich krüftig. Das erhöht auch Ihre Konzentration am Steuer und hält Ihren Kreislauf auf Trab.

3. Wechseln Sie sich, wenn möglich, am Steuer ab. Wenn Sie nicht fahren: Ziehen Sie die Schuhe aus und lassen Sie die Füße kreisen. Ziehen Sie die zehen an, so dass Ihre Wadenmuskeln angespannt werden.

4. Auch gesunde Beine sind bei langen Reisen für eine Unterstützung der Venenpumpe dankbar, z.B. durch Reisekniestrümpfe.

5. Essen Sie 1 Tag vor Reiseantritt nur leichte Kost; legen Sie z.B. einen Reistag ein. Das wirkt entwässern und entstauend.

6. Acetylsalicylsäure, die z.B. in Aspirin enthalten ist, hemmt das Verklumpen der blutplättchen, einen der Thrombose-Auslöser. nehmen Sie 1 Tablette mit 500 mg vor der Reise ein, wenn keine Erkrankung dagegen spricht.

7. Verzichten Sie auf Zigaretten.

 

 

 

 

5 Tipps, wie Sie sich vor dem Jetlag schützen

Im Zuge der Globalisierung gehören häufige Flugreisen ins Ausland für viele Berufstätige zum Alltag. Schnelle Klima- und Zeitwechsel belasten den Körper. Hinzu kommt die psychische Komponente durch die häufige Trennung von Damilie und Freundeskreis.

1. Achtne Sie auf grundsätzlichen Schutz gegen Infektionen, die Sie sich im Ausland zuziehen könnten.Dazu gehören zumindest Impfungen gegen Kinderlähmung, Diphterie und Wundstarrkrampf. Lassen Sie diese Immunisierung von Ihrem Arzt regelmäßig überprüfen und wenn nötig auffrischen. Wenn Sie regelmäßig in die Tropen oder Subtropen reisen, ist auch eine Grundimmunisierung gegen Hepatitis A und B wichtig.

2. Beobachten Sie Ihre Körpertemperatur. Fieber ist oft ein Warnzeichen für eine Infektion, z.B. mit dem Malaria-Erreger. Denken Sie auch Tage und Wochen nach Ihrer Rückkehr noch daran. Nehmen Sie die notwendige Prophylaxe ernst, auch wenn Sie sich nur in innerstädtischen Hotels aufhalten.

3. Lernen Sie, mit dem Jetlag umzugehen. Vermeiden Sie geschäftliche Besprechungen am Ankunftstag. Müde sind Sie kein guter Verhandlungspartner. Gönnen Sie Ihrem Körper Ruhe, um sich auf das neue Umfeld einzustellen: Legen Sie sich 1 bis 2 Stunden flach hin, um Körper und Nerven zu entlasten.

4. Stellen Sie sich, wenn möglich, schon zu Hause langsam auf den neuen Schlaf-Wach-Rhythmus und veränderte Essenszeiten ein.

5. Essen Sie mehrere kleine leichte Mahlzeiten. Kohlenhydratreiche Kost, z.B. Nudeln und Brot, fördert den Schlaf, eiweißreiche, z.B. mit Eiern und Käse, macht schnell fit. Trinken Sie viel, aber verzichten Sie auf kohlensäurehaltige Getränke und Alkohol.