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Blumen für den Chef
beim Krankenbesuch?
Mein Chef liegt seit kurzem im
Krankenhaus. Ich möchte ihn besuchen und ihm Blumen mitbringen. Doch ich
bin unsicher: Darf ich einem Mann, dazu noch meinem Chef, überhaupt
Blumen schenken? Und wenn ja, welche?
Nach modernen Empfehlungen ist es kein
Fauxpas mehr, einem Mann Blumen mitzubringen. Davon sind Chefs nicht
ausgenommen. Beachten Sie in dieser speziellen Situation aber zwei
wichtige Grundsätzlichkeiten:
Auch bei
einem Krankenbesuch sind die wichtigsten Regeln der Blumensprache nicht
aufgehoben.
Nicht alle
Blumen sind krankenhausgeeignet.
Ein Beispiel zu Punkt eins: Rote Rosen
bleiben situationsabhängig stets Ausdruck inniger Liebe. Sie eignen sich
also auch im Krankheitsfall nicht als Bukett für den Chef.
Topfblumen sind als Geschenk immer
umstritten und nur in bestimmten Konstellationen geeignet. Im Krankenhaus
sind sie tabu: Bazillengefahr!
Außerdem sollten Sie weiße Lilien,
ebensolche Chrysanthemen, Astern, Hortensien und Calla bei einem
Krankenbesuch vermeiden. Sehr viele Menschen betrachten solche Blüten als
"Todesblumen". Nur wenn Sie Ihren Chef sehr gut kennen, können
Sie diese Vorsichtsmaßnahme außer acht lassen.
Beispiel: Sie wissen genau, dass er
dieses Denken nicht hat und eine besondere Vorliebe beispielsweise für
weiße Astern hegt.
Wählen Sie außerdem keine stark
duftenden Blüten für ein Mitbringsel ins Krankenhaus. Ebenso sind sehr
große Sträuße wenig praktisch. Am besten geeignet sind kleine Gebinde
oder Gestecke. Letztere ersparen die häufig schwierige oder gar erfolglos
verlaufende Suche nach einer passenden Vase. In Form und Farbe geeignete
Gefäße sind in Krankenhäusern nicht immer in ausreichender Zahl
vorhanden.
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Die zehn Gebote für
den Redner
Ist es möglich, die
wichtigsten Tips für eine gelungene Rede in wenigen Sätzen
zusammenzufassen? - Im Folgenden finden Sie zehn Gebote, die jeder Redner
(und jede Rednerin!) unbedingt beachten sollte.
1. Gebot: Rede
weniger, sage mehr!
"In Deutschland gehen mehr
Arbeitsstunden durch Grußworte verloren als durch Streiks."
(Ingo von Münch). Effizienter reden heißt,die fünf Produktionsstadien
der Rede zu beherrschen: a) Ideenfindung, b) Stoffgliederung: Einleitung,
Sachverhaltsschilderung, Argumentations- und Beweisführung, Schluß, c)
stilistische Aufbereitung: Sprachrichtigkeit, Deutlichkeit,
Angemessenheit, Kürze, Redeschmuck, d) Einprägung ins Gedächtnis:
Mnemotechnik, bildliche Vorstellungshilfen, e) Präsentation: Betonung,
Mimik, Gestik, Handlung, aber auch äußere Rahmenbedingungen.
2. Gebot: Bedenke
das Publikum!
Der Wurm muß dem Fisch schmecken,
nicht dem Angler! Zu wem reden Sie wann und wo? Welches Vorwissen hat das
Publikum, welche Sympathien, Erwartungen, Befürchtungen, Vorurteile oder
Fragen?
3. Gebot: Bedenke
Anlaß und Ziel!
Denken Sie an Anlaß und Redegegenstand
und sprechen Sie zielgerichtet! Was wird von Ihnen verlangt? Was wollen
Sie mit Ihrer Rede erreichen?
4. Gebot: Bedenke
die Zeit!
Reden Sie kurz! Wenn Sie abtreten, soll
das Publikum sich sagen: dem hätte ich noch lange zuhören können!
Lassen Sie alles Unnötige weg (Helmut Schmidt: "Quallenfett").
Konzentrieren Sie sich auf eine Botschaft.
5. Gebot: Sichere
die Qualität!
Vor jeder Rede präzise Vorbereitung, während
der Präsentation ständige Qualitätssicherung durch Augenkontakt,
hinterher Fragemöglichkeit. Redequalität heißt auch Klarheit,
Wahrhaftigkeit, Anstand (Moral).
6. Gebot: Sprich
kompetent!
Reden Sie nur zu Menschen, die Ihnen
Kompetenz zugestehen, nur über Themen, für die Sie kompetent sind, und
nur, wenn Sie Zeit haben, sich kompetent und punktgenau vorzubereiten.
Denken Sie daran, daß sich Kompetenz im Laufe einer einzigen Rede
gewinnen und - verspielen läßt!
7. Gebot: Engagiere
dich!
"In dir muß brennen, was du in
anderen entzünden willst"
(Augustinus). Wer unbeteiligt spricht, hat schon verloren! Wer engagiert,
humorvoll und zu Herzen gehend spricht, wird gewinnen.
8. Gebot: Sprich
dialogisch!
Monologisieren Sie nicht! Welche Fragen
hat das Publikum? Geben Sie Antworten darauf. Zählen Sie die Frage- und
Anführungszeichen schon im Entwurf: Je mehr Fragen und je mehr wörtliche
Rede Ihr Manuskript enthält, desto besser.
9. Gebot: Sprich
anschaulich!
Eine Rede ist keine Schreibe. Reden ist
Kino im Kopf. Formulieren Sie bildhaft und plastisch: Anekdoten,
Geschichten, Parabeln, Vergleiche, Gleichnisse, Anschauungsmaterial.
10. Gebot: Präsentiere
das Besondere!
Geben Sie jedem das Gefühl, einem
besonderen Redeereignis beizuwohnen. Wählen Sie Anfang, Aufbau und Abgang
packend und auf Steigerung bedacht: neue Ansätze und Fragestellungen,
ungewöhnliche Perspektiven, Aha-Erlebnisse, intellektuelle Abenteuer,
reizvoll-rasante Gedankenreisen zu einem gemeinsamen Höhepunkt, Gipfel
und Ziel.
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Motivationstips
So erreichen Sie
Ihre Ziele:
- Keine
Angst vor Fehlern!
Das Wissen der Menschheit ist über Jahrtausende gewachsen. Viele der
dazu notwendigen Erfahrungen sind durch Irrtümer entstanden. Haben
Sie keine Angst vor neuen Wegen, Ideen und Methoden! Denken Sie immer
daran: Fehler können nützlich sein, wenn Sie bereit sind, von Ihnen
zu lernen.
- Keine
"Null-Bock-Haltung"!
Auch Sie sind empfänglich für die Überzeugungen, Einschätzungen
und Einstellungen anderer. Falls Menschen in Ihrem Umfeld eine
"Null-Bock-Haltung" haben, wird das Sie und Ihre Leistungen
negativ beeinflussen. Daher ist es wichtig, daß Sie mehr Zeit mit
Leuten verbringen, die eine optimistische, positive Ausstrahlung und
Lebenshaltung haben.
- Seien
Sie gewappnet!
Analysieren Sie im voraus potentielle Hindernisse, Gefahren oder
Unsicherheiten. Welche negativen Einflüsse können auftreten?
Beispielsweise Mangel an Unterstützung, technischem Wissen, Zeit,
Platz, Energie, Geld oder Erfahrung werden Ihre Motivation, ein Ziel
zu erreichen, behindern. Machen Sie sich diese Hindernisse so früh
wie möglich bewußt und räumen Sie sie rechtzeitig aus dem Weg. So
steigern Sie Ihre Erfolgsaussichten und werden Ihr Ziel störungsfreier
und optimistischer angehen und verwirklichen können.
Arbeitsplanung
Was Sie prüfen
sollten, bevor Sie Feierabend machen:
- Haben
Sie alles Geplante erledigt?
- Entscheiden
Sie: Welche nicht erledigten Aufgaben können Sie fÜr den nächsten
Tag delegieren?
- Prüfen
Sie: Welche nicht erledigten Aufgaben sind eventuell völlig überflüssig
oder terminlich unabhängig?
- Legen
Sie sich eine terminlose Aufgaben-Liste oder ein Buch an. Hier tragen
Sie täglich allen "Kleinkram" ein, den Sie persönlich
erledigen wollen, der aber nicht termingebunden ist. Notieren Sie
daneben groß und auffällig die für jede Aufgabe grob geschätzte
Arbeitsdauer. Wenn Sie zwischendurch "Lücken" haben, finden
Sie auf Anhieb eine passende Aufgabe.
- Falls
Sie häufig am Tagesende wichtige Aufgaben nicht geschafft haben, überprüfen
Sie Ihr Zeitmanagement, beispielsweise zu lange Telefonate, Suche nach
Unterlagen, zu lange Besprechungen, mangelnde Delegation, häufige Störungen,
Probleme mit Büro- und Werkstatttechik, mangelnde Prioritätensetzung,
unvollständig geführte Wiedervorlage und andere Zeitfresser. Machen
Sie sich kurze Notizen dazu und legen Sie fest, wann (am besten gleich
heute!) und wie Sie Abhilfe schaffen wollen. Übertragen Sie nun die
verbliebenen Aufgaben in Ihrem Arbeitsplan des nächsten Tages.
Angenehmen Feierabend!
Mitarbeiter
So delegieren Sie
richtig
Mit besonderer Aufmerksamkeit
sollten Sie Anweisungen geben, wenn Arbeiten an neue oder unerfahrene
Mitarbeiter oder Auszubildende vergeben werden. Lassen Sie sich Zeit, denn
schließlich wollen Sie, daß die Aufgaben korrekt erledigt werden.
- Betrachten
Sie Ihren Zeitaufwand als eine wichtige Investition zur Erhaltung oder
Steigerung der Effizienz in Ihrem Unternehmen.
- Geben
Sie Anweisungen nicht "zwischen Tür und Angel".
- Erklären
Sie zunächst kurz, worum es geht, und fragen Sie Ihren Mitarbeiter
nach dessen Kenntnisstand in der Sache.
- Geben
Sie Anweisungen vollständig und Schritt für Schritt unter Berücksichtigung
des Kenntnisstandes Ihres Mitarbeiters.
- Fragen
Sie zwischendurch, ob alles verstanden wurde; beantworten Sie Fragen
freundlich und sachlich.
- Sprechen
Sie deutlich und verständlich.
- So
wird's gemacht! Demonstrieren Sie gegebenenfalls einzelne
Arbeitsschritte (beispielsweise bei Arbeiten am PC)
- Motivieren
Sie: Erläutern Sie Sinn und Zweck der Tätigkeit und warum das
Arbeitsergebnis für Ihren Betrieb wichtig ist.
- Lassen
Sie sich die Ausführung demonstrieren, klären Sie erkennbare
Probleme und vergessen Sie ein kleines Lob nicht.
- Klären
Sie, wer wann bei Problemen helfen kann, falls Sie selbst nicht
erreichbar sind oder sein wollen.
- Lassen
Sie sich die Beendigung der Arbeit melden. Prüfen und besprechen Sie
sachlich das Arbeitsergebnis.
Motivationstip
Stets ans
"Danach" denken
Zugegeben, nicht alle Aufgaben und
Entscheidungen machen Freude. Übermäßiges Aufschieben jedoch führt
meist zu Streß und seelischer Belastung, was Ihre Leistungsfähigkeit
erheblich mindern kann. Deshalb bedenken Sie stets, daß am Ende etwas
Positives für Sie herausspringt – im besten Falle ein Gewinn an Ansehen
und Einkommen. Aber auch vermeintlich Schlechtes hat sein Gutes. Das
Eingestehen seines Fehlers, die überfällige Trennung von einem (Geschäfts-)
Partner, das Überbringen unangenehmer Nachrichten entlastet Sie von Ängsten,
kann Ihr Selbstbewußtsein steigern und neue, ungeahnte Perspektiven eröffnen
und Energien freisetzen.
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Diese Trainingseinheiten kurbeln
Argumentations- und Redekunst an
Möglichst oft einmischen. Wer sich ein Herz fasst und jede Gelegenheit
nutzt, um seine Meinung zu äußern, bekommt schnell Routine im Reden. Am
besten klein anfangen. Im vertrauten Umfeld lassen sich Redehemmungen
schneller abbauen als vor einer großen Gruppe. Daher Diskussionen mit
Familie und Freunden als Training für wichtige Jobdebatten nutzen.
Menschen beobachten. Lernen Sie von der Mimik, Gestik und Körpersprache
von alltäglichen Gesprächspartnern. Ihre Mitfahrer in der U-Bahn sind
gute Anschauungsobjekte.
Profiredner studieren. Schauen Sie Bundestagsreden oder Talk-Runden im
Fernsehen an. Analysieren Sie die Rhetorik überzeugender Diskutanten.
Bilder suchen. Lesen Sie Fachliteratur, und übersetzen Sie trockene
Begriffe in eine bildhafte Sprache. Beispiele: Aus “Schwierigkeiten
bereiten” wird Stolpersteine in den Weg legen”, aus “in eine Firma
passen” wird “den richtigen Stallgeruch haben”.
Kommentare abgeben. Der Aufmacher der Tageszeitung eignet sich
ausgezeichnet zur Argumentationsschulung. Lesen Sie ihn, und formulieren
Sie danach einen Kommentar.
Blödsinn quatschen. Halten Sie zur Übung eine Rede mit unsinnigem
Inhalt. So können Sie sich auf die Redetechniken konzentrieren.
Vorbereitungszeit: rund zehn Minuten. Themenbeispiel: Warum die Wahl der
Krawatte den Ausgang eines Gehaltsgesprächs bestimmt
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Keine Angst vor Lampenfieber
Herzklopfen akzeptieren. Lampenfieber steigert die Konzentration und
schützt so vor Nachlässigkeit.
Rolle wechseln. Wer vor der Debatte in die Rolle seiner
Diskussionspartner schlüpft, hat im Ernstfall alle Konter parat. Das
macht stark.
Den Kopf programmieren. Geübte Redner denken nicht “Das schaffe ich
nie”, sondern “Ich bin gut vorbereitet” oder “Die Zuhörer freuen
sich auf die Präsentation”.
Langsam herantasten. In Konferenzen vor dem Auftritt die Stimme testen,
besipielsweise mit einer Frage an Kollegen.
Sicherheit vortäuschen. Aufrechte Haltung, Blickkontakt zum Publikum
und freundliche Mimik vermitteln den Eindruck von Sicherheit und geben dem
Redner Aufwind.
Blackout simulieren. vorab notierte Sichworte helfn, den roten Faden
wiederzufinden. Könner überbrücken die peinliche Lage mit dem Angebot
“Gibt es Fragen?”
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So sorgen Sie Für Frieden im Büro
Der große Kalte Krieg ist zwar beendet, der Kleinkrieg in Büro und
Betrieb aber eskaliert. Wenn Sie Anzeichen von Mobbing in Ihrer Umgebung
spüren, reagieren Sie politisch korrekt,
- wenn Sie alle
Beteiligten an der Intrige finden,
- den Konflikt
aufdecken und diskutieren,
- einen
Waffenstillstand vereinbaren,
- Mobbing generell
verurteilen, ohne die Täter anzuklagen,
- eine offene
Streitkultur einfordern.
Um kurzfristig Intrigen zu überleben, sollten Sie die folgenden,
nicht ganz korrekten Taktiken beherrschen:
- Lernen Sie, überzeugend
zu lügen. Sie müssen taktieren können, ohne dabei in die Knie zu
gehen.
- Seien Sie selbst zu
jenen Kollegen noch freundlich, in deren Rücken Sie am liebsten ein
Messer sehen würden.
- Überlegen Sie
genau, in welchen Situationen Sie sich sehen lassen und wann Sie sich
unsichtbar machen.
- Lassen Sie Ihren
Gegner auflaufen, indem Sie bei Konferenzen sein Thema besser
beherrschen als er selbst.
- Suchen Sie sich Bündnispartner
und versuchen Sie, Ihren Rivalen zu isolieren.
- Halten Sie sich möglichst
aus Intrigen heraus. Irgendwann verstricken sich Intriganten in den
eigenen Netzen aus Lügen und Verdächtigungen.
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Strategien gegen Nervtöter im Büroalltag
Die ewige Maloche ist ja schon schlimm genug. Viel schlimmer jedoch
sind die vielen kleinen und eigentlich überflüssigen Ärgernisse des
Berufsalltags. Doch ab morgen lässt Sie das kalt. Wir haben nämlich mit
unseren Experten eine Strategie gegen jede Nerverei entwickelt.
„Immer muss ich die Spülmaschine ein- und ausräumen“
Ihnen ist nach einem Tässchen Kaffee. Doch in der Büroküche finden Sie
nur Geschirrberge in Höhe des Mount Everest. Bis Sie die Spülmaschine
angeworfen und auf das Ende des Waschgangs gewartet haben, wird das Heißgetränk
kalt und bitter sein. Gemein!
Strategie: Wenn Sie sich immer wieder erbarmen, den Unrat von
Kollegin Meier und Praktikant Sepp zu beseitigen, wird sich nie etwas ändern.
Hier hilft nur Härte. Sollen die faulen Pfeifen doch Schimmelpilze
züchten, das geht Ihnen in Zukunft am Arm vorbei. Sie räumen nur ein,
was Sie selbst benutzt haben. Bringen Sie sich bei dieser Gelegenheit
einen Vorrat an Geschirr mit, das so penetrant hässlich aussieht, dass es
außer Ihnen garantiert niemand benutzen wird.
„Jedes Mal ist die Klopapierrolle leer“
Auf der Rolle ist nur noch ein lumpiges Blättlein. Nachschub befindet
sich im Abstellraum. Am anderen Ende des Flures. Sie denken: Warum immer
ich?
Strategie: Glauben Sie nicht, dass die Welt sich bessern wird, wenn
Sie Moralpredigten halten. Machen Sie es wie Tausende Camper auf der Welt:
Bunkern Sie in Ihrem Büro immer eine Rolle. Die nehmen Sie mit,
wenn Sie müssen. So einfach ist das.
„Dauernd ignoriert mich mein Chef“
Sie haben häufig das Gefühl, Sie könnten auch zu Hause bleiben. Wann
Sie das letzte Mal gelobt wurden? In der Schule, so weit Sie sich erinnern
können. Sogar die stinkende Töle des Chefs hinterlässt mehr Spuren als
Sie.
Strategie: In den Seminaren der Kommunikationstrainerin Mirella Carbonaro
klagen Mitarbeiter oft über das Desinteresse des Chefs, aber: „Die
Vorgesetzten schätzen sich selbst oft völlig anders ein.“ Ihr Rat:
„Schmollen Sie nicht schweigend, sagen Sie Ihrem Boss, was Sie
von ihm erwarten. Wer sich anpasst, ändert nichts.“ Auch eine gute
Idee: Legen Sie dem Boss ein Resultat Ihrer Arbeit zur Begutachtung vor.
Eine Präsentation zum Beispiel. Dann muss er sich äußern.
„Der Kollege bringt seinen Riesenköter immer mit in das Büro“
Es hieß, die Sache sei vorübergehend: nur solange die Schwippschwägerin
des Mitarbeiters (die Eigentümerin des Tiers) auf Safari ist. Oder so ähnlich.
Die Frau ist aber offenbar im Dschungel verschollen. Jedenfalls sabbert
ihr stinkendes Monster immer noch Ihre wichtigen Unterlagen voll.
Strategie: Setzen Sie erst mal auf Verständnis: Vielleicht
handelt sich’s ja um eine längere Safari. Vielleicht glaubt aber auch
der Kollege, Sie verstünden sich super mit dem Flohmercedes. Dabei
bringen Sie doch nur aus Selbstschutz die ganzen Wurstwaren mit. Erwähnen
Sie demnächst beiläufig einen asiatischen Freund, dessen Leibspeise
„Hund in Soja“ sei... Ihr Kollege wird Ihnen nicht glauben. Aber er
wird verstehen. Falls nicht: In den meisten Betrieben ist das Mitbringen
von Haustieren nicht erlaubt. Erkundigen Sie sich mal bei Ihrem Betriebsrat.
„Das blöde Telefon klingelt dauernd“
„Schulze, Tach! Der Prosecco is’ immer noch nit bezahlt“, nölt der
Ihnen absolut unbekannte Herr in der Leitung. Sie finden das bedauerlich.
Noch bedauerlicher finden Sie, dass a) Sie davon nichts abbekommen haben
und b) dieser Schulze heute morgen schon der fünfte Anrufer ist, der Sie
wegen Firlefanz belästigt, mit dem Sie nichts zu tun haben.
Strategie: Quetschen Sie den nächsten Fehlgeleiteten erst mal aus:
Wen oder welche Abteilung wollte er sprechen? Hat irgendjemand
versehentlich sein Telefon auf Sie umgestellt? Kam der Anrufer über die
Zentrale? Dann steht Ihr Name dort eventuell ganz oben auf der Liste, und
der Mitarbeiter ist zu neu oder zu doof um herauszufinden, wer in der
Firma welche Bereiche betreut. Suchen Sie ihn auf und machen Sie ihm klar,
wofür Sie zuständig sind. Und vor allem: wofür nicht.
„Immer, wenn ich dran bin, zeigt der Kopierer Papierstau an“
Wie immer, Sie kommen in den Kopierraum und sehen schon die Lampe von
Kammer 8 blinken: Papierstau. Und auch der Toner ist wieder alle. Das kann
dauern.
Strategie: Schließen Sie den Toner und die Betriebsanleitung des
Kopierers weg. Rufen Sie den Praktikanten zu sich. Loben Sie seinen
technischen Sachverstand. Erzählen Sie, dass Sie dem Chef gern
vorschlagen würden, ihn zu einem „Technical Officer“ zu befördern.
Betonen Sie, dass es sich dabei um eine verantwortungsvolle Aufgabe
handelt, für die ansonsten ein Extra-Mitarbeiter zuständig sei. Verkünden
Sie später strahlend, der Chef sei einverstanden, und überreichen Sie
mit bedeutungsschwerer Miene den Schlüssel. Der Toner sei zum Schutze vor
unsachgemäßem Gebrauch in einem Schrank gelagert worden. Und wehe, wenn
Praktikant Sepp seinen Job nicht ernst nimmt ...
„In meinem Zimmer wird nie geputzt“
Typisch: Bei allen anderen wird sauber gemacht – nur bei Ihnen nicht.
Das ist gezielte Schikane!
Strategie: Wenn das Putzpersonal kapituliert, hat das meist einen
simplen Grund: Das Chaos ist so groß, dass ein Durch- und
Drankommen kaum möglich ist.
„Mein ganzes Büro versinkt im Chaos“
Rufen Sie manchmal vom Handy aus Ihren Büroschreibtisch an, um Ihr
Telefon wiederzufinden?
Strategie: Starten Sie umgehend die Aktion „Blanke Platte“. Das
hat nichts mit Ihrem Haupthaar zu tun, sondern mit Selbstorganisation.
Zeitmanagement-Papst Professor Lothar J. Seiwert hat diverse Methoden
entwickelt, mit denen jeder Arbeitsplatz wieder leer, jeder Kopf wieder
frei wird. Infos unter www.seiwert.de. Und noch ein Buchtipp: Stephen R.
Covey, „Die sieben Wege zur Effektivität“, Heyne, 19,90 Mark.
„Nebenan wird jeden Tag gefeiert“
Gestern war es der Ausstand der alten Sekretärin, heute ist es der
Einstand der neuen. Übermorgen hat das Meerschweinchen des Buchhalters
Geburtstag, oder die Klimaanlage ist seit einem Jahr installiert – einen
Grund finden die Bekloppten nebenan immer.
Strategie: Wo ist da das Problem? Rübergehen, mitfeiern.
„Alle qualmen mir mein Zimmer voll“
Sie wollen ja kein Miesmacher sein, aber diese häufigen Erstickungsanfälle
nerven ganz schön.
Strategie: Hat Ihre Firma Filialen in den USA? Dann lassen Sie sich
dorthin versetzen. Zu aufwändig? Dann schlagen Sie einen Kompromiss vor:
Es darf nur in ungeraden Stunden gebarzt werden: zwischen neun und zehn,
elf und zwölf Uhr etc. Erfahrungsgemäß lassen sich die Raucher auf
diesen Deal ein.
„Der neue Kollege müffelt nach Iltis“
Mittlerweile freuen Sie sich sogar über Ihren Schnupfen. Dabei ist der
Typ gegenüber eigentlich ein netter Mensch. Und den wollen Sie auf gar
keinen Fall verletzen.
Strategie: Heikle Geschichte! Konsultieren Sie jemanden, der sein
Vertrauen genießt. Das kann ein anderer Kollege sein, aber auch seine
Freundin. Bitten Sie ihn oder sie, das Thema mal unter vier Augen
anzuschneiden. Und dann hoffen Sie das Beste.
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So bewerben Sie sich richtig - So werden
Sie gleich eingestellt
Rund 80 Prozent der Bewerbungen landen auf Grund formaler Mängel
erst gar nicht auf dem Chefschreibtisch. So vermeiden Sie die schlimmsten
Fauxpas:
Anschreiben
Achten Sie beim Briefkopf auf eine übersichtliche und luftige
Gestaltung. Überladen Sie ihn nicht. Ein wiederkehrender Briefkopf zeigt,
dass Sie sich Gedanken ums Layout gemacht haben.
Vermeiden Sie allgemeine Anrede-Floskel wie „Sehr geehrte Damen
und Herren“. Besser vorher anrufen und fragen, wer für Bewerber zuständig
ist. Auf die richtige Schreibweise des Namens achten, und den Titel nicht
vergessen! Heute setzt man übrigens hinter die Anrede ein Komma und
schreibt in der nächsten Zeile klein weiter.
Achten Sie auf ein geeignetes Statement, warum Sie sich als
Bewerber für geeignet halten und genau diese Stelle wollen. Der gröbste
Fehler ist, wenn man einer Bewerbung anmerkt, dass sich der Kandidat nicht
mit dem Unternehmen beschäftigt hat.
Wählen Sie einen flotten Einstieg: „Ich bin ... und habe mit großem
Interesse Ihre Anzeige gelesen.“ Oder: „Sie suchen einen …, daher möchte
ich mich Ihnen vorstellen.“ Völlig out ist: „Hiermit möchte ich mich
um die Stelle als ... bewerben.“
Verdeutlichen Sie Ihren Nutzen für die Firma. All Ihre Fähigkeiten
erwähnen Sie im Lebenslauf, nicht im Brief. Formulieren Sie selbstsicher,
aber nie übertreiben.
Den Eintrittstermin sollten Sie vorschlagen, auch wenn Sie gerade
arbeitslos sind. Um es zu kaschieren, sagen Sie niemals, dass Sie sofort
anfangen können, sondern erst in drei Monaten – denn das ist die übliche
Kündigungsfrist.
Wenn Sie besonders selbstbewusst auftreten wollen, verzichten Sie auf den Konjunktiv
(„ ... würde ich mich freuen ...“).
Vermeiden Sie Tippfehler! Lassen Sie den Text unbedingt von jemandem
gegenlesen.
Lebenslauf:
Verzichten Sie bei Ihrer Vita auf die traditionellen Überschriften „Lebenslauf“
oder „Curriculum vitae“, wenn Sie sich als modernen Menschen
darstellen wollen.
Lassen Sie den Familienstand weg. Das Wort „ledig“ klingt
verstaubt, dass Sie geschieden sind, geht niemanden etwas an. Wer
„verheiratet, drei Kinder“ angibt, könnte als unflexibel aussortiert
werden. Ansonsten gelten Väter als stabil. Die Staatsangehörigkeit
nennen nur ausländische Bewerber. Veraltet ist auch der Hinweis auf die
Eltern und Geschwister (wirkt unselbständig).
Versuchen Sie, Ihr buntes Leben möglichst auf einer Seite
unterzubringen. Vermeiden Sie deutliche Lücken in der Vita oder erklären
Sie diese. Immer mehr Experten raten, auch die Erfolge aufzuzählen,
beispielsweise die Entwicklung eines Produkts oder eine besondere
Werbekampagne. Diese Karriere-Highlights können Sie auch auf einer zusätzlichen
Seite auflisten, die Sie beispielsweise „Ergebnisse“ betiteln (oder
ganz trendy: „achievements“).
Bringen Sie Ihr Leben in die richtige Reihenfolge: Entweder, Sie
gliedern nach Themen Themen, dem Interesse des Lesers angepasst, oder Sie
nehmen die chronologische Variante. Den Lebenslauf von der Geburt bis in
die Gegenwart hinein zu gliedern ist noch immer sehr verbreitet. Umgekehrt
ist’s aber spannender. Je älter Sie werden, desto weniger Gewicht haben
Schul- und Ausbildung. Wenn Sie noch gar nicht oder erst kurz berufstätig
waren, zählen Sie Praktika auf, beschreiben Schwerpunkte des Studiums
oder Extras während Ihrer Lehre.
Nur keine Scheu, von Ihren Hobbys zu berichten. Dass Sie Kassenwart
Ihres Kegelclubs sind, könnte als Zeichen für Zuverlässigkeit und
Verantwortungsgefühl bewertet werden. Je älter Sie sind, desto wichtiger
ist ein Hinweis darauf, dass Sie sich fit halten.
Ein längerer Auslandsaufenthalt lässt auf Durchsetzungsvermögen,
Eigeninitiative und gute Sprachkenntnisse schließen.
Sportler gelten zwar als sozial kompetent, leistungsstark und
zielorientiert. Mannschaftssport zählt aber mehr als Einzel-Disziplinen.
Triathlon ist extrem trainingsintensiv – kein Mann für Überstunden.
Ein ehrenamtliches Engagement als Trainer? Das ist doch klasse,
dieser Mensch beweist Engagement und Führungsqualitäten.
Am Ende: Jeder Lebenslauf sollte ein Unikat sein. Das wird durch
das Datum und die Unterschrift dokumentiert.
Reine Formsache
Die Bestandteile: Anschreiben, Deckblatt mit Foto, Lebenslauf,
Zeugnisse und Arbeitsproben.
Die Mappe: Der Schnellhefter ist ausgestorben. Entscheiden Sie sich
für eine Mappe aus einem edlen, extravaganten Material oder für ein übergroßes
Format.
Das Papier: weiße oder leicht getönte, mindestens 90g/m2 schwere
Blätter mit Wasserzeichen.
Der Text: möglichst im Blocksatz, Schriftgröße mindestens 11
Punkt, keine flippigen Schrifttypen, sondern Times New Roman oder Arial.
Rundherum 2,5 Zentimeter Randabstand sind das absolute Minimum.
Die Unterschrift: Tinte, am besten königsblau, das wirkt edel.
Das Anschreiben: Begnügen Sie sich unbedingt mit einer Seite.
Die Anlagen: Zeugnissen (nie Originale verschicken!) sollte als
Deckblatt ein knappes Anlagen-Verzeichnis vorgeheftet werden. Nur den höchsten
Abschluss beilegen, also bei Studium kein Abiturzeugnis. Kein Dokument
sollte älter als zehn Jahre sein. Das aktuellste liegt immer oben.
Das Foto: sympathisch, ansprechend und vor allem größer als
Passbild-Format. Ein zu kleines Bild lässt auf mangelndes Selbstvertrauen
schließen, ein zu großes auf Eitelkeit. Am besten ein Foto in Schwarzweiß
(das wirkt interessant, zugleich angenehm zurückhaltend), niemals ein
Bild aus dem Automaten. Aufkleben!
Der Versand: wenn schon per Post, dann in einem gepolsterten
Umschlag, um Eselsohren zu vermeiden. Sorgfältig beschriften, in sauberer
Handschrift. Wohlfahrts- oder Sondermarken sind political correct. Noch
besser: per Kurier schicken oder persönlich abgeben (keine Knicke durch
ruppige Postboten). Verwickeln Sie dabei die Vorzimmerdame in einen
charmanten Smalltalk, an den sie sich bestimmt erinnert, wenn sie dem Chef
Ihre Mappe übergibt und zu ihm sagt: „Den sollten wir nehmen.“
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So meistern Sie Ihr Vorstellungsgespräche
Das hier ist kein Verhör. Nein, schlimmer. Da hätten Sie das Recht
auf einen Anwalt. Im Bewerbungsgespräch sind Sie allein. Oft geht es um
Themen, die tabu sein sollten. Aussage verweigern? Auf keinen Fall. Sabine
Hertwig von der Karriereberatung beruf + konzept gibt Tipps.
Private Interessen? „Geht ihn nichts an“, so Hertwig. Aber
bedenken Sie den Grund für die Frage: „So will der Arbeitgeber das
Gesamtbild abrunden.“ Sie interessieren sich also für Computerspiele
und moderne Kunst? Vergessen Sie die PC-Ballerei und schwärmen Sie von
Picasso. „Ein bisschen Flunkern ist erlaubt.“
Sport? Immer mit ja antworten. Der will Ihre Fitness für Überstunden
abchecken. Wenn Sie die Stelle haben, können Sie immer noch joggen statt
jobben.
Glaube? Danach dürfen nur Unternehmen in kirchlicher Trägerschaft
fragen.
Krankheiten? „Die können Sie ungestraft verschweigen“, so
Hertwig, „solange sie Sie beruflich nicht beeinträchtigen.“ Sicher
kann es Ärger geben, wenn der Arbeitgeber erfährt, dass Sie bei der
Bewerbung gelogen haben. Aber wenn Sie gut arbeiten, hat er auch keinen
Grund, Sie zu feuern.
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Effizienter arbeiten
Keine Zeit verlieren
Prioritäten setzen
Fragen Sie sich vor jedem Arbeitsschritt, der ansteht, was passiert,
wenn Sie ihn einfach nicht tun. Nichts? Dann vergessen Sie’s.
Sofort anfangen
Ob langweilige Pflicht oder aufregende Kür – trödeln Sie
keinesfalls herum. Je schneller sie loslegen, desto eher sind Sie fertig.
Das verhindert auch, dass Sie alltägliche Ablenkungen überfallen können.
Post und E-Mail
Post-Disziplin
Öffnen Sie jede E-Mail und lesen Sie jeden Brief nur einmal. Schmeißen
Sie dann rigoros weg! Das meiste, was auf dem Schreibtisch oder in der
Mailbox landet, ist Müll. Falls Sie unsicher sind, trotzdem weg damit
(der Absender meldet sich garantiert noch mal). Was drängt, wird sofort
bearbeitet, beantwortet oder weitergeleitet. Sammeln verboten! Oft hilft
schon ein Stapelordner, den Sie mit „Heute“, „Anrufen“, „Warten
auf Antwort“ beschriften. Legen Sie sich in Ihrem Computer-Office
mehrere „Folder“ an, zum Beispiel einen für jede Firma, mit der Sie
korrespondieren. Jeden Tag ausmisten!
E-Mails bündeln
Es frisst enorm viel Zeit, wenn Sie siebzehnmal am Tag das
Internet-Programm starten, um eine E-Mail zu schreiben. Wenn es nicht um
brandheiße Entscheidungen geht, sammeln Sie die Messages und beantworten
dann später alle hintereinander weg.
Telefon und Fax
Telefon-Trick I
Gehören Sie zu den Menschen, die jedes Mal ans Telefon gehen, wenn es
klingelt? Schön blöd. Die telefonischen Unterbrechungen verhindern
optimales Zeitmanagement. Wenn es wichtig ist, meldet sich der Anrufer
noch mal. Sie können auch kurz rangehen, nach dem Anliegen fragen und
einen Rückruftermin vereinbaren. Das erledigen Sie dann gut vorbereitet,
mit den notwendigen Unterlagen zur Hand. Und als Anrufer (also als der
aktive Part) können Sie Dauer und Inhalt besser steuern.
Telefon-Trick 2
Nichtssagende Telefonate brechen Sie ab. Verweisen Sie auf die
Saisonbelastung oder Zeitnot wegen Personalmangels. Wimmeln Sie Nervtöter
mit den Worten ab, dass Sie in eine Konferenz müssen, ein zweites Gespräch
in der Leitung ist oder Feuer ausbricht.
Fax-Trick 1
Machen Sie möglichst viele Erledigungen, Anfragen, Bestellungen
schriftlich per Fax. Das spart zahllose Telefonate, ewiges Durchstellen
und Warteschleifen.
Fax-Trick 2
Wenn Sie faxen, machen Sie’s so: Legen Sie Ihr Papier nach Übersendung
ab, beispielsweise in ein Fach „Warten auf Antwort“. Haben Sie nach
einem Tag oder einer Woche keine Antwort, schreiben Sie auf dasselbe Fax
per Hand „2. Anfrage“ oder „2. Versuch“ mit Datum. Abschicken und
dann zurück in die Ablage. Sie können es noch ein drittes Mal versuchen,
ehe Sie telefonisch Druck machen. Schauen Sie Ihr „Warten auf
Antwort“-Fach an zwei Tagen in der Woche durch.
Was Sie noch verbessern können
Flexible Arbeitszeit
Haben Sie je Ihren Boss danach gefragt? Vielleicht können Sie ja früher
beginnen oder auf die Mittagspause verzichten, entsprechend eher aus dem Büro
abhauen.
Speichern
Sichern Sie wichtige Informationen wie Ansprechpartner und Adressen
logisch sortiert in PC-Datenbanken, statt sie mitsamt unwichtiger Details
auf Papier zu verwahren.
Abblocken
Lassen Sie sich nicht von unangemeldeten Besuchern Ihre kostbare
(Frei-) Zeit rauben. Sagen Sie den Plaudertaschen, die nur mal kurz
vorbeischauen, freundlich aber bestimmt, dass Sie gerne einen Termin
machen, aber gerade an einem wichtigen Projekt sitzen.
Auf die Faust
Wenn’s auch schwerfällt – gehen Sie nur noch einmal wöchentlich
in die Kantine. Erstens wollten Sie sich sowieso gesünder ernähren,
zweitens bleibt man da stets länger hocken als zwingend nötig, drittens
vergeuden Sie Zeit auf dem Weg. Schmieren Sie Brote oder bestellen Sie
beim Sushi-Mann, beim Pizza-Service …
Mülltonne
Schmeißen Sie alle unnützen Dinge, die an Ihrem Arbeitsplatz liegen,
weg. Das ständige Hin- und Herschieben oder zur Seite legen raubt Ihnen
kostbare Zeit.
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Soft-Skills - Schlüssel zum Erfolg
Gute Zeugnisse und eine Menge Fachwissen reichen heute nicht mehr aus.
„Überdurchschnittliche Sozialkompetenz wird ihre Bedeutung als Schlüsselqualifikation
sogar noch erhöhen“, erklärt Dr. Walter Jochmann, Vorsitzender der
Geschäftsführung von Kienbaum Management Consultants Düsseldorf. „Wer
Erfolg will, muss schneller, kreativer und menschlich gefestigter sein als
andere.“ Das nennt man dann Social oder Heart-Skills. Immer öfter
tauchen die Begriffe in den Stellenanzeigen auf. Machen von nun an
Weicheier Karriere? „Darum geht’s nicht. Gemeint sind die fünf
Kernbereiche Kooperationsbereitschaft, Einfühlungsvermögen, Offenheit,
Kontakt und Sympathie sowie Motivation“, sagt Jochmann. „Voraussetzung
dafür ist harte Arbeit an sich selbst. Selbstreflexion ist die Gabe der
Gewinner.“
Welche Qualitäten Sie zum Erfolg bringen
Kooperationsbereitschaft
(auch: Teamfähigkeit, Partnerschaftlichkeit, Integrationsfähigkeit,
Flexibilität)
Der ideale Typ Ein Arbeitnehmer ohne Star-Allüren, der sich
schnell in ein Team einfügt. Jemand, der Erfolg und Effizienz steigert
und sofort erkennt, was zu tun ist.
Die sechs wichtigsten Regeln
der Kooperationsbereitschaft
1. Unterstellen Sie Ihren Kollegen das Beste.
2. Etablieren Sie regelmäßige Teamsitzungen, so dass der
Informationsfluss gesichert ist.
3. Protzen Sie nicht mit Ihrer Leistung, auch wenn Sie noch so stolz auf
sich sind. Ihre Ideen taugen nur etwas, wenn sie sich mit den anderen
gemeinsam umsetzen lassen.
4. Geben Sie Ihr Wissen und Können weiter, nehmen Sie aber auch das der
Kollegen an.
5. Dominieren Sie nicht. Zu viel Druck erzeugt Gegendruck und vor allem
Unmut.
6. Ändern Sie auch einmal Ihre Meinung.
Einfühlungsvermögen
(auch: Sensibilität und Verantwortungsgefühl)
Der ideale Typ Der Angestellte, der im Sinne des Teams und der
Firma denkt, sich für seine Kollegen interessiert und ihnen immer das Gefühl
gibt, sie zu verstehen.
Die vier wichtigsten Spielregeln für glaubwürdige Einfühlsamkeit
1. Sich Zeit nehmen, Geduld zeigen, kurz: das Tempo des Gegenübers
akzeptieren.
3. Beweisen Sie Mitgefühl, indem Sie sich in die Situation des anderen
hineinversetzen.
4. Wer Fragen stellt, zeigt Interesse und Verständnis, verteilt verbale
Streicheleinheiten. So spürt der andere, dass er wichtig ist.
Offenheit
(auch: hohe Leistungsbereitschaft, ständiger Lerneifer, Problemlösekompetenz,
Fähigkeit zur Selbstreflexion und -kritik)
Der ideale Typ Ein selbstloser, stressresistenter Mitarbeiter voll
von unerschöpflicher Neugier. Jemand, der Kritik aushält und
optimistisch auf Veränderungen reagiert, auch in schwierigen Situationen
einen kühlen Kopf behält und Lösungen findet.
Die vier wichtigsten Spielregeln, Offenheit zu signalisieren
1. Seien Sie aufgeschlossen für die Belange der Kollegen und geben Sie
auch etwas von sich selbst preis. Nicht gerade Ihren Fußpilz, aber
scheuen Sie sich nicht, Ihre Meinung in der Runde kundzutun. Suchen Sie
die richtige Balance zwischen Distanz und Nähe.
2. Kritisieren Sie nur, wenn es zwingend nötig ist, und vor allem ohne
den anderen zu verletzen. Nehmen Sie Kritik als das, was sie ist: eine
(oft bereichernde) Hilfestellung.
3. Faustregel: Was Sie zu anderen sagen, das dürfen diese auch zu Ihnen
sagen.
4. Akzeptieren Sie, dass es immer Kollegen geben wird, die Sie nicht
ausstehen können und umgekehrt. Das ist normal. Man muss Kollegen nicht
lieben, aber respektieren.
Kontakt und Sympathie
(auch: Kommunikationsfähigkeit)
Der ideale Typ Ein dynamischer Teamplayer, der von sich aus mit
jedem (noch so komplizierten) Kunden, Geschäftspartner oder Kollegen ein
freundliches Gespräch führen kann und dabei immer eine positive Wirkung
erzielt.
Die zwei wichtigsten Spielregeln gelungener Kommunikation
1. Je ähnlicher man einem Gesprächspartner in Sprache, Körpersprache
und Denkweise ist, desto einfacher und fruchtbarer ist der Kontakt. Wir
neigen dazu, uns von unangenehmen Menschen unterscheiden zu wollen. Es
verbessert jedoch den Kontakt, sich dem Gegenüber in Haltung,
Bewegungsrhythmus und Sprechweise ein bisschen anzupassen.
2. Wichtigste Technik: Fragen. So halten Sie die Zügel des Gespräches
und den Gedankengang Ihres Gegenübers in der Hand, verschaffen sich
Informationen, bewegen Ihren Gesprächspartner zur Präzision und
bestenfalls in die von Ihnen gewünschte Richtung.
Motivieren
(auch: Tatkraft, Beharrlichkeit, Belastbarkeit, Veränderungsbereitschaft,
Konfliktfähigkeit)
Der ideale Typ Ein Arbeitnehmer, der sich selbst immer wieder
begeistern und andere mitreißen kann. Er hat Überzeugungskraft und
Durchsetzungsvermögen, kann Emotionen zurückhalten und lässt nicht
seine Launen an anderen aus. Konfliktherde erkennt er frühzeitig und
findet selbst in Stresssituationen einen guten Ausweg.
Die drei wichtigsten Spielregeln, um Mitarbeiter zu motivieren
1. Machen Sie jedem Mitarbeiter seine Stellung und die Bedeutung seiner
Arbeit für das Unternehmen klar. Erklären und begründen Sie jedem seine
Aufgaben. Fordern Sie Ihre Mitarbeiter. Es ist erwiesen, dass nur
derjenige auf Dauer gute Leistungen bringt, der immer etwas überfordert
ist.
2. Teilen Sie Komplimente aus. Erstens bekommen Sie dann auch welche zu hören.
Zweitens beflügelt es jeden, ab und an gefeiert zu werden. Loben Sie,
sooft sie können. Tadel stumpft nämlich auf Dauer ab.
3. Loben Sie sofort, aber nicht vor anderen, die könnten sich zurückgesetzt
fühlen.
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Dressieren Sie Ihren Chef
Zeit, dass Sie mal Ihren Chef genau unter die Lupe nehmen. Studieren
Sie Ihren Boss genau und erkennen Sie seine Stärken, Schwächen und
Schrullen. Ändern können Sie die zwar nicht, aber seine Merkwürdigkeiten
vielleicht zu Ihrem Vorteil nutzen. „Jeder Mensch hat Verhaltensmuster
und Sichtweisen. Diese individuellen Strickmuster ergeben den Persönlichkeitstypus“,
erklärt Esther S. Weidlich, Karrierecoach aus Berlin, die sich auf die
Typenpsychologie des Schweizer Psychoanalytikers Carl Gustav Jung bezieht.
Sie arbeitet mit der so genannten Insights- Discovery-Analyse, einem
Computerprogramm, mit dem sich jeder Boss einordnen lässt. Natürlich
gibt es Mischtypen, aber sie alle lassen sich auf einen dieser vier
Charakterköpfe zurückführen. Suchen Sie Ihren Chef heraus, lernen Sie
mit ihm umzugehen. Benutzen Sie dafür auch unser Körpersprache-Lexikon:
damit können Sie sofort Chefs Launen deuten und darauf eingehen – und
bald wird er Ihnen aus der Hand fressen.
Der Unterstützer
Typ Beziehungsmensch. Warmherzig, aber nicht emotional. Wichtig ist
ihm Stabilität.
Büro Die Tür steht offen, auf dem Tisch Fotos. Die Möbel stehen
Feng-Shui-gerecht oder sind ökologisch einwandfrei.
Arbeitsstil Eher langsam. Am liebsten arbeitet er mit Kollegen, die
zugleich Freunde sind.
Führungsstil Er hasst kreatives Chaos und will Kontrolle aus Angst
vor Veränderung.
Stärke Guter Zuhörer, Coach.
Schwäche Kann nicht nein sagen, muss darum manchmal Entscheidungen
revidieren.
Der Beobachter
Typ Intellektueller. Wie der Direktor zieht er die Aufgaben den
Menschen vor, ist aber nachdenklich und beherrscht.
Büro Schlicht, aufgeräumt. Alles hat seinen festen Platz.
Arbeitsstil Ernsthaft, analytisch, diszipliniert und äußerst präzise.
Dadurch eher langsam. Er liebt Zahlen, Daten und Fakten.
Führungsstil Perfektionistisch, er kümmert sich um alles,
erwartet Korrektheit, mag Eigeninitiative.
Stärken Lieber vorsichtig als unbesonnen, lieber konventionell als
zu kühn.
Schwächen Er hängt an dem Bewährten. Unter Druck beißt er sich
an Details fest, zögert Entscheidungen unnötig raus.
Der Inspirator
Typ Unterhaltungskünstler. Umgänglich, dynamisch, optimistisch,
spontan. Will beliebt sein und sucht Anerkennung.
Büro Freundlich, chaotisch, Kommunikationsmittelpunkt.
Arbeitsstil Hasst Routine, delegiert großzügig, will Spaß.
Führungsstil Mitreißend. Er mag Bewunderer um sich. Überschätzt
manchmal Mitarbeiter.
Stärken Löst spielend Konflikte. Lobt, fördert sein Team.
Schwächen Unzuverlässig, er schiebt lästige Dinge gern und lange
auf. Unter Druck wird er unvorsichtig und launisch.
Der Direktor
Typ Gipfelstürmer. Willensstarker Einzel- und Wettkämpfer,
risikofreudig, selbstbewusst, liebt die Unabhängigkeit.
Büro Nichts als Arbeit und Dokumente seiner Erfolge.
Arbeitsstil Schnell, effizient, bewältigt mehrere Aufgaben
gleichzeitig. Reagiert aggressiv auf Probleme und löst sie.
Führungsstil Fordert Können und Leistungsfähigkeit, erwartet
bedingungslosen Respekt.
Stärken Trägt jede Verantwortung, ist ein guter Manager.
Schwächen Ungeduldig, verletzend, mag Schmeicheleien.
Das Körpersprache-Lexikon
Auch wenn Ihr Boss schweigt, sagt er eine Menge. Lernen Sie seine Körpersprache.
Ihr Chef verschränkt die Arme.
Entweder ist er mit Ihnen oder Ihrem Vorschlag nicht einverstanden.
Tipp: Lösen Sie die Haltung, indem Sie ihm ein Schriftstück oder
dergleichen überreichen. Das funktioniert auch, wenn Ihr Chef nervös an
einem Stift herumfingert.
Er sitzt Ihnen mit weit zurückgelehntem Oberkörper gegenüber.
Er lehnt Sie oder den Gesprächsinhalt ab. Die Körperhaltung kann
allerdings auch Desinteresse bedeuten oder sein überlegenes Gefühl,
alles im Griff zu haben.
Tipp: Holen Sie ihn an den Tisch zurück, indem er auf ein Papier
schauen soll. Zücken Sie jetzt die Trümpfe, die Sie hoffentlich noch in
der Tasche haben.
Er sitzt mit dem Oberkörper nach vorne gebeugt am Tisch.
Entweder folgt er gebannt Ihren Ausführungen oder er wird Sie gleich
unterbrechen.
Tipp: Sieht seine Haltung nach Interesse aus, geben Sie Gas.
Unterbricht er Sie, lassen Sie ihn erst einmal reden und Dampf ablassen.
Ihr Chef ballt die Faust.
Gleich platzt er.
Tipp: Versuchen Sie zu beschwichtigen oder beenden Sie das Gespräch.
Er zeigt mit dem ausgestreckten Zeigefinger auf Sie.
Er ist ungehalten, wenn nicht sogar wütend, attackiert Sie.
Tipp: Versuchen Sie ihn zu beruhigen oder schweigen Sie. Bleibt er
hitzig, beenden Sie das Gespräch.
Er blinzelt stark.
Er ist nervös. Oder er trägt Kontaktlinsen.
Tipp: Bringen Sie Ruhe in die Debatte, versuchen Sie Zeit zu
gewinnen.
Er streicht sich während des Sprechens das Kinn.
Er ist nachdenklich und/oder mit sich zufrieden.
Tipp: Jetzt können Sie einen bleibenden guten Eindruck
hinterlassen. Gehen Sie.
Er runzelt die Stirn, schüttelt den Kopf, kramt in Unterlagen herum,
guckt aus dem Fenster.
Er läßt Sie auflaufen, er ist ungehalten und ablehnend.
Tipp: Kommen Sie zielstrebig zur Sache, bleiben Sie höflich, aber
hartnäckig. Je brenzliger die Situation, desto stärker müssen Sie ihn
im Blick behalten. Wer einer „Gefahr“ ins Auge schaut, wirkt stark und
selbstsicher.
Er trommelt mit den Fingern auf die Tischplatte.
Er ist nervös, ungeduldig, eilig, will Sie los werden.
Tipp: Sind Sie noch nicht am Ziel, tragen Sie noch einmal kurz und
knapp Ihr Anliegen vor. Nehmen Sie ein Stück seines Reviers in Beschlag,
indem Sie z.B. einen Arm auf seinen Schreibtisch stützen.
Er legt seine Füße um die Stuhlbeine.
Vermutlich sucht er Halt, weil er unsicher ist.
Tipp: Jetzt können Sie Punkte sammeln, indem Sie ihm Sicherheit
geben. Betonen Sie beispielsweise, dass das Geschäft, das Sie
vorschlagen, keinerlei Risiko für ihn bedeutet und er sich ganz und gar
auf Sie verlassen kann.
Er guckt Sie nicht mehr an.
Entweder ist er verlegen, will Sie los werden oder was Sie sagen, ist ihm
unangenehm.
Tipp: Haben Sie zuviel geredet? Stellen Sie eine Frage, damit er
wieder die Oberhand gewinnt.
Er steht auf und vergräbt die Hände in den Hosentaschen.
Er ist kritisch, verschließt sich.
Tipp: Geben Sie ihm ein Papier, damit er die Hand aus der Hose
holt. Sollten Sie noch ein As im Ärmel haben, ziehen Sie es jetzt. Oder
vertagen Sie die Unterhaltung.
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Sechs Strategien, wie Sie sich gegen
unfaire Kritik zur Wehr setzen können
Es könnte so schön sein. Der Chef ist von Ihrem Projekt so gut wie überzeugt.
Wenn bloß Kollege Müller nicht wäre. An all Ihren Vorschlägen hat er
was auszusetzen. Durchkreuzen Sie seine Taktik.
Ad-personam-Taktik
Ihr Gegner wird persönlich. Ein Beispiel: „Die Farbe Ihres Hemdes
entspricht Ihrer geistigen Haltung“ (nämlich grau in grau).
Reaktion: „Wenn es der Diskussion nützt, ziehe ich mir gerne ein
anderes Hemd an“ oder „Glauben Sie, dass Kritik an meinem Outfit das
Projekt voranbringt?“
Theorie-Praxis-Taktik
Kollege Müller gibt Ihnen zwar Recht, sagt allerdings, das sei „in der
Praxis undurchführbar“.
Reaktion: „Das Beste für die Praxis ist eine gute Theorie.“
Verschleierungstaktik
Der Satz: „Fassen Sie das nicht als Kritik auf, aber ...“ ist trügerisch.
Seien Sie sicher, um nichts anderes als Kritik geht es.
Reaktion: „Ich danke Ihnen für diese Stellungnahme, aber ...“
Oder direkter: „Halten Sie Ihre Äußerung für angebracht?“
Großzügigkeits-Taktik
Sie gehen ausführlich auf Detailfragen ein. Da beklagt Kollege Müller,
dass er in Ihrer Darstellung „das große Ganze“ vermisst.
Reaktion: „Auch ein komplexes Thema setzt sich aus vielen
kleinen Teilchen zusammen“ oder „Wollen Sie einfach die wichtigen
Details weglassen?“
Schweige-Taktik
Ihr Gegenüber hört sich Ihren Vortrag an, lässt jedoch alles
missgelaunt an sich abprallen.
Reaktion: „Ich fasse Ihr Schweigen als Zustimmung auf und fahre
deshalb jetzt fort.“
Kompetenz-Taktik
Der Kollege bezeichnet Sie als zu jung und unerfahren oder aber zu alt für
diese Aufgabe.
Reaktion: „Mozart schrieb mit acht die erste Symphonie“ bzw.
„Adenauer war mit 90 Kanzler.“
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Multitasking ist unproduktiv
Wer gleichzeitig seine nächste Business-Reise vorbereitet, telefoniert
und auch noch die Tagespost durchgeht, mag zwar denken, dass er schnell
und effektiv arbeitet, aber tatsächlich ist das Gegenteil der Fall: Dr.
Joshua Rubenstein von der amerikanischen Federal Aviation Administration
ist der Meinung, dass man mit Multitasking in den meisten Fällen die Zeit
des Arbeitgebers verschwendet, und je nach Job sogar ein hohes Risiko
eingeht.
Im American Psychological Society´s Journal of Experimental Psychology
schreibt der Forscher, dass in Tests alle Kandidaten Zeit verloren, wenn
sie mehrere Aufgaben gleichzeitig zu bewältigen hatten. Dieser
Zeitverlust erhöhte sich mit der Komplexität der Tätigkeiten.
Der Grund lag nach Rubenstein darin, dass die Testpersonen Schwierigkeiten
hatten, ihre Gedanken von einer Aufgabe zur anderen zu verschieben. Dabei
spielten zwei Überlegungen die Hauptrolle: im sogenannten "goal
shifting" muss sich der Multitasker klar machen, dass er nun die
zweite Arbeit anstatt der ersten machen will. Und bei der darauf folgenden
"rule activation" muss er noch die Gesetze in seinem Kopf
ausschalten, die für die erste Aufgabe nötig waren und dafür die Regeln
für die zweite aktivieren.
Wenn der Angestellte auf diese Weise für ungefähr 10 Minuten
unkonzentriert ist, kostet das das Unternehmen 20 bis 40 Prozent
potentieller Effektivität, meint Rubenstein. Und das nur, wenn der
Arbeiter dabei keine Fehler macht.
Rubenstein kam zu diesen Ergebnissen, als er die Zeit maß, die Personen
verloren, wenn sie zwischen zwei Aufgaben mit verschiedenen
Schwierigkeitsstufen und Vertrautheiten hin und her springen mussten. Er
lies seine Testkandidaten dafür zum Beispiel Mathe-Aufgaben lösen und
gleichzeitig geometrische Formen zuordnen.
Das Gleiche gilt übrigens auch für alltägliche Aufgaben, wie das
Telefonieren mit Handys während des Autofahrens. Rubenstein meint, dass
das Fahren allein schon sehr viel Aufmerksamkeit erfordert, wie das
Erkennen von Verkehrsschildern und die laufende Analyse der Situation.
Wenn der Fahrer dann noch telefoniert, stellt er sich automatisch den
Gesprächspartner vor, und das benötigt zusätzliche Kapazität im
Gehirn. Überlastung drohe besonders dann, wenn das Telefongespräch hoch
emotional sei, schreibt der Forscher.
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Das deutschsprachige
Buchstabieralphabet:
A: Anton
B: Berta
C: Cäsar
D: Dora
E: Emil
F: Friedrich
G: Gustav
H: Heinrich
I: Ida
J: Julius
K: Kaufmann
L: Ludwig
M: Martha
N: Nordpol
O: Otto
P: Paula
Q: Quelle
R: Richard
S: Samuel
SCH: Schule
T: Theodor
U: Ulrich
V: Viktor
W: Wilhelm
X: Xanthippe
Y: Ypsilon
Z: Zacharias
Ä: Ärger
Ö: Ökonom
Ü: Übermut
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Richtig buchstabieren: Das ICAO-Alphabet
Wenn Sie im Ausland unterwegs sind, könnte sich das so
genannte ICAO-Alphabet als nützlich erweisen. Diese Art zu buchstabieren
ist in der Luftfahrt üblich.
A: Alfa
B: Bravo
C: Charlie
D: Delta
E: Echo
F: Foxtrott
G: Golf
H: Hotel
I: India
J: Juliett
K: Kilo
L: Lima
M: Mike
N: November
O: Oscar
P: Papa
Q: Quebec
R: Romeo
S: Sierra
T: Tango
U: Uniform
V: Victor
W: Whiskey
X: X-ray
Y: Yankee
Z: Zulu
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