Business & Karriere II

-So sorgen Sie Für Frieden im Büro

-Strategien gegen Nervtöter im Büroalltag

-So bewerben Sie sich richtig - So werden Sie gleich eingestellt

-So meistern Sie Ihr Vorstellungsgespräche

-Effizienter arbeiten

-Soft-Skills - Schlüssel zum Erfolg

-Dressieren Sie Ihren Chef

-Sechs Strategien, wie Sie sich gegen unfaire Kritik zur Wehr setzen können

-Multitasking ist unproduktiv

-Das deutschsprachige Buchstabieralphabet

-Richtig buchstabieren: Das ICAO-Alphabet

-Diese Trainingseinheiten kurbeln Argumentations- und Redekunst an

-Keine Angst vor Lampenfieber

-Merktechniken: Namen merken - kein Problem!

-Zeittip: So sparen Sie Zeit beim Schreiben

-Autoreisen: So vermeiden Sie den "toten Punkt"

-Besucherbetreuung: Der "Kleine Pannenkoffer"

-Motivationstips

-Der neueste Tipp für Ihre Mitarbeitermotivation: Gymnastik für alle

-Briefanreden: Ein- oder zweispaltig?

-Blumen für den Chef beim Krankenbesuch?

-Die zehn Gebote für den Redner

-Arbeitsplatz: 17 goldene Regeln

-Briefanreden: Wer wird zuerst genannt?

-Briefschluss: Nach Diktat verreist?

 

INDEX


- ACHTUNG FALLE! -
-
BUSINESS & KARRIERE I. -
- BUSINESS & KARRIERE II. -
- FLIEGEN & VERREISEN -
- GELD ANLEGEN -
- GELD SPAREN -
- GELD VERDIENEN -
  - GEWINNSPIELE / WETTEN -
- HANDYS-, WEB-, PCTRICKS -
- INTERESSANTE URTEILE I. -
- INTERESSANTE URTEILE II. -
- INTERESSANTE URTEILE III. -
- KOSTENLOS -
- LIFESTYLE -
- MEDIZIN / GESUNDHEIT I. -
- MEDIZIN / GESUNDHEIT II. -
- MEDIZIN / GESUNDHEIT III. -
- MEDIZIN / GESUNDHEIT IV. -
- MIETEN & WOHNUNG -
- KARRIERE & BUSSINESS -
- SEX / LIEBE / PARTNERSCHAFT I. -
-
SEX / LIEBE / PARTNERSCHAFT II. -
-
SONSTIGES I. -
- SONSTIGES II. -
 - SONSTIGES III. -
 - SONSTIGES IV. -
-
STEUERTIPPS -
- SPEZIALINFORMATIONEN -
-
WIRTSCHAFT / BÖRSE -

TOPTHEMEN:
- DIE GEFÄHRLICHSTEN DROGEN -
- 30 TIPPS FÜR DIE REDE -
- DIE E-NUMMERN -
-
GEDÄCHTNISTRAINING -
- ERBE & TESTAMENT -
- GEKNACKTE PASSWÖRTER -
- DIE 1. MILLION -
- IHR GUTES RECHT -
- RECHTSFORMEN -

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Merktechniken: Namen merken - kein Problem!

Sie lernen jemanden kennen, sagen sich gegenseitig den Namen und kurz danach ist der Name schon wieder weg.

Das können Sie aktiv dagegen tun:

  • Wiederholen Sie den gerade gehörten fremden Namen: "Guten Tag, Herr Landgraf."

    Beim Austauschen von Visitenkarten ist oft zu sehen, daß diese sehr schnell verstaut werden. Nehmen Sie sich einfach etwas Zeit. Sehen Sie sich den Namen in aller Ruhe an - Sie können ihn sogar vorlesen. In der Regel wird das Ihrem gegenüber eher schmeicheln, als daß es ihn stören würde, und doch bleibt diese Möglichkeit oft ungenutzt. Die asiatischen Völker nutzen fast immer diese Gelegenheit. Keine Visitenkarte wird ungelesen verstaut.

Beim Einprägen von Namen können Sie natürlich auch die Memotechnik nutzen. So gehen Sie vor:

  • Stellen Sie den Namen geistig-bildhaft dar.
     
  • Verbinden Sie die Person mit diesem Bild.
     
  • Sprechen Sie den Namen richtig aus.

Beispielsweise lernen Sie jemanden kennen, der Schneider heißt. Sofort stellen Sie sich vor, wie er im Schneidersitz sitzt.

Es stellt sich Ihnen jemand vor mit dem Namen Fabris. Sie denken an eine Fabrik und aus dem Schornstein kommt Rauch in Form eines S. Jetzt sollten Sie den Namen noch einmal wiederholen: Der Herr heißt richtig Fabris.

Frau Müller sitzt vor der Mühle. Herr Schmidt ist ein Schmied, Frau Pankowitz erzählt einem Panker einen Witz und Herr Paraskiwogloubus fliegt Paraski. Wo? Auf dem Globus. "Paraski-Wo-Globus". Den Namen richtig zu wiederholen ist auch hier wichtig.

An diesen Beispielen haben Sie gesehen, daß ein bischen Fantasie dazugehört. Trainieren Sie daher täglich.

 

 

 

Zeittip: So sparen Sie Zeit beim Schreiben

  • Nicht jede Anfrage müssen Sie mit einem aufwendigen Schreiben beantworten. Vermerken Sie kurze Antworten oder Nachfragen direkt auf dem Ihnen vorliegenden Schreiben - und dann ab ins Fax damit.
     
  • Haben Sie alles griffbereit? Flache, beschriftete Schublade mit Geschäftspapier, Faxformularen, Vordrucken, Kurzmitteilungen und Schmierpapier sollten Sie unbedingt direkt an Ihrem Arbeitsplatz haben.
     
  • Adressen: Ist Ihre Adeßverwaltung (Papier und/oder EDV) effizient? Wenn Sie häufig suchen müssen: Nehmen Sie sich die Zeit und schaffen Sie Abhilfe.
     
  • Sie müssen nicht immer vollständige Texte schreiben. Skizzieren Sie Ihre Entwürfe (Papier oder EDV) und überlassen Sie Ihrer Assistenz die endgültige Formulierung und die optische Gestaltung. Der fertige Brief wird Ihnen zur Unterschrift vorgelegt.
     
  • Schreiben Sie stets deutlich lesbar, das erspart Ihnen und dem Empfänger Ihrer Nachricht Zeitverluste durch lästige Rückfragen.
     
  • Müssen Sie überhaupt alles schriftlich machen? In vielen Fällen tut es auch ein kurzer Anruf.
     
  • Ein unaufgeräumter Schreibtisch birgt viele Ablenkungsgefahren: Räumen Sie auf, schaffen Sie Platz.
     
  • Bevor Sie schreiben: Machen Sie sich kurz die wesentlichen Punkte bewußt und legen Sie eine Reihenfolge fest.
     
  • Sie legen unbedingt Wert auf Fehlerfreiheit: Überarbeiten Sie Ihren Text höchstens 2mal. Achten Sie beim ersten Mal ausschließlich auf Inhalt (stimmen Fakten und Zahlen?) und Stil. Erst im zweiten Durchgang suchen Sie (im nun bereits geänderten Text) nach Rechtschreib-, Interpunktions- und Grammatikfehlern. Bei kurzen Texten mit unkomplizierten Inhalten können Sie die beiden Arbeitsgänge zusammenlegen. Bei Kurzmitteilungen oder -anmerkungen ist ein schneller Check das Maximum. Lediglich Schreiben von besonderer Bedeutung (mit juristischen, vertraglichen oder wirtschaftlichen Konsequenzen) sollten Sie, Ihr Teilhaber oder Ihre Assistenz weiteren Kontrollen unterziehen.
     
  • Prüfen Sie: Was müssen Sie überhaupt selber schreiben? Delegieren Sie und vertrauen Sie auf die Fähigkeiten Ihrer Mitarbeiter - Sie haben sie ja schließlich eingestellt.
     
  • Der Umgang mit Computer und Textverarbeitung dauert bei Ihnen zu lange? Schaffen Sie unbedingt Abhilfe. Nehmen Sie sich die Zeit, Funktionen und Möglichkeiten besser kennenzulernen und schneller zu nutzen. 10 verschenkte Minuten pro Tag - das macht eine komplette Woche pro Jahr! Außerdem: Immer wiederkehrende Probleme und Zeitverluste am Computer sind stimmungsstörend und demotivierend.

 

 

 

Autoreisen: So vermeiden Sie den "toten Punkt"

Autofahren ist harte Arbeit. Während Berufskraftfahrer für ihre oft gefährlichen Stunden hinterm Steuer bezahlt werden, verbringen Sie als Selbständiger dort viel ungenutzte Zeit. Und Ihre eigentliche, gewinnbringende Arbeit beginnt erst am Zielort.

Prüfen Sie für jeden Reisetermin konsequent:

  • ob die Anreise per Flugzeug/Bahn plus Taxi nicht wertvolle Arbeits- und/oder Erholungszeit für Sie bringt, auch wenn Sie manchmal etwas länger unterwegs sind,
     
  • ob die Reise zum Erreichen Ihrer Geschäftsziele wirklich notwendig ist,
     
  • ob ein Einzeltermin wirklich unabdingbar ist oder Sie mehrere Besuche in anderen Landesteilen zeitlich zusammenlegen können,
     
  • ob ein Treffen "auf halben Wege" möglich ist.

Nach einer Studie der deutschen Verkehrswacht gehen 24% der tödlichen Unfälle auf bayerischen Autobahnen auf Einschlafen am Steuer zurück: Die Universität Regensburg schätzt diese Quote gar auf 50%. Und zu 100% dürfte feststehen, daß keiner der übermüdeten Fahrer daran dachte, daß es ausgerechnet ihn "erwischen" würde.

Wenn Sie lange Fahrten nicht vermeiden können, beachten Sie bitte folgende Tips:

  • Fahren Sie keinesfalls länger als 8 Stunden pro Tag.
     
  • Bedenken Sie, daß Ihre Leistungsfähigkeit bereits nach 4 Stunden Fahrt deutlich nachläßt.
     
  • Sorgen Sie stets für ausreichende Zufuhr von Frischluft.
     
  • Legen Sie regelmäßig Pausen ein, bewegen Sie sich und machen Sie Gymnastik - auch wenn's draußen ungemütlich ist.
     
  • Die Einschlaf-Gefahr ist zwischen 3 und 5 Uhr morgens ganz besonders hoch. Hier besonders: Bewegungspausen machen! Auch nachmittags gegen 14 Uhr haben die meisten Menschen einen "toten Punkt". Richten Sie Ihre Pausen also entsprechend ein.
     
  • Achten Sie auf Ihre Reise-Ernährung: Obst, Gemüse und Getreideprodukte ja, fettes und zu vieles Essen nein.
     
  • Kaffee ist ein trügerischer "Wachhalter": Ihre Leistungskurve fällt schon nach wenigen Minuten schnell und um so tiefer wieder ab.

 

 

 

 

Besucherbetreuung: Der "Kleine Pannenkoffer"

Optimale Gästebetreuung hilft, Geschäftsbesuchen eine positive Basis zu geben. Das beginnt bei der Begrüßung, geht über die Bewirtung bis zur Verabschiedung. Fühlt sich Ihr Gast wohl, sind die Weichen für ein erfolgreiches Gespräch gestellt. Manchmal sind es aber kleine Pannen, die das Wohlbefinden eines Gastes stören. Ein Fleck auf der Kleidung oder eine Laufmasche beispielsweise.

Wenn Sie bei einem kleinen Malheur, einem Unwohlsein wie Kopfschmerzen oder mit vergessenen Kleinigkeiten aushelfen können, wird das einen Gast positiv überraschen. Stellen Sie sich deshalb einen "Kleine-Pannen-Koffer" zusammen. Er könnte zum Beispiel dies enthalten: Kopf- und Zahnschmerztabletten, ein Mittel gegen Sodbrennen, Hustenstiller, Heftpflaster, Nähzeug, Kleiderbüste, Fleckentferner, Papiertaschentücher, Frauenhygieneartikel, Schuhputzzeug, neutrale Krawatten, Seidenstrumpfhosen, Tragetaschen, Geschenkpapier und –band, Regenschirm, neutrales Briefpapier mit Umschlägen, Batterien.

Achten Sie darauf, dass dieses "Erste-Hilfe-Set" immer wieder aufgefüllt wird. So werden Sie sich als "Retter in der Not" viele Sympathien verschaffen.

 

 

 

Der neueste Tipp für Ihre Mitarbeitermotivation: Gymnastik für alle

Acht Stunden am Schreibtisch sitzen - wenn das so weitergeht, ist bald Ihr ganzes Team krank. Tun Sie etwas für die Gesundheit Ihrer Leute. Setzen Sie ein- oder zweimal in der Woche einen "Gym-Tag" auf den Dienstplan. An diesem Tag / diesen Tagen darf jeder Mitarbeiter sein Sport-Outfit mit ins Büro bringen, und dann wird geturnt. Lassen Sie sich von einem Fitnesstrainer vorher ein paar leichte Gymnastikübungen erklären.

Kommen Sie einmal vormittags und einmal nachmittags aus Ihrem Büro, legen Sie zum Beispiel den Song "Let's get physical" von Olivia Newton.John auf, und spielen Sie den Fitnesslehrer. Nach fünf Minuten geht die Arbeit doppelt so schnell!

PS: Sie können zusätzlich mit einem Fitnessstudio in Firmennähe einen Großkundenvertrag für Ihre Mitarbeiter abschließen.

 

 

 

Briefanreden: Ein- oder zweispaltig?

Wenn ich zwei Personen anschreiben will, bin ich immer im Zweifel. Müssen beide Namen in eine Zeile, oder werden sie untereinander geschrieben?

Das können Sie individuell entscheiden. Es gibt dazu weder eine Stil-und-Etikette- noch eine DIN-Regel. Ein Kriterium für Ihre Entscheidung kann die Optik sein. Bei langen Namen ist die Anredezeile unter Umständen zu voll. Dann sieht es ansprechender aus, die beiden Namen zweispaltig zu setzen. Das gilt auch, wenn Sie in speziellen Fällen eine Person doppelt anreden. Beispiel: Sie schreiben einen offiziellen Brief an eine hochgestellte Persönlichkeit, die Sie aber privat gut kennen. "Sehr geehrte Frau Generalkonsulin, liebe Frau Dr. Sowieso". Dann können Sie in die erste Zeile die offizielle Anrede, in die zweite die private setzen.

Aber auch kurze Namen müssen nicht nebeneinander geschrieben werden. Falls Sie sogar drei Personen in einem Brief anreden, verwenden Sie am besten für jede Anrede eine eigene Zeile.

 

 

 

Briefanreden: Wer wird zuerst genannt?

Im privaten Bereich wird die Dame vor dem Herrn genannt. Das ist mir bekannt. Aber wie ist das im Beruf? Wird dort auch grundsätzlich die Frau als erste angeschrieben?

Nein. Wie auch bei vielen anderen Umgangsformenregeln im beruflichen Bereich gilt hier: Die Hierarchie ist ausschlaggebend. Schreiben Sie also zum Beispiel an einen Herrn und seine Mitarbeiterin, ist die Anrede: "Sehr geehrter Herr Sowieso, sehr geehrte Frau Muster". Daran ändert auch ein eventueller akademischer Grad nichts.

Ist beispielsweise der leitende Direktor "Herr Schmitz" und eine seiner Abteilungsleiterinnen "Frau Dr. Schneider", wird er trotzdem als erster angeschrieben.

Handelt es sich um zwei Personen auf der selben Hierarchiestufe, werden die privaten Gepflogenheiten wieder relevant. Also beispielsweise die Dame oder ein wesentlich Älterer an erster Stelle genannt.

 

 

 

Briefschluss: Nach Diktat verreist?

Stimmt es, dass der Zusatz in einem Brief "Nach Diktat verreist" deplaziert ist? Mein Chef diktiert das immer so. Ich finde es aber nicht gut.

Diese alte Gepflogenheit in Geschäftsbriefen hat in der letzten Zeit viele Widersacher gefunden. Deshalb ist dieser Zusatz nicht mehr empfehlenswert. Die moderne Variante: "In Abwesenheit von". Prüfen Sie aber trotzdem, ob Sie nicht einen andern Weg wählen können.

Falls Sie berechtigt sind, mit "i.V." (in Vollmacht) oder "i.A." (im Auftrag) zu unterschreiben, ist das die bessere Lösung. Aber Vorsicht: Beides können Sie nicht von sich aus einfach tun!

Mit "in Vollmacht" können Sie nur unterzeichnen, wenn Sie dazu offiziell ermächtigt worden sind. Oft ist dazu sogar ein Schreiben der Geschäftsleitung nötig. Selbst mit "i.A." sollten Sie nicht ohne ausdrückliche Absprache unterschreiben. In vielen Unternehmen gilt dies nicht als Selbstverständlichkeit.

Eine weitere Möglichkeit, das "nach Diktat verreist" zu vermeiden: Formulieren Sie einen Satz im Brieftext. Zum Beispiel: "Herr Mustermann hat mich gebeten, den Brief für ihn in seiner Abwesenheit zu unterzeichnen".

 

 

 

Blumen für den Chef beim Krankenbesuch?

Mein Chef liegt seit kurzem im Krankenhaus. Ich möchte ihn besuchen und ihm Blumen mitbringen. Doch ich bin unsicher: Darf ich einem Mann, dazu noch meinem Chef, überhaupt Blumen schenken? Und wenn ja, welche?

Nach modernen Empfehlungen ist es kein Fauxpas mehr, einem Mann Blumen mitzubringen. Davon sind Chefs nicht ausgenommen. Beachten Sie in dieser speziellen Situation aber zwei wichtige Grundsätzlichkeiten:

Auch bei einem Krankenbesuch sind die wichtigsten Regeln der Blumensprache nicht aufgehoben.
 

Nicht alle Blumen sind krankenhausgeeignet.

Ein Beispiel zu Punkt eins: Rote Rosen bleiben situationsabhängig stets Ausdruck inniger Liebe. Sie eignen sich also auch im Krankheitsfall nicht als Bukett für den Chef.

Topfblumen sind als Geschenk immer umstritten und nur in bestimmten Konstellationen geeignet. Im Krankenhaus sind sie tabu: Bazillengefahr!

Außerdem sollten Sie weiße Lilien, ebensolche Chrysanthemen, Astern, Hortensien und Calla bei einem Krankenbesuch vermeiden. Sehr viele Menschen betrachten solche Blüten als "Todesblumen". Nur wenn Sie Ihren Chef sehr gut kennen, können Sie diese Vorsichtsmaßnahme außer acht lassen.

Beispiel: Sie wissen genau, dass er dieses Denken nicht hat und eine besondere Vorliebe beispielsweise für weiße Astern hegt.

Wählen Sie außerdem keine stark duftenden Blüten für ein Mitbringsel ins Krankenhaus. Ebenso sind sehr große Sträuße wenig praktisch. Am besten geeignet sind kleine Gebinde oder Gestecke. Letztere ersparen die häufig schwierige oder gar erfolglos verlaufende Suche nach einer passenden Vase. In Form und Farbe geeignete Gefäße sind in Krankenhäusern nicht immer in ausreichender Zahl vorhanden.

 

 

 

Die zehn Gebote für den Redner


Ist es möglich, die wichtigsten Tips für eine gelungene Rede in wenigen Sätzen zusammenzufassen? - Im Folgenden finden Sie zehn Gebote, die jeder Redner (und jede Rednerin!) unbedingt beachten sollte.

1. Gebot: Rede weniger, sage mehr!

"In Deutschland gehen mehr Arbeitsstunden durch Grußworte verloren als durch Streiks." (Ingo von Münch). Effizienter reden heißt,die fünf Produktionsstadien der Rede zu beherrschen: a) Ideenfindung, b) Stoffgliederung: Einleitung, Sachverhaltsschilderung, Argumentations- und Beweisführung, Schluß, c) stilistische Aufbereitung: Sprachrichtigkeit, Deutlichkeit, Angemessenheit, Kürze, Redeschmuck, d) Einprägung ins Gedächtnis: Mnemotechnik, bildliche Vorstellungshilfen, e) Präsentation: Betonung, Mimik, Gestik, Handlung, aber auch äußere Rahmenbedingungen.

2. Gebot: Bedenke das Publikum!

Der Wurm muß dem Fisch schmecken, nicht dem Angler! Zu wem reden Sie wann und wo? Welches Vorwissen hat das Publikum, welche Sympathien, Erwartungen, Befürchtungen, Vorurteile oder Fragen?

3. Gebot: Bedenke Anlaß und Ziel!

Denken Sie an Anlaß und Redegegenstand und sprechen Sie zielgerichtet! Was wird von Ihnen verlangt? Was wollen Sie mit Ihrer Rede erreichen?

4. Gebot: Bedenke die Zeit!

Reden Sie kurz! Wenn Sie abtreten, soll das Publikum sich sagen: dem hätte ich noch lange zuhören können! Lassen Sie alles Unnötige weg (Helmut Schmidt: "Quallenfett"). Konzentrieren Sie sich auf eine Botschaft.

5. Gebot: Sichere die Qualität!

Vor jeder Rede präzise Vorbereitung, während der Präsentation ständige Qualitätssicherung durch Augenkontakt, hinterher Fragemöglichkeit. Redequalität heißt auch Klarheit, Wahrhaftigkeit, Anstand (Moral).

6. Gebot: Sprich kompetent!

Reden Sie nur zu Menschen, die Ihnen Kompetenz zugestehen, nur über Themen, für die Sie kompetent sind, und nur, wenn Sie Zeit haben, sich kompetent und punktgenau vorzubereiten. Denken Sie daran, daß sich Kompetenz im Laufe einer einzigen Rede gewinnen und - verspielen läßt!

7. Gebot: Engagiere dich!

"In dir muß brennen, was du in anderen entzünden willst" (Augustinus). Wer unbeteiligt spricht, hat schon verloren! Wer engagiert, humorvoll und zu Herzen gehend spricht, wird gewinnen.

8. Gebot: Sprich dialogisch!

Monologisieren Sie nicht! Welche Fragen hat das Publikum? Geben Sie Antworten darauf. Zählen Sie die Frage- und Anführungszeichen schon im Entwurf: Je mehr Fragen und je mehr wörtliche Rede Ihr Manuskript enthält, desto besser.

9. Gebot: Sprich anschaulich!

Eine Rede ist keine Schreibe. Reden ist Kino im Kopf. Formulieren Sie bildhaft und plastisch: Anekdoten, Geschichten, Parabeln, Vergleiche, Gleichnisse, Anschauungsmaterial.

10. Gebot: Präsentiere das Besondere!

Geben Sie jedem das Gefühl, einem besonderen Redeereignis beizuwohnen. Wählen Sie Anfang, Aufbau und Abgang packend und auf Steigerung bedacht: neue Ansätze und Fragestellungen, ungewöhnliche Perspektiven, Aha-Erlebnisse, intellektuelle Abenteuer, reizvoll-rasante Gedankenreisen zu einem gemeinsamen Höhepunkt, Gipfel und Ziel.

 

 

 

 

Motivationstips

So erreichen Sie Ihre Ziele:

  • Keine Angst vor Fehlern!
    Das Wissen der Menschheit ist über Jahrtausende gewachsen. Viele der dazu notwendigen Erfahrungen sind durch Irrtümer entstanden. Haben Sie keine Angst vor neuen Wegen, Ideen und Methoden! Denken Sie immer daran: Fehler können nützlich sein, wenn Sie bereit sind, von Ihnen zu lernen.
  • Keine "Null-Bock-Haltung"!
    Auch Sie sind empfänglich für die Überzeugungen, Einschätzungen und Einstellungen anderer. Falls Menschen in Ihrem Umfeld eine "Null-Bock-Haltung" haben, wird das Sie und Ihre Leistungen negativ beeinflussen. Daher ist es wichtig, daß Sie mehr Zeit mit Leuten verbringen, die eine optimistische, positive Ausstrahlung und Lebenshaltung haben.
  • Seien Sie gewappnet!
    Analysieren Sie im voraus potentielle Hindernisse, Gefahren oder Unsicherheiten. Welche negativen Einflüsse können auftreten? Beispielsweise Mangel an Unterstützung, technischem Wissen, Zeit, Platz, Energie, Geld oder Erfahrung werden Ihre Motivation, ein Ziel zu erreichen, behindern. Machen Sie sich diese Hindernisse so früh wie möglich bewußt und räumen Sie sie rechtzeitig aus dem Weg. So steigern Sie Ihre Erfolgsaussichten und werden Ihr Ziel störungsfreier und optimistischer angehen und verwirklichen können.

Arbeitsplanung


Was Sie prüfen sollten, bevor Sie Feierabend machen:

  • Haben Sie alles Geplante erledigt?
  • Entscheiden Sie: Welche nicht erledigten Aufgaben können Sie fÜr den nächsten Tag delegieren?
  • Prüfen Sie: Welche nicht erledigten Aufgaben sind eventuell völlig überflüssig oder terminlich unabhängig?
  • Legen Sie sich eine terminlose Aufgaben-Liste oder ein Buch an. Hier tragen Sie täglich allen "Kleinkram" ein, den Sie persönlich erledigen wollen, der aber nicht termingebunden ist. Notieren Sie daneben groß und auffällig die für jede Aufgabe grob geschätzte Arbeitsdauer. Wenn Sie zwischendurch "Lücken" haben, finden Sie auf Anhieb eine passende Aufgabe.
  • Falls Sie häufig am Tagesende wichtige Aufgaben nicht geschafft haben, überprüfen Sie Ihr Zeitmanagement, beispielsweise zu lange Telefonate, Suche nach Unterlagen, zu lange Besprechungen, mangelnde Delegation, häufige Störungen, Probleme mit Büro- und Werkstatttechik, mangelnde Prioritätensetzung, unvollständig geführte Wiedervorlage und andere Zeitfresser. Machen Sie sich kurze Notizen dazu und legen Sie fest, wann (am besten gleich heute!) und wie Sie Abhilfe schaffen wollen. Übertragen Sie nun die verbliebenen Aufgaben in Ihrem Arbeitsplan des nächsten Tages.

Angenehmen Feierabend!

Mitarbeiter

So delegieren Sie richtig
Mit besonderer Aufmerksamkeit sollten Sie Anweisungen geben, wenn Arbeiten an neue oder unerfahrene Mitarbeiter oder Auszubildende vergeben werden. Lassen Sie sich Zeit, denn schließlich wollen Sie, daß die Aufgaben korrekt erledigt werden.

  • Betrachten Sie Ihren Zeitaufwand als eine wichtige Investition zur Erhaltung oder Steigerung der Effizienz in Ihrem Unternehmen.
  • Geben Sie Anweisungen nicht "zwischen Tür und Angel".
  • Erklären Sie zunächst kurz, worum es geht, und fragen Sie Ihren Mitarbeiter nach dessen Kenntnisstand in der Sache.
  • Geben Sie Anweisungen vollständig und Schritt für Schritt unter Berücksichtigung des Kenntnisstandes Ihres Mitarbeiters.
  • Fragen Sie zwischendurch, ob alles verstanden wurde; beantworten Sie Fragen freundlich und sachlich.
  • Sprechen Sie deutlich und verständlich.
  • So wird's gemacht! Demonstrieren Sie gegebenenfalls einzelne Arbeitsschritte (beispielsweise bei Arbeiten am PC)
  • Motivieren Sie: Erläutern Sie Sinn und Zweck der Tätigkeit und warum das Arbeitsergebnis für Ihren Betrieb wichtig ist.
  • Lassen Sie sich die Ausführung demonstrieren, klären Sie erkennbare Probleme und vergessen Sie ein kleines Lob nicht.
  • Klären Sie, wer wann bei Problemen helfen kann, falls Sie selbst nicht erreichbar sind oder sein wollen.
  • Lassen Sie sich die Beendigung der Arbeit melden. Prüfen und besprechen Sie sachlich das Arbeitsergebnis.

Motivationstip


Stets ans "Danach" denken
Zugegeben, nicht alle Aufgaben und Entscheidungen machen Freude. Übermäßiges Aufschieben jedoch führt meist zu Streß und seelischer Belastung, was Ihre Leistungsfähigkeit erheblich mindern kann. Deshalb bedenken Sie stets, daß am Ende etwas Positives für Sie herausspringt – im besten Falle ein Gewinn an Ansehen und Einkommen. Aber auch vermeintlich Schlechtes hat sein Gutes. Das Eingestehen seines Fehlers, die überfällige Trennung von einem (Geschäfts-) Partner, das Überbringen unangenehmer Nachrichten entlastet Sie von Ängsten, kann Ihr Selbstbewußtsein steigern und neue, ungeahnte Perspektiven eröffnen und Energien freisetzen.

 

 

 

 

Arbeitsplatz: 17 goldene Regeln

  • Achten Sie auf eine sinnvolle, Ihren Arbeitsabläufen entsprechende Anordnung der Büromöbel und der Peripheriegeräte wie beispielsweise Fax, Kopierer, Drucker.
     
  • Sorgen Sie für eine ausreichende Belüftung.
     
  • Die ideale Raumtemperatur liegt bei etwa 21 Grad.
     
  • Die relative Luftfeuchtigkeit beträgt 40 bis 60 Prozent.
     
  • Dekorieren Sie Ihren Arbeitsplatz nach Ihrem eigenen Geschmack. Bilder, Blumen und Romantik sind ebenso denkbar wie kühle Sachlichkeit. Hauptsache ist: Sie fühlen sich wohl. Schließlich verbringen Sie jeden Tag viele Stunden an Ihrem Arbeitsplatz.
     
  • Helle, warme Farben tragen zu Ihrem Wohlbefinden bei.
     
  • Reduzieren Sie den Lärmpegel an Ihrem Arbeitsplatz, und schalten Sie Störungen von außen, soweit es eben geht, aus.
     
  • Sorgen Sie für eine ausreichend große freie Arbeitsfläche; dabei sollte das Maß 100 x 60 cm möglichst nicht unterschritten werden.
     
  • Wenn Sie in einem größeren Büro arbeiten, schirmen Sie Ihren Arbeitsplatz ein wenig ab, beispielsweise durch Raumteiler oder halbhohe Regale.
     
  • Gestalten Sie den Arbeitsplatz erweiterungsfähig. Passen Sie ihn an unterschiedliche Arbeits- und Bewegungsabläufe an wie beispielsweise Anfertigen von Zeichnungen, Lesen, Vorbereitung von Unterlagen.
     
  • Vermeiden Sie bei künstlicher Beleuchtung (etwa 60 Watt) Blendung und scharfe Kontraste.
     
  • Ordnen Sie Ihren Arbeitsplatz möglichst in Fensternähe an. Unter ergonomischen Gesichtspunkten sollte der Lichteinfall von links oben kommen, um Schattenbildung zu vermeiden und ein blendfreies Arbeiten zu ermöglichen (für Linkshänder gilt natürlich: Lichteinfall von rechts).
     
  • Plazieren Sie nur die absolut notwendigen Arbeitsmittel im direkten Griffbereich Ihres Arbeitsplatzes. Hier spielt bei der Anordnung der Arbeitsablauf eine entscheidende Rolle.
     
  • Auf Ihrer Tischfläche sollten nur die Unterlagen zu finden sein, die gerade bearbeitet werden.
     
  • Organisieren Sie Ihre Unterlagen nach einem auch für andere erkennbaren und nachvollziehbaren einheitlichen System und ändern Sie dies, nachdem es sich über einen längeren Zeitraum in der Praxis bewährt hat, möglichst nicht mehr.
     
  • Achten Sie auf einen ergonomisch geformten Stuhl, der ein ermüdungsfreies Arbeiten über viele Stunden erlaubt.
     
  • Legen Sie sich geeignete Hilfsmittel und zweckmäßiges Zubehör zu, das Sie gut erreichen können. Es ist beispielsweise wenig sinnvoll, wenn Sie wegen eines Hefters oder eines Bleistifts aufstehen müssen.

 

 

Diese Trainingseinheiten kurbeln Argumentations- und Redekunst an

Möglichst oft einmischen. Wer sich ein Herz fasst und jede Gelegenheit nutzt, um seine Meinung zu äußern, bekommt schnell Routine im Reden. Am besten klein anfangen. Im vertrauten Umfeld lassen sich Redehemmungen schneller abbauen als vor einer großen Gruppe. Daher Diskussionen mit Familie und Freunden als Training für wichtige Jobdebatten nutzen.

Menschen beobachten. Lernen Sie von der Mimik, Gestik und Körpersprache von alltäglichen Gesprächspartnern. Ihre Mitfahrer in der U-Bahn sind gute Anschauungsobjekte.

Profiredner studieren. Schauen Sie Bundestagsreden oder Talk-Runden im Fernsehen an. Analysieren Sie die Rhetorik überzeugender Diskutanten.

Bilder suchen. Lesen Sie Fachliteratur, und übersetzen Sie trockene Begriffe in eine bildhafte Sprache. Beispiele: Aus “Schwierigkeiten bereiten” wird Stolpersteine in den Weg legen”, aus “in eine Firma passen” wird “den richtigen Stallgeruch haben”.

Kommentare abgeben. Der Aufmacher der Tageszeitung eignet sich ausgezeichnet zur Argumentationsschulung. Lesen Sie ihn, und formulieren Sie danach einen Kommentar.

Blödsinn quatschen. Halten Sie zur Übung eine Rede mit unsinnigem Inhalt. So können Sie sich auf die Redetechniken konzentrieren. Vorbereitungszeit: rund zehn Minuten. Themenbeispiel: Warum die Wahl der Krawatte den Ausgang eines Gehaltsgesprächs bestimmt

 

Keine Angst vor Lampenfieber

Herzklopfen akzeptieren. Lampenfieber steigert die Konzentration und schützt so vor Nachlässigkeit.

Rolle wechseln. Wer vor der Debatte in die Rolle seiner Diskussionspartner schlüpft, hat im Ernstfall alle Konter parat. Das macht stark.

Den Kopf programmieren. Geübte Redner denken nicht “Das schaffe ich nie”, sondern “Ich bin gut vorbereitet” oder “Die Zuhörer freuen sich auf die Präsentation”.

Langsam herantasten. In Konferenzen vor dem Auftritt die Stimme testen, besipielsweise mit einer Frage an Kollegen.

Sicherheit vortäuschen. Aufrechte Haltung, Blickkontakt zum Publikum und freundliche Mimik vermitteln den Eindruck von Sicherheit und geben dem Redner Aufwind.

Blackout simulieren. vorab notierte Sichworte helfn, den roten Faden wiederzufinden. Könner überbrücken die peinliche Lage mit dem Angebot “Gibt es Fragen?”

 

 

So sorgen Sie Für Frieden im Büro

Der große Kalte Krieg ist zwar beendet, der Kleinkrieg in Büro und Betrieb aber eskaliert. Wenn Sie Anzeichen von Mobbing in Ihrer Umgebung spüren, reagieren Sie politisch korrekt,

  • wenn Sie alle Beteiligten an der Intrige finden,
  • den Konflikt aufdecken und diskutieren,
  • einen Waffenstillstand vereinbaren,
  • Mobbing generell verurteilen, ohne die Täter anzuklagen,
  • eine offene Streitkultur einfordern.
    Um kurzfristig Intrigen zu überleben, sollten Sie die folgenden, nicht ganz korrekten Taktiken beherrschen:
  • Lernen Sie, überzeugend zu lügen. Sie müssen taktieren können, ohne dabei in die Knie zu gehen.
  • Seien Sie selbst zu jenen Kollegen noch freundlich, in deren Rücken Sie am liebsten ein Messer sehen würden.
  • Überlegen Sie genau, in welchen Situationen Sie sich sehen lassen und wann Sie sich unsichtbar machen.
  • Lassen Sie Ihren Gegner auflaufen, indem Sie bei Konferenzen sein Thema besser beherrschen als er selbst.
  • Suchen Sie sich Bündnispartner und versuchen Sie, Ihren Rivalen zu isolieren.
  • Halten Sie sich möglichst aus Intrigen heraus. Irgendwann verstricken sich Intriganten in den eigenen Netzen aus Lügen und Verdächtigungen.

 

 

Strategien gegen Nervtöter im Büroalltag

Die ewige Maloche ist ja schon schlimm genug. Viel schlimmer jedoch sind die vielen kleinen und eigentlich überflüssigen Ärgernisse des Berufsalltags. Doch ab morgen lässt Sie das kalt. Wir haben nämlich mit unseren Experten eine Strategie gegen jede Nerverei entwickelt.


„Immer muss ich die Spülmaschine ein- und ausräumen“
Ihnen ist nach einem Tässchen Kaffee. Doch in der Büroküche finden Sie nur Geschirrberge in Höhe des Mount Everest. Bis Sie die Spülmaschine angeworfen und auf das Ende des Waschgangs gewartet haben, wird das Heißgetränk kalt und bitter sein. Gemein!

Strategie: Wenn Sie sich immer wieder erbarmen, den Unrat von Kollegin Meier und Praktikant Sepp zu beseitigen, wird sich nie etwas ändern. Hier hilft nur Härte. Sollen die faulen Pfeifen doch Schimmelpilze züchten, das geht Ihnen in Zukunft am Arm vorbei. Sie räumen nur ein, was Sie selbst benutzt haben. Bringen Sie sich bei dieser Gelegenheit einen Vorrat an Geschirr mit, das so penetrant hässlich aussieht, dass es außer Ihnen garantiert niemand benutzen wird.


„Jedes Mal ist die Klopapierrolle leer“
Auf der Rolle ist nur noch ein lumpiges Blättlein. Nachschub befindet sich im Abstellraum. Am anderen Ende des Flures. Sie denken: Warum immer ich?

Strategie: Glauben Sie nicht, dass die Welt sich bessern wird, wenn Sie Moralpredigten halten. Machen Sie es wie Tausende Camper auf der Welt: Bunkern Sie in Ihrem Büro immer eine Rolle. Die nehmen Sie mit, wenn Sie müssen. So einfach ist das.


„Dauernd ignoriert mich mein Chef“
Sie haben häufig das Gefühl, Sie könnten auch zu Hause bleiben. Wann Sie das letzte Mal gelobt wurden? In der Schule, so weit Sie sich erinnern können. Sogar die stinkende Töle des Chefs hinterlässt mehr Spuren als Sie.

Strategie: In den Seminaren der Kommunikationstrainerin Mirella Carbonaro klagen Mitarbeiter oft über das Desinteresse des Chefs, aber: „Die Vorgesetzten schätzen sich selbst oft völlig anders ein.“ Ihr Rat: „Schmollen Sie nicht schweigend, sagen Sie Ihrem Boss, was Sie von ihm erwarten. Wer sich anpasst, ändert nichts.“ Auch eine gute Idee: Legen Sie dem Boss ein Resultat Ihrer Arbeit zur Begutachtung vor. Eine Präsentation zum Beispiel. Dann muss er sich äußern.


„Der Kollege bringt seinen Riesenköter immer mit in das Büro“
Es hieß, die Sache sei vorübergehend: nur solange die Schwippschwägerin des Mitarbeiters (die Eigentümerin des Tiers) auf Safari ist. Oder so ähnlich. Die Frau ist aber offenbar im Dschungel verschollen. Jedenfalls sabbert ihr stinkendes Monster immer noch Ihre wichtigen Unterlagen voll.

Strategie: Setzen Sie erst mal auf Verständnis: Vielleicht handelt sich’s ja um eine längere Safari. Vielleicht glaubt aber auch der Kollege, Sie verstünden sich super mit dem Flohmercedes. Dabei bringen Sie doch nur aus Selbstschutz die ganzen Wurstwaren mit. Erwähnen Sie demnächst beiläufig einen asiatischen Freund, dessen Leibspeise „Hund in Soja“ sei... Ihr Kollege wird Ihnen nicht glauben. Aber er wird verstehen. Falls nicht: In den meisten Betrieben ist das Mitbringen von Haustieren nicht erlaubt. Erkundigen Sie sich mal bei Ihrem Betriebsrat.


„Das blöde Telefon klingelt dauernd“
„Schulze, Tach! Der Prosecco is’ immer noch nit bezahlt“, nölt der Ihnen absolut unbekannte Herr in der Leitung. Sie finden das bedauerlich. Noch bedauerlicher finden Sie, dass a) Sie davon nichts abbekommen haben und b) dieser Schulze heute morgen schon der fünfte Anrufer ist, der Sie wegen Firlefanz belästigt, mit dem Sie nichts zu tun haben.

Strategie: Quetschen Sie den nächsten Fehlgeleiteten erst mal aus: Wen oder welche Abteilung wollte er sprechen? Hat irgendjemand versehentlich sein Telefon auf Sie umgestellt? Kam der Anrufer über die Zentrale? Dann steht Ihr Name dort eventuell ganz oben auf der Liste, und der Mitarbeiter ist zu neu oder zu doof um herauszufinden, wer in der Firma welche Bereiche betreut. Suchen Sie ihn auf und machen Sie ihm klar, wofür Sie zuständig sind. Und vor allem: wofür nicht.


„Immer, wenn ich dran bin, zeigt der Kopierer Papierstau an“
Wie immer, Sie kommen in den Kopierraum und sehen schon die Lampe von Kammer 8 blinken: Papierstau. Und auch der Toner ist wieder alle. Das kann dauern.

Strategie: Schließen Sie den Toner und die Betriebsanleitung des Kopierers weg. Rufen Sie den Praktikanten zu sich. Loben Sie seinen technischen Sachverstand. Erzählen Sie, dass Sie dem Chef gern vorschlagen würden, ihn zu einem „Technical Officer“ zu befördern. Betonen Sie, dass es sich dabei um eine verantwortungsvolle Aufgabe handelt, für die ansonsten ein Extra-Mitarbeiter zuständig sei. Verkünden Sie später strahlend, der Chef sei einverstanden, und überreichen Sie mit bedeutungsschwerer Miene den Schlüssel. Der Toner sei zum Schutze vor unsachgemäßem Gebrauch in einem Schrank gelagert worden. Und wehe, wenn Praktikant Sepp seinen Job nicht ernst nimmt ...


„In meinem Zimmer wird nie geputzt“
Typisch: Bei allen anderen wird sauber gemacht – nur bei Ihnen nicht. Das ist gezielte Schikane!

Strategie: Wenn das Putzpersonal kapituliert, hat das meist einen simplen Grund: Das Chaos ist so groß, dass ein Durch- und Drankommen kaum möglich ist.


„Mein ganzes Büro versinkt im Chaos“
Rufen Sie manchmal vom Handy aus Ihren Büroschreibtisch an, um Ihr Telefon wiederzufinden?

Strategie: Starten Sie umgehend die Aktion „Blanke Platte“. Das hat nichts mit Ihrem Haupthaar zu tun, sondern mit Selbstorganisation. Zeitmanagement-Papst Professor Lothar J. Seiwert hat diverse Methoden entwickelt, mit denen jeder Arbeitsplatz wieder leer, jeder Kopf wieder frei wird. Infos unter www.seiwert.de. Und noch ein Buchtipp: Stephen R. Covey, „Die sieben Wege zur Effektivität“, Heyne, 19,90 Mark.


„Nebenan wird jeden Tag gefeiert“
Gestern war es der Ausstand der alten Sekretärin, heute ist es der Einstand der neuen. Übermorgen hat das Meerschweinchen des Buchhalters Geburtstag, oder die Klimaanlage ist seit einem Jahr installiert – einen Grund finden die Bekloppten nebenan immer.

Strategie: Wo ist da das Problem? Rübergehen, mitfeiern.


„Alle qualmen mir mein Zimmer voll“
Sie wollen ja kein Miesmacher sein, aber diese häufigen Erstickungsanfälle nerven ganz schön.

Strategie: Hat Ihre Firma Filialen in den USA? Dann lassen Sie sich dorthin versetzen. Zu aufwändig? Dann schlagen Sie einen Kompromiss vor: Es darf nur in ungeraden Stunden gebarzt werden: zwischen neun und zehn, elf und zwölf Uhr etc. Erfahrungsgemäß lassen sich die Raucher auf diesen Deal ein.


„Der neue Kollege müffelt nach Iltis“
Mittlerweile freuen Sie sich sogar über Ihren Schnupfen. Dabei ist der Typ gegenüber eigentlich ein netter Mensch. Und den wollen Sie auf gar keinen Fall verletzen.

Strategie: Heikle Geschichte! Konsultieren Sie jemanden, der sein Vertrauen genießt. Das kann ein anderer Kollege sein, aber auch seine Freundin. Bitten Sie ihn oder sie, das Thema mal unter vier Augen anzuschneiden. Und dann hoffen Sie das Beste.

 

 

So bewerben Sie sich richtig - So werden Sie gleich eingestellt

Rund 80 Prozent der Bewerbungen landen auf Grund formaler Mängel erst gar nicht auf dem Chefschreibtisch. So vermeiden Sie die schlimmsten Fauxpas:

Anschreiben
Achten Sie beim Briefkopf auf eine übersichtliche und luftige Gestaltung. Überladen Sie ihn nicht. Ein wiederkehrender Briefkopf zeigt, dass Sie sich Gedanken ums Layout gemacht haben.

Vermeiden Sie allgemeine Anrede-Floskel wie „Sehr geehrte Damen und Herren“. Besser vorher anrufen und fragen, wer für Bewerber zuständig ist. Auf die richtige Schreibweise des Namens achten, und den Titel nicht vergessen! Heute setzt man übrigens hinter die Anrede ein Komma und schreibt in der nächsten Zeile klein weiter.

Achten Sie auf ein geeignetes Statement, warum Sie sich als Bewerber für geeignet halten und genau diese Stelle wollen. Der gröbste Fehler ist, wenn man einer Bewerbung anmerkt, dass sich der Kandidat nicht mit dem Unternehmen beschäftigt hat.

Wählen Sie einen flotten Einstieg: „Ich bin ... und habe mit großem Interesse Ihre Anzeige gelesen.“ Oder: „Sie suchen einen …, daher möchte ich mich Ihnen vorstellen.“ Völlig out ist: „Hiermit möchte ich mich um die Stelle als ... bewerben.“

Verdeutlichen Sie Ihren Nutzen für die Firma. All Ihre Fähigkeiten erwähnen Sie im Lebenslauf, nicht im Brief. Formulieren Sie selbstsicher, aber nie übertreiben.

Den Eintrittstermin sollten Sie vorschlagen, auch wenn Sie gerade arbeitslos sind. Um es zu kaschieren, sagen Sie niemals, dass Sie sofort anfangen können, sondern erst in drei Monaten – denn das ist die übliche Kündigungsfrist.

Wenn Sie besonders selbstbewusst auftreten wollen, verzichten Sie auf den Konjunktiv („ ... würde ich mich freuen ...“).

Vermeiden Sie Tippfehler! Lassen Sie den Text unbedingt von jemandem gegenlesen.


Lebenslauf:
Verzichten Sie bei Ihrer Vita auf die traditionellen Überschriften „Lebenslauf“ oder „Curriculum vitae“, wenn Sie sich als modernen Menschen darstellen wollen.

Lassen Sie den Familienstand weg. Das Wort „ledig“ klingt verstaubt, dass Sie geschieden sind, geht niemanden etwas an. Wer „verheiratet, drei Kinder“ angibt, könnte als unflexibel aussortiert werden. Ansonsten gelten Väter als stabil. Die Staatsangehörigkeit nennen nur ausländische Bewerber. Veraltet ist auch der Hinweis auf die Eltern und Geschwister (wirkt unselbständig).

Versuchen Sie, Ihr buntes Leben möglichst auf einer Seite unterzubringen. Vermeiden Sie deutliche Lücken in der Vita oder erklären Sie diese. Immer mehr Experten raten, auch die Erfolge aufzuzählen, beispielsweise die Entwicklung eines Produkts oder eine besondere Werbekampagne. Diese Karriere-Highlights können Sie auch auf einer zusätzlichen Seite auflisten, die Sie beispielsweise „Ergebnisse“ betiteln (oder ganz trendy: „achievements“).

Bringen Sie Ihr Leben in die richtige Reihenfolge: Entweder, Sie gliedern nach Themen Themen, dem Interesse des Lesers angepasst, oder Sie nehmen die chronologische Variante. Den Lebenslauf von der Geburt bis in die Gegenwart hinein zu gliedern ist noch immer sehr verbreitet. Umgekehrt ist’s aber spannender. Je älter Sie werden, desto weniger Gewicht haben Schul- und Ausbildung. Wenn Sie noch gar nicht oder erst kurz berufstätig waren, zählen Sie Praktika auf, beschreiben Schwerpunkte des Studiums oder Extras während Ihrer Lehre.

Nur keine Scheu, von Ihren Hobbys zu berichten. Dass Sie Kassenwart Ihres Kegelclubs sind, könnte als Zeichen für Zuverlässigkeit und Verantwortungsgefühl bewertet werden. Je älter Sie sind, desto wichtiger ist ein Hinweis darauf, dass Sie sich fit halten.

Ein längerer Auslandsaufenthalt lässt auf Durchsetzungsvermögen, Eigeninitiative und gute Sprachkenntnisse schließen.

Sportler gelten zwar als sozial kompetent, leistungsstark und zielorientiert. Mannschaftssport zählt aber mehr als Einzel-Disziplinen. Triathlon ist extrem trainingsintensiv – kein Mann für Überstunden.

Ein ehrenamtliches Engagement als Trainer? Das ist doch klasse, dieser Mensch beweist Engagement und Führungsqualitäten.

Am Ende: Jeder Lebenslauf sollte ein Unikat sein. Das wird durch das Datum und die Unterschrift dokumentiert.


Reine Formsache
Die Bestandteile: Anschreiben, Deckblatt mit Foto, Lebenslauf, Zeugnisse und Arbeitsproben.

Die Mappe: Der Schnellhefter ist ausgestorben. Entscheiden Sie sich für eine Mappe aus einem edlen, extravaganten Material oder für ein übergroßes Format.

Das Papier: weiße oder leicht getönte, mindestens 90g/m2 schwere Blätter mit Wasserzeichen.

Der Text: möglichst im Blocksatz, Schriftgröße mindestens 11 Punkt, keine flippigen Schrifttypen, sondern Times New Roman oder Arial. Rundherum 2,5 Zentimeter Randabstand sind das absolute Minimum.

Die Unterschrift: Tinte, am besten königsblau, das wirkt edel.

Das Anschreiben: Begnügen Sie sich unbedingt mit einer Seite.

Die Anlagen: Zeugnissen (nie Originale verschicken!) sollte als Deckblatt ein knappes Anlagen-Verzeichnis vorgeheftet werden. Nur den höchsten Abschluss beilegen, also bei Studium kein Abiturzeugnis. Kein Dokument sollte älter als zehn Jahre sein. Das aktuellste liegt immer oben.

Das Foto: sympathisch, ansprechend und vor allem größer als Passbild-Format. Ein zu kleines Bild lässt auf mangelndes Selbstvertrauen schließen, ein zu großes auf Eitelkeit. Am besten ein Foto in Schwarzweiß (das wirkt interessant, zugleich angenehm zurückhaltend), niemals ein Bild aus dem Automaten. Aufkleben!

Der Versand: wenn schon per Post, dann in einem gepolsterten Umschlag, um Eselsohren zu vermeiden. Sorgfältig beschriften, in sauberer Handschrift. Wohlfahrts- oder Sondermarken sind political correct. Noch besser: per Kurier schicken oder persönlich abgeben (keine Knicke durch ruppige Postboten). Verwickeln Sie dabei die Vorzimmerdame in einen charmanten Smalltalk, an den sie sich bestimmt erinnert, wenn sie dem Chef Ihre Mappe übergibt und zu ihm sagt: „Den sollten wir nehmen.“

 

 

So meistern Sie Ihr Vorstellungsgespräche

Das hier ist kein Verhör. Nein, schlimmer. Da hätten Sie das Recht auf einen Anwalt. Im Bewerbungsgespräch sind Sie allein. Oft geht es um Themen, die tabu sein sollten. Aussage verweigern? Auf keinen Fall. Sabine Hertwig von der Karriereberatung beruf + konzept gibt Tipps.

Private Interessen?
„Geht ihn nichts an“, so Hertwig. Aber bedenken Sie den Grund für die Frage: „So will der Arbeitgeber das Gesamtbild abrunden.“ Sie interessieren sich also für Computerspiele und moderne Kunst? Vergessen Sie die PC-Ballerei und schwärmen Sie von Picasso. „Ein bisschen Flunkern ist erlaubt.“

Sport? Immer mit ja antworten. Der will Ihre Fitness für Überstunden abchecken. Wenn Sie die Stelle haben, können Sie immer noch joggen statt jobben.

Glaube? Danach dürfen nur Unternehmen in kirchlicher Trägerschaft fragen.

Krankheiten? „Die können Sie ungestraft verschweigen“, so Hertwig, „solange sie Sie beruflich nicht beeinträchtigen.“ Sicher kann es Ärger geben, wenn der Arbeitgeber erfährt, dass Sie bei der Bewerbung gelogen haben. Aber wenn Sie gut arbeiten, hat er auch keinen Grund, Sie zu feuern.

 

 

Effizienter arbeiten

Keine Zeit verlieren

Prioritäten setzen
Fragen Sie sich vor jedem Arbeitsschritt, der ansteht, was passiert, wenn Sie ihn einfach nicht tun. Nichts? Dann vergessen Sie’s.

Sofort anfangen
Ob langweilige Pflicht oder aufregende Kür – trödeln Sie keinesfalls herum. Je schneller sie loslegen, desto eher sind Sie fertig. Das verhindert auch, dass Sie alltägliche Ablenkungen überfallen können.


Post und E-Mail

Post-Disziplin
Öffnen Sie jede E-Mail und lesen Sie jeden Brief nur einmal. Schmeißen Sie dann rigoros weg! Das meiste, was auf dem Schreibtisch oder in der Mailbox landet, ist Müll. Falls Sie unsicher sind, trotzdem weg damit (der Absender meldet sich garantiert noch mal). Was drängt, wird sofort bearbeitet, beantwortet oder weitergeleitet. Sammeln verboten! Oft hilft schon ein Stapelordner, den Sie mit „Heute“, „Anrufen“, „Warten auf Antwort“ beschriften. Legen Sie sich in Ihrem Computer-Office mehrere „Folder“ an, zum Beispiel einen für jede Firma, mit der Sie korrespondieren. Jeden Tag ausmisten!

E-Mails bündeln
Es frisst enorm viel Zeit, wenn Sie siebzehnmal am Tag das Internet-Programm starten, um eine E-Mail zu schreiben. Wenn es nicht um brandheiße Entscheidungen geht, sammeln Sie die Messages und beantworten dann später alle hintereinander weg.

Telefon und Fax
Telefon-Trick I
Gehören Sie zu den Menschen, die jedes Mal ans Telefon gehen, wenn es klingelt? Schön blöd. Die telefonischen Unterbrechungen verhindern optimales Zeitmanagement. Wenn es wichtig ist, meldet sich der Anrufer noch mal. Sie können auch kurz rangehen, nach dem Anliegen fragen und einen Rückruftermin vereinbaren. Das erledigen Sie dann gut vorbereitet, mit den notwendigen Unterlagen zur Hand. Und als Anrufer (also als der aktive Part) können Sie Dauer und Inhalt besser steuern.

Telefon-Trick 2
Nichtssagende Telefonate brechen Sie ab. Verweisen Sie auf die Saisonbelastung oder Zeitnot wegen Personalmangels. Wimmeln Sie Nervtöter mit den Worten ab, dass Sie in eine Konferenz müssen, ein zweites Gespräch in der Leitung ist oder Feuer ausbricht.

Fax-Trick 1
Machen Sie möglichst viele Erledigungen, Anfragen, Bestellungen schriftlich per Fax. Das spart zahllose Telefonate, ewiges Durchstellen und Warteschleifen.

Fax-Trick 2
Wenn Sie faxen, machen Sie’s so: Legen Sie Ihr Papier nach Übersendung ab, beispielsweise in ein Fach „Warten auf Antwort“. Haben Sie nach einem Tag oder einer Woche keine Antwort, schreiben Sie auf dasselbe Fax per Hand „2. Anfrage“ oder „2. Versuch“ mit Datum. Abschicken und dann zurück in die Ablage. Sie können es noch ein drittes Mal versuchen, ehe Sie telefonisch Druck machen. Schauen Sie Ihr „Warten auf Antwort“-Fach an zwei Tagen in der Woche durch.

Was Sie noch verbessern können

Flexible Arbeitszeit
Haben Sie je Ihren Boss danach gefragt? Vielleicht können Sie ja früher beginnen oder auf die Mittagspause verzichten, entsprechend eher aus dem Büro abhauen.

Speichern
Sichern Sie wichtige Informationen wie Ansprechpartner und Adressen logisch sortiert in PC-Datenbanken, statt sie mitsamt unwichtiger Details auf Papier zu verwahren.

Abblocken
Lassen Sie sich nicht von unangemeldeten Besuchern Ihre kostbare (Frei-) Zeit rauben. Sagen Sie den Plaudertaschen, die nur mal kurz vorbeischauen, freundlich aber bestimmt, dass Sie gerne einen Termin machen, aber gerade an einem wichtigen Projekt sitzen.

Auf die Faust
Wenn’s auch schwerfällt – gehen Sie nur noch einmal wöchentlich in die Kantine. Erstens wollten Sie sich sowieso gesünder ernähren, zweitens bleibt man da stets länger hocken als zwingend nötig, drittens vergeuden Sie Zeit auf dem Weg. Schmieren Sie Brote oder bestellen Sie beim Sushi-Mann, beim Pizza-Service …

Mülltonne
Schmeißen Sie alle unnützen Dinge, die an Ihrem Arbeitsplatz liegen, weg. Das ständige Hin- und Herschieben oder zur Seite legen raubt Ihnen kostbare Zeit.

 

 

Soft-Skills - Schlüssel zum Erfolg

Gute Zeugnisse und eine Menge Fachwissen reichen heute nicht mehr aus. „Überdurchschnittliche Sozialkompetenz wird ihre Bedeutung als Schlüsselqualifikation sogar noch erhöhen“, erklärt Dr. Walter Jochmann, Vorsitzender der Geschäftsführung von Kienbaum Management Consultants Düsseldorf. „Wer Erfolg will, muss schneller, kreativer und menschlich gefestigter sein als andere.“ Das nennt man dann Social oder Heart-Skills. Immer öfter tauchen die Begriffe in den Stellenanzeigen auf. Machen von nun an Weicheier Karriere? „Darum geht’s nicht. Gemeint sind die fünf Kernbereiche Kooperationsbereitschaft, Einfühlungsvermögen, Offenheit, Kontakt und Sympathie sowie Motivation“, sagt Jochmann. „Voraussetzung dafür ist harte Arbeit an sich selbst. Selbstreflexion ist die Gabe der Gewinner.“

Welche Qualitäten Sie zum Erfolg bringen

Kooperationsbereitschaft
(auch: Teamfähigkeit, Partnerschaftlichkeit, Integrationsfähigkeit, Flexibilität)

Der ideale Typ Ein Arbeitnehmer ohne Star-Allüren, der sich schnell in ein Team einfügt. Jemand, der Erfolg und Effizienz steigert und sofort erkennt, was zu tun ist.

Die sechs wichtigsten Regeln
der Kooperationsbereitschaft
1. Unterstellen Sie Ihren Kollegen das Beste.
2. Etablieren Sie regelmäßige Teamsitzungen, so dass der Informationsfluss gesichert ist.
3. Protzen Sie nicht mit Ihrer Leistung, auch wenn Sie noch so stolz auf sich sind. Ihre Ideen taugen nur etwas, wenn sie sich mit den anderen gemeinsam umsetzen lassen.
4. Geben Sie Ihr Wissen und Können weiter, nehmen Sie aber auch das der Kollegen an.
5. Dominieren Sie nicht. Zu viel Druck erzeugt Gegendruck und vor allem Unmut.
6. Ändern Sie auch einmal Ihre Meinung.

Einfühlungsvermögen
(auch: Sensibilität und Verantwortungsgefühl)

Der ideale Typ Der Angestellte, der im Sinne des Teams und der Firma denkt, sich für seine Kollegen interessiert und ihnen immer das Gefühl gibt, sie zu verstehen.

Die vier wichtigsten Spielregeln für glaubwürdige Einfühlsamkeit
1. Sich Zeit nehmen, Geduld zeigen, kurz: das Tempo des Gegenübers akzeptieren.
3. Beweisen Sie Mitgefühl, indem Sie sich in die Situation des anderen hineinversetzen.
4. Wer Fragen stellt, zeigt Interesse und Verständnis, verteilt verbale Streicheleinheiten. So spürt der andere, dass er wichtig ist.

Offenheit
(auch: hohe Leistungsbereitschaft, ständiger Lerneifer, Problemlösekompetenz, Fähigkeit zur Selbstreflexion und -kritik)

Der ideale Typ Ein selbstloser, stressresistenter Mitarbeiter voll von unerschöpflicher Neugier. Jemand, der Kritik aushält und optimistisch auf Veränderungen reagiert, auch in schwierigen Situationen einen kühlen Kopf behält und Lösungen findet.

Die vier wichtigsten Spielregeln, Offenheit zu signalisieren
1. Seien Sie aufgeschlossen für die Belange der Kollegen und geben Sie auch etwas von sich selbst preis. Nicht gerade Ihren Fußpilz, aber scheuen Sie sich nicht, Ihre Meinung in der Runde kundzutun. Suchen Sie die richtige Balance zwischen Distanz und Nähe.
2. Kritisieren Sie nur, wenn es zwingend nötig ist, und vor allem ohne den anderen zu verletzen. Nehmen Sie Kritik als das, was sie ist: eine (oft bereichernde) Hilfestellung.
3. Faustregel: Was Sie zu anderen sagen, das dürfen diese auch zu Ihnen sagen.
4. Akzeptieren Sie, dass es immer Kollegen geben wird, die Sie nicht ausstehen können und umgekehrt. Das ist normal. Man muss Kollegen nicht lieben, aber respektieren.

Kontakt und Sympathie
(auch: Kommunikationsfähigkeit)

Der ideale Typ Ein dynamischer Teamplayer, der von sich aus mit jedem (noch so komplizierten) Kunden, Geschäftspartner oder Kollegen ein freundliches Gespräch führen kann und dabei immer eine positive Wirkung erzielt.

Die zwei wichtigsten Spielregeln gelungener Kommunikation
1. Je ähnlicher man einem Gesprächspartner in Sprache, Körpersprache und Denkweise ist, desto einfacher und fruchtbarer ist der Kontakt. Wir neigen dazu, uns von unangenehmen Menschen unterscheiden zu wollen. Es verbessert jedoch den Kontakt, sich dem Gegenüber in Haltung, Bewegungsrhythmus und Sprechweise ein bisschen anzupassen.
2. Wichtigste Technik: Fragen. So halten Sie die Zügel des Gespräches und den Gedankengang Ihres Gegenübers in der Hand, verschaffen sich Informationen, bewegen Ihren Gesprächspartner zur Präzision und bestenfalls in die von Ihnen gewünschte Richtung.

Motivieren
(auch: Tatkraft, Beharrlichkeit, Belastbarkeit, Veränderungsbereitschaft, Konfliktfähigkeit)

Der ideale Typ Ein Arbeitnehmer, der sich selbst immer wieder begeistern und andere mitreißen kann. Er hat Überzeugungskraft und Durchsetzungsvermögen, kann Emotionen zurückhalten und lässt nicht seine Launen an anderen aus. Konfliktherde erkennt er frühzeitig und findet selbst in Stresssituationen einen guten Ausweg.

Die drei wichtigsten Spielregeln, um Mitarbeiter zu motivieren
1. Machen Sie jedem Mitarbeiter seine Stellung und die Bedeutung seiner Arbeit für das Unternehmen klar. Erklären und begründen Sie jedem seine Aufgaben. Fordern Sie Ihre Mitarbeiter. Es ist erwiesen, dass nur derjenige auf Dauer gute Leistungen bringt, der immer etwas überfordert ist.
2. Teilen Sie Komplimente aus. Erstens bekommen Sie dann auch welche zu hören. Zweitens beflügelt es jeden, ab und an gefeiert zu werden. Loben Sie, sooft sie können. Tadel stumpft nämlich auf Dauer ab.
3. Loben Sie sofort, aber nicht vor anderen, die könnten sich zurückgesetzt fühlen.

 

 

Dressieren Sie Ihren Chef

Zeit, dass Sie mal Ihren Chef genau unter die Lupe nehmen. Studieren Sie Ihren Boss genau und erkennen Sie seine Stärken, Schwächen und Schrullen. Ändern können Sie die zwar nicht, aber seine Merkwürdigkeiten vielleicht zu Ihrem Vorteil nutzen. „Jeder Mensch hat Verhaltensmuster und Sichtweisen. Diese individuellen Strickmuster ergeben den Persönlichkeitstypus“, erklärt Esther S. Weidlich, Karrierecoach aus Berlin, die sich auf die Typenpsychologie des Schweizer Psychoanalytikers Carl Gustav Jung bezieht. Sie arbeitet mit der so genannten Insights- Discovery-Analyse, einem Computerprogramm, mit dem sich jeder Boss einordnen lässt. Natürlich gibt es Mischtypen, aber sie alle lassen sich auf einen dieser vier Charakterköpfe zurückführen. Suchen Sie Ihren Chef heraus, lernen Sie mit ihm umzugehen. Benutzen Sie dafür auch unser Körpersprache-Lexikon: damit können Sie sofort Chefs Launen deuten und darauf eingehen – und bald wird er Ihnen aus der Hand fressen.


Der Unterstützer
Typ Beziehungsmensch. Warmherzig, aber nicht emotional. Wichtig ist ihm Stabilität.
Büro Die Tür steht offen, auf dem Tisch Fotos. Die Möbel stehen Feng-Shui-gerecht oder sind ökologisch einwandfrei.
Arbeitsstil Eher langsam. Am liebsten arbeitet er mit Kollegen, die zugleich Freunde sind.
Führungsstil Er hasst kreatives Chaos und will Kontrolle aus Angst vor Veränderung.
Stärke Guter Zuhörer, Coach.
Schwäche Kann nicht nein sagen, muss darum manchmal Entscheidungen revidieren.

Der Beobachter
Typ Intellektueller. Wie der Direktor zieht er die Aufgaben den Menschen vor, ist aber nachdenklich und beherrscht.
Büro Schlicht, aufgeräumt. Alles hat seinen festen Platz.
Arbeitsstil Ernsthaft, analytisch, diszipliniert und äußerst präzise. Dadurch eher langsam. Er liebt Zahlen, Daten und Fakten.
Führungsstil Perfektionistisch, er kümmert sich um alles, erwartet Korrektheit, mag Eigeninitiative.
Stärken Lieber vorsichtig als unbesonnen, lieber konventionell als zu kühn.
Schwächen Er hängt an dem Bewährten. Unter Druck beißt er sich an Details fest, zögert Entscheidungen unnötig raus.

Der Inspirator
Typ Unterhaltungskünstler. Umgänglich, dynamisch, optimistisch, spontan. Will beliebt sein und sucht Anerkennung.
Büro Freundlich, chaotisch, Kommunikationsmittelpunkt.
Arbeitsstil Hasst Routine, delegiert großzügig, will Spaß.
Führungsstil Mitreißend. Er mag Bewunderer um sich. Überschätzt manchmal Mitarbeiter.
Stärken Löst spielend Konflikte. Lobt, fördert sein Team.
Schwächen Unzuverlässig, er schiebt lästige Dinge gern und lange auf. Unter Druck wird er unvorsichtig und launisch.

Der Direktor
Typ Gipfelstürmer. Willensstarker Einzel- und Wettkämpfer, risikofreudig, selbstbewusst, liebt die Unabhängigkeit.
Büro Nichts als Arbeit und Dokumente seiner Erfolge.
Arbeitsstil Schnell, effizient, bewältigt mehrere Aufgaben gleichzeitig. Reagiert aggressiv auf Probleme und löst sie.
Führungsstil Fordert Können und Leistungsfähigkeit, erwartet bedingungslosen Respekt.
Stärken Trägt jede Verantwortung, ist ein guter Manager.
Schwächen Ungeduldig, verletzend, mag Schmeicheleien.


Das Körpersprache-Lexikon
Auch wenn Ihr Boss schweigt, sagt er eine Menge. Lernen Sie seine Körpersprache.

Ihr Chef verschränkt die Arme.
Entweder ist er mit Ihnen oder Ihrem Vorschlag nicht einverstanden.
Tipp: Lösen Sie die Haltung, indem Sie ihm ein Schriftstück oder dergleichen überreichen. Das funktioniert auch, wenn Ihr Chef nervös an einem Stift herumfingert.

Er sitzt Ihnen mit weit zurückgelehntem Oberkörper gegenüber.
Er lehnt Sie oder den Gesprächsinhalt ab. Die Körperhaltung kann allerdings auch Desinteresse bedeuten oder sein überlegenes Gefühl, alles im Griff zu haben.
Tipp: Holen Sie ihn an den Tisch zurück, indem er auf ein Papier schauen soll. Zücken Sie jetzt die Trümpfe, die Sie hoffentlich noch in der Tasche haben.

Er sitzt mit dem Oberkörper nach vorne gebeugt am Tisch.
Entweder folgt er gebannt Ihren Ausführungen oder er wird Sie gleich unterbrechen.
Tipp: Sieht seine Haltung nach Interesse aus, geben Sie Gas. Unterbricht er Sie, lassen Sie ihn erst einmal reden und Dampf ablassen.

Ihr Chef ballt die Faust.
Gleich platzt er.
Tipp: Versuchen Sie zu beschwichtigen oder beenden Sie das Gespräch.

Er zeigt mit dem ausgestreckten Zeigefinger auf Sie.
Er ist ungehalten, wenn nicht sogar wütend, attackiert Sie.
Tipp: Versuchen Sie ihn zu beruhigen oder schweigen Sie. Bleibt er hitzig, beenden Sie das Gespräch.

Er blinzelt stark.
Er ist nervös. Oder er trägt Kontaktlinsen.
Tipp: Bringen Sie Ruhe in die Debatte, versuchen Sie Zeit zu gewinnen.

Er streicht sich während des Sprechens das Kinn.
Er ist nachdenklich und/oder mit sich zufrieden.
Tipp: Jetzt können Sie einen bleibenden guten Eindruck hinterlassen. Gehen Sie.

Er runzelt die Stirn, schüttelt den Kopf, kramt in Unterlagen herum, guckt aus dem Fenster.
Er läßt Sie auflaufen, er ist ungehalten und ablehnend.
Tipp: Kommen Sie zielstrebig zur Sache, bleiben Sie höflich, aber hartnäckig. Je brenzliger die Situation, desto stärker müssen Sie ihn im Blick behalten. Wer einer „Gefahr“ ins Auge schaut, wirkt stark und selbstsicher.

Er trommelt mit den Fingern auf die Tischplatte.
Er ist nervös, ungeduldig, eilig, will Sie los werden.
Tipp: Sind Sie noch nicht am Ziel, tragen Sie noch einmal kurz und knapp Ihr Anliegen vor. Nehmen Sie ein Stück seines Reviers in Beschlag, indem Sie z.B. einen Arm auf seinen Schreibtisch stützen.

Er legt seine Füße um die Stuhlbeine.
Vermutlich sucht er Halt, weil er unsicher ist.
Tipp: Jetzt können Sie Punkte sammeln, indem Sie ihm Sicherheit geben. Betonen Sie beispielsweise, dass das Geschäft, das Sie vorschlagen, keinerlei Risiko für ihn bedeutet und er sich ganz und gar auf Sie verlassen kann.

Er guckt Sie nicht mehr an.
Entweder ist er verlegen, will Sie los werden oder was Sie sagen, ist ihm unangenehm.
Tipp: Haben Sie zuviel geredet? Stellen Sie eine Frage, damit er wieder die Oberhand gewinnt.

Er steht auf und vergräbt die Hände in den Hosentaschen.
Er ist kritisch, verschließt sich.
Tipp: Geben Sie ihm ein Papier, damit er die Hand aus der Hose holt. Sollten Sie noch ein As im Ärmel haben, ziehen Sie es jetzt. Oder vertagen Sie die Unterhaltung.

 

 

Sechs Strategien, wie Sie sich gegen unfaire Kritik zur Wehr setzen können

Es könnte so schön sein. Der Chef ist von Ihrem Projekt so gut wie überzeugt. Wenn bloß Kollege Müller nicht wäre. An all Ihren Vorschlägen hat er was auszusetzen. Durchkreuzen Sie seine Taktik.

Ad-personam-Taktik
Ihr Gegner wird persönlich. Ein Beispiel: „Die Farbe Ihres Hemdes entspricht Ihrer geistigen Haltung“ (nämlich grau in grau).

Reaktion: „Wenn es der Diskussion nützt, ziehe ich mir gerne ein anderes Hemd an“ oder „Glauben Sie, dass Kritik an meinem Outfit das Projekt voranbringt?“

Theorie-Praxis-Taktik
Kollege Müller gibt Ihnen zwar Recht, sagt allerdings, das sei „in der Praxis undurchführbar“.

Reaktion: „Das Beste für die Praxis ist eine gute Theorie.“

Verschleierungstaktik
Der Satz: „Fassen Sie das nicht als Kritik auf, aber ...“ ist trügerisch. Seien Sie sicher, um nichts anderes als Kritik geht es.

Reaktion: „Ich danke Ihnen für diese Stellungnahme, aber ...“ Oder direkter: „Halten Sie Ihre Äußerung für angebracht?“

Großzügigkeits-Taktik
Sie gehen ausführlich auf Detailfragen ein. Da beklagt Kollege Müller, dass er in Ihrer Darstellung „das große Ganze“ vermisst.

Reaktion: „Auch ein komplexes Thema setzt sich aus vielen
kleinen Teilchen zusammen“ oder „Wollen Sie einfach die wichtigen Details weglassen?“

Schweige-Taktik
Ihr Gegenüber hört sich Ihren Vortrag an, lässt jedoch alles missgelaunt an sich abprallen.

Reaktion: „Ich fasse Ihr Schweigen als Zustimmung auf und fahre deshalb jetzt fort.“

Kompetenz-Taktik
Der Kollege bezeichnet Sie als zu jung und unerfahren oder aber zu alt für diese Aufgabe.

Reaktion: „Mozart schrieb mit acht die erste Symphonie“ bzw. „Adenauer war mit 90 Kanzler.“

 

 

Multitasking ist unproduktiv

Wer gleichzeitig seine nächste Business-Reise vorbereitet, telefoniert und auch noch die Tagespost durchgeht, mag zwar denken, dass er schnell und effektiv arbeitet, aber tatsächlich ist das Gegenteil der Fall: Dr. Joshua Rubenstein von der amerikanischen Federal Aviation Administration ist der Meinung, dass man mit Multitasking in den meisten Fällen die Zeit des Arbeitgebers verschwendet, und je nach Job sogar ein hohes Risiko eingeht.

Im American Psychological Society´s Journal of Experimental Psychology schreibt der Forscher, dass in Tests alle Kandidaten Zeit verloren, wenn sie mehrere Aufgaben gleichzeitig zu bewältigen hatten. Dieser Zeitverlust erhöhte sich mit der Komplexität der Tätigkeiten.

Der Grund lag nach Rubenstein darin, dass die Testpersonen Schwierigkeiten hatten, ihre Gedanken von einer Aufgabe zur anderen zu verschieben. Dabei spielten zwei Überlegungen die Hauptrolle: im sogenannten "goal shifting" muss sich der Multitasker klar machen, dass er nun die zweite Arbeit anstatt der ersten machen will. Und bei der darauf folgenden "rule activation" muss er noch die Gesetze in seinem Kopf ausschalten, die für die erste Aufgabe nötig waren und dafür die Regeln für die zweite aktivieren.

Wenn der Angestellte auf diese Weise für ungefähr 10 Minuten unkonzentriert ist, kostet das das Unternehmen 20 bis 40 Prozent potentieller Effektivität, meint Rubenstein. Und das nur, wenn der Arbeiter dabei keine Fehler macht.

Rubenstein kam zu diesen Ergebnissen, als er die Zeit maß, die Personen verloren, wenn sie zwischen zwei Aufgaben mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen und Vertrautheiten hin und her springen mussten. Er lies seine Testkandidaten dafür zum Beispiel Mathe-Aufgaben lösen und gleichzeitig geometrische Formen zuordnen.

Das Gleiche gilt übrigens auch für alltägliche Aufgaben, wie das Telefonieren mit Handys während des Autofahrens. Rubenstein meint, dass das Fahren allein schon sehr viel Aufmerksamkeit erfordert, wie das Erkennen von Verkehrsschildern und die laufende Analyse der Situation. Wenn der Fahrer dann noch telefoniert, stellt er sich automatisch den Gesprächspartner vor, und das benötigt zusätzliche Kapazität im Gehirn. Überlastung drohe besonders dann, wenn das Telefongespräch hoch emotional sei, schreibt der Forscher.

 

 

Das deutschsprachige Buchstabieralphabet:

A: Anton
B: Berta
C: Cäsar
D: Dora
E: Emil
F: Friedrich
G: Gustav
H: Heinrich
I: Ida
J: Julius
K: Kaufmann
L: Ludwig
M: Martha
N: Nordpol
O: Otto
P: Paula
Q: Quelle
R: Richard
S: Samuel
SCH: Schule
T: Theodor
U: Ulrich
V: Viktor
W: Wilhelm
X: Xanthippe
Y: Ypsilon
Z: Zacharias
Ä: Ärger
Ö: Ökonom
Ü: Übermut

 

 

Richtig buchstabieren: Das ICAO-Alphabet

Wenn Sie im Ausland unterwegs sind, könnte sich das so genannte ICAO-Alphabet als nützlich erweisen. Diese Art zu buchstabieren ist in der Luftfahrt üblich.

A: Alfa
B: Bravo
C: Charlie
D: Delta
E: Echo
F: Foxtrott
G: Golf
H: Hotel
I: India
J: Juliett
K: Kilo
L: Lima
M: Mike
N: November
O: Oscar
P: Papa
Q: Quebec
R: Romeo
S: Sierra
T: Tango
U: Uniform
V: Victor
W: Whiskey
X: X-ray
Y: Yankee
Z: Zulu