30 Tipps für die Rede - Kleine Kreuzfahrt durch die Rhetorik - eine Zitatreise in 30 Etappen

Im Folgenden unternehmen Sie eine kleine Kreuzfahrt durch die Rhetorik: Sie werden die Quintessenz rhetorischer Erfahrungen aus zweieinhalb Jahrtausenden kennenlernen. Erfahrungen, die auf kurze, prägnante Formeln verdichtet worden sind - von Konfuzius über Cicero bis Iacocca.

Eine der schönsten und klügsten Sentenzen stammt aus der Feder des heiligen Augustinus (354-430); sie verweist in zehn knappen Worten auf eine der wichtigsten, ja vielleicht die wichtigste Voraussetzung für eine überzeugende Rede. Sie lautet:

"In Dir muß brennen, was Du in anderen entzünden willst."

Das heißt: Sie sollen nur über das reden, was Ihnen ein persönliches Anliegen ist, was Ihnen wirklich am Herzen liegt.

1. Nutzen Sie die Sprache als Kommunikationsmittel!

  • Kommunikation
    Daß wir miteinander reden können, macht uns zu Menschen.
    Karl Jaspers (1883-1969), dt. Philosoph
  • Sprache
    Das Menschlichste, was wir haben, ist doch die Sprache, und wir haben sie, um zu sprechen.
    Theodor Fontane (1819-98), dt. Erzähler; in "Unwiederbringlich", Kap. 13
  • Rhetorik
    Es wird hohe Zeit, daß die Regina Artium, die Rhetorik als alte und neue Königin der Wissenschaften, endlich auch in unserem Lande aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht und ihr Geschäft betreibt: aufzuklären und mit Hilfe der situationsbezogenen Agitation die Humanität zu befördern.
    Walter Jens (*1923), dt. klass. Philologe u. Schriftsteller

2. Nutzen Sie die Sprache als Verkehrsmittel!

  • Sprache
    = Ein Verkehrsmittel; so wie die Eisenbahn die Güter von Leipzig nach Dresden fährt, so transportiert die Sprache die Gedanken von einem Kopf zum anderen.
    Wilhelm Oswald (1853-1932), dt. Chemiker, Physiker u. Philosoph
  • Arbeit
    Zum Werke, das wir ernst bereiten,/
    Geziemt sich wohl ein ernstes Wort;/
    Wenn gute Reden sie begleiten,/
    dann fließt die Arbeit munter fort.
    Friedrich Schiller (1759-1805), dt. Dichter; in "Das Lied von der Glocke"

3. Machen Sie sich fit wie Iacocca!

  • Schule
    Als ich mich auf's College vorbereitete, verfügte ich über eine solide Grundlage in den wichtigsten Fertigkeiten: Lesen, Schreiben und freie Rede.
    Lee Iacocca (*1924), amerik. Topmanager, b. 1992 Chairman Chrysler Corp.
  • Erfolg
    Ich bin an allen vorbeigezogen. Warum? Man muß mit den Leuten reden können, ganz einfach.
    Lee Iacocca (*1924), amerik. Topmanager, b. 1992 Chairman Chrysler Corp.

4. Motivieren Sie andere durch Reden!

  • Motivation
    Eine Rede ist das beste Mittel, um eine große Gruppe zu motivieren.
    Lee Iacocca (*1924), amerik. Topmanager, b. 1992 Chairman Chrysler Corp.

5. Verschaffen Sie sich Redepraxis!

  • Redepraxis
    Reden lernt man durch reden.
    Marcus Tullius Cicero (106-43), röm. Redner u. Schriftsteller
  • Redetraining
    Ich redete den ganzen Tag. Wenn man etwas oft genug macht, hat man es schließlich drauf.
    Lee Iacocca (*1924), amerik. Topmanager, b. 1992 Chairman Chrysler Corp.

6. Sie müssen etwas zu sagen haben!

  • Reden
    Man muß etwas zu sagen haben, wenn man reden will.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), dt. Dichter
  • Stil
    Die erste, ja für sich allein beinahe ausreichende Regel des guten Stils ist diese, daß man etwas zu sagen habe.
    Arthur Schopenhauer (1788-1860), dt. Philosoph
  • Buch
    Mein Herr, Ihr Stil ist flüssig, Ihr Buch aber überflüssig.
    Gottfried Keller (1819-90), schweizer. Dichter; zu einem jungen Autor
  • Floskel
    Nur stets zu sprechen, ohne was zu sagen, das war von je der Redner größte Gabe.
    August von Platen (1796-1835), dt. Dichter; in "Schatz des Rhampsinit" 1825, 2
  • Phrase
    Auf leeres Gerede kann man nicht lebendig reagieren und tut besser daran, nicht zuzuhören, sondern sich auf eigene Gedanken zu konzentrieren.
    Erich Fromm (1900-80), amerik. Psychoanalytiker dt. Herkunft

7. Im Zweifelsfall: Rede absagen und schweigen!

  • Schweigen
    Man soll schweigen oder Dinge sagen, die noch besser sind als das Schweigen.
    Pythagoras (576-496), griech. Philosoph u. Mathematiker
  • Glück
    Zwei Dinge sind schädlich für jeden, der die Stufen des Glücks will ersteigen: Schweigen, wenn Zeit ist zu reden, und reden, wenn Zeit ist zu schweigen.
    Friedrich Martin von Bodenstedt (1819-92), dt. Dichter

8. Sie müssen klare Vorstellungen haben!

  • Klarheit
    Wenn einer einen wirklich klaren Gedanken hat, kann er ihn auch darstellen.
    Michel de Montaigne (1533-92), frz. Schriftsteller, Essayist u. Philosoph

9. Das Thema muß stimmen!

  • Redethema
    Ich erwarte, daß der vollkommene Redner sich zunächst ein Thema ausfindig macht, womit er sich einer kultivierten Hörerschaft würdig zeigt, bevor er überhaupt einen Gedanken an Sprache und Ausdruck verschwendet.
    Marcus Tullius Cicero (106-43), röm. Redner u. Schriftsteller

10. Ihre Worte müssen präzis und verständlich sein!

  • Sprache
    Wenn die Worte nicht stimmen, dann ist das Gesagte nicht das Gemeinte. Wenn das, was gesagt wird, nicht stimmt, dann stimmen die Werke nicht. Gedeihen die Werke nicht, so verderben Sitten und Künste. Darum achte man darauf, daß die Worte stimmen. Das ist das Wichtigste von allem.
    Konfuzius (551-479 v.Chr.), chin. Philosoph, bestimmend für die Gesellschafts- u. Sozialordnung Chinas
  • Redequalität
    Wer so spricht, daß er verstanden wird, spricht gut.
    Molière (1622-73), eigtl. Jean-Baptiste Poquelin, frz. Kommödiendichter u. Schauspieler

11. Sie müssen üben, schlicht und einfach zu formulieren!

  • Ausdruck
    Von zwei möglichen Wörtern ist immer das schlichtere zu wählen.
    Paul Valéry (1871-1945), frz. Dichter
  • Ausdruck
    Einfach reden, aber kompliziert denken - nicht umgekehrt.
    Franz Josef Strauß (1915-88), dt. Politiker (CSU), 1978-88 Min.-Präs. Bayern
  • Redestil
    Es ist ein Beweis der Bildung, die größten Dinge auf die einfachste Art zu sagen.
    Ralph Waldo Emerson (1803-82), amerik. Philosoph u. Dichter
  • Zielgruppe
    Es ist wichtig, Menschen in ihrer eigenen Sprache anzusprechen.
    Lee Iacocca (*1924), amerik. Topmanager, b. 1992 Chairman Chrysler Corp.
  • Ausdruck
    Man muß denken, wie die wenigsten und reden wie die meisten.
    Arthur Schopenhauer (1788-1860), dt. Philosoph
  • Ausdruck
    Nichts ist einfacher als sich schwierig auszudrücken, und nichts ist schwieriger als sich einfach auszudrücken.
    Karl Heinrich Waggerl (1897-1973), östr. Schriftsteller
  • Ausdruck
    Was fängt man mit den zu Tode geredeten Worten an? Es bleibt wohl nur eines: Immer einfacher zu sprechen, denn die Einfachheit widersteht der Zerstörung.
    Romano Guardini (1885-1968), dt. Theologe u. Philosoph

12. Ihre Zielgruppe sind Menschen, und Menschen gehören ins Zentrum Ihrer Reden!

  • Beredsamkeit
    Es genügt nicht, zur Sache zu reden, man muß zu den Menschen reden.
    Stanislaw Jerzy Lec (1909-66), poln. Schriftsteller; in "Das große Buch der unfrisierten Gedanken", Karl Dedecius (Hg.), München, 1971

13. Erzählen Sie Geschichten von Menschen, menschliche Schicksale!

  • Redestil
    Werden Sie in Ihrer Rede menschlich, persönlich.
    Dale Carnegie (1888-1955), eigentl. Dale Carnagey, amerik. Rhetoriklehrer u. Unternehmensberater
  • Redestil
    Wir wollen hier nicht belehrt werden. Das mag keiner. Darum erzählen Sie uns die Geschichte zweier Menschen, die Sie gekannt haben. Erzählen Sie uns, warum der eine Erfolg hatte und der andere versagte.
    Dale Carnegie (1888-1955), eigentl. Dale Carnagey, amerik. Rhetoriklehrer u. Unternehmensberater
  • Redestil
    Die übliche Durchschnittsrede würde sehr viel mehr Anklang finden, wenn sie durch menschlich interessierende Geschichten bereichert würde.
    Dale Carnegie (1888-1955), eigentl. Dale Carnagey, amerik. Rhetoriklehrer u. Unternehmensberater
  • Zielgruppe
    Denken Sie immer an die Interessen Ihres Gegenübers.
    Lee Iacocca (*1924), amerik. Topmanager, b. 1992 Chairman Chrysler Corp.

14. Erzählen Sie Erlebnisse!

  • Aufmerksamkeit
    Zuhörer (sind) ganz außerordentlich interessiert an den persönlichen Erlebnissen, die ihnen die Redner erzählen. Sie sind das sicherste Mittel, ihre Aufmerksamkeit zu fesseln.
    Dale Carnegie (1888-1955), eigentl. Dale Carnagey, amerik. Rhetoriklehrer u. Unternehmensberater

15. Nennen Sie nicht nur die Dinge, sondern auch die Menschen beim Namen!

  • Name
    Benutzen Sie um jeden Preis Namen, wenn sie Geschichten erzählen, die von anderen handeln; oder erfinden Sie Namen, wenn Sie die Identität eines Menschen schützen wollen.
    Dale Carnegie (1888-1955), eigentl. Dale Carnagey, amerik. Rhetoriklehrer u. Unternehmensberater
  • Name
    Nichts fügt einer Geschichte mehr Realität hinzu als Namen - nichts ist so unreal wie Anonymität. Kennen Sie einen Roman, dessen Held keinen Namen hat?
    Rudolf Flesch (nähere Autorenangaben nicht feststellbar); lt. "Rede - Die Macht des gesprochenen Wortes", Dale Carnegie

16. Nichts ist langweiliger, als alles zu sagen!

  • Wissen
    Sage nicht alles, was du weißt, aber wisse alles, was du sagst.
    Matthias Claudius (1740-1815), dt. Dichter
  • Schweigen
    Alles sagen Narren, die Weisen denken's nur und heißen drum gescheit.
    Friedrich Nicolai (1733-1811), dt. Schriftsteller d. Aufklärung u. Verlagsbuchhändler
  • Redekunst
    Die ganze Kunst des Redens besteht darin, zu wissen, was man nicht sagen darf.
    George Canning (1770-1827), brit. Politiker
  • Beredsamkeit
    Die wahre Beredsamkeit besteht darin zu sagen, was zur Sache gehört, und eben nur das.
    François de La Rochefoucauld (1613-80), frz. Schriftsteller
  • Perfektion
    Ein Text ist nicht dann vollkommen, wenn man nichts mehr hinzufügen, sondern nichts mehr weglassen kann!
    Antoine de Saint-Exupéry (1900-44), frz. Flieger u. Schriftsteller
  • Kunst
    = Weglassen.
    Leonhard Frank (1882-1961), dt. Schriftsteller
  • Kürze
    Das Geheimnis der Langeweile ist, alles sagen zu wollen.
    Voltaire (1694-1778), eigtl. François-Marie Arouet, frz. Philosoph u. Schriftsteller

17. Wiederholungen sind wichtig. Trotzdem: Fassen Sie sich kurz!

  • Kürze
    Eine gute Rede hat einen guten Anfang und ein gutes Ende - und beide sollten möglichst dicht beieinander liegen.
    Mark Twain (1835-1910), eigtl. Samuel Langhorne Clemens, amerik. Schriftsteller
  • Kürze
    Des trefflichen Wortes treffliche Würze/ lieget in Wahrheit, Klarheit und Kürze.
    Dt. Sprichwort; geht zurück auf William Shakespeare, Hamlet, II,2
  • Redelänge
    Getretener Quark wird breit, nicht stark.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), dt. Dichter; in "West-östlicher Divan", darin: "Buch der Sprüche"
  • Redelänge
    Keine Rede kann völlig schlecht sein, wenn sie kurz genug ist.
    Irvin S. Cobb (1876-1944), amerik. Journalist, Humorist u. Schriftsteller
  • Kürze
    Ihr könnt predigen, über was ihr wollt, aber predigt niemals über vierzig Minuten.
    Martin Luther (1483-1546), dt. Reformator
  • Redner
    Eines guten Redners Amt oder Zeichen ist, daß er aufhöre, wenn man ihn am liebsten höret und meinet, er werde erst kommen; wenn man ihn aber mit Überdruß und Unwillen höret und wollte gern, daß er aufhörete und zum Ende und Beschluß käme, das ist ein böses Zeichen. Also auch mit einem Prediger; wenn man sagt: "Ich hätte ihm noch wohl länger mögen zuhören", so ist's gut; wenn man aber sagt: "Er war in das Waschen kommen und konnte nimmermehr aufhören", so ist's bös Zeichen.
    Martin Luther (1483-1546), dt. Reformator; in "Euch stoßen, daß es krachen soll", Art und Amt eines guten Redners
  • Kürze
    Viel mit wenig Worten fein kurz anzeigen können, das ist Kunst und große Tugend. Thorheit aber ist's, mit viel Reden nichts reden.
    Martin Luther (1483-1546), dt. Reformator
  • Kürze
    Denn auch dessen rühme ich mich ja, daß niemand dasselbe kürzer sagen kann als ich.
    Platon (427-347), griech. Philosoph; in "Gorgias oder Über die Beredsamkeit"
  • Rednerin
    Sie sprach so viel, daß ihre Zuhörer davon heiser wurden.
    Kurt Tucholsky (1890-1935), dt. Schriftsteller; in "Schnipsel", Rowohlt Taschenbuch Verlag, Hamburg, 1973
  • Beifall
    Ob sich Redner darüber klar sind, daß 90 Prozent des Beifalls, den sie beim Zusammenfalten des Manuskripts entgegennehmen, ein Ausdruck der Erleichterung ist?
    Robert Lembke (1913-89), dt. Fernsehmoderator u. Journalist

18. Persönlichkeit überzeugt!

  • Überzeugungskraft
    Nicht das Argument, sondern die Person überzeugt.
    Friedrich Sieburg (1893-1964), dt. Schriftsteller
  • Persönlichkeit
    Eine Persönlichkeit ist der Ausgangspunkt und Fluchtpunkt alles dessen, was gesagt wird und dessen, wie es gesagt wird.
    Robert Musil (1880-1942), östr. Erzähler, Dramatiker u. Essayist
  • Dialektik
    Von einer gewissen Position in Wirtschaft und Gesellschaft an ist die Persönlichkeitsbildung die wichtigste Vorbereitung für gekonnte Dialektik.
    Rupert Lay (*1929), dt. Theologe, Philosoph u. Rhetoriklehrer

19. Sie müssen von Herzen hinter Ihrer Sache stehen, oder Sie lassen die Zuhörer kalt!

  • Redethema
    Wählen Sie (für Ihre Reden; d.Red.) Themen, die Ihnen am Herzen liegen.
    Dale Carnegie (1888-1955), eigentl. Dale Carnagey, amerik. Rhetoriklehrer u. Unternehmensberater
  • Beredsamkeit
    In Dir muß brennen, was Du in anderen entzünden willst.
    Aurelius Augustinus (354-430), Bischof u. Kirchenlehrer
  • Zuhörer
    Der Zuhörer ist nur dann wirklich gewonnen, wenn er liebt, was du versprichst, fürchtest, was du androhst, haßt, was du anklagst, gern tut, was du empfiehlst, bedauert, was du bedauernswert nennst.
    Aurelius Augustinus (354-430), Bischof u. Kirchenlehrer
  • Überzeugungskraft
    Glaubt ein Redner mit ganzem Herzen an eine Sache und trägt sie in vollem Ernst vor, so wird er Anhänger für seinen Fall gewinnen.
    Dale Carnegie (1888-1955), eigentl. Dale Carnagey, amerik. Rhetoriklehrer u. Unternehmensberater
  • Redethema
    Wie ich immer wieder ausgeführt habe, können Sie gar nicht anders als Erfolg haben, wenn Sie das für Sie richtige Thema auswählen. Ein Themengebiet ist dabei bombensicher: Sprechen Sie über Ihre Überzeugungen!
    Dale Carnegie (1888-1955), eigentl. Dale Carnagey, amerik. Rhetoriklehrer u. Unternehmensberater

20. Planvoll vorgehen - wie die Architekten!

  • Manuskript
    Wenige schreiben, wie ein Architekt baut, der zuvor einen Plan entworfen und bis ins einzelne durchdacht hat; vielmehr die meisten nur so, wie man Domino spielt.
    Arthur Schopenhauer (1788-1860), dt. Philosoph

21. Die kurzweiligste Rede ist eine Rede zum Mitmachen!

  • Zuhörer
    Beteiligen Sie die Zuhörer an Ihrer Rede.
    Dale Carnegie (1888-1955), eigentl. Dale Carnagey, amerik. Rhetoriklehrer u. Unternehmensberater

22. Stellen Sie Fragen - rhetorische Fragen!

  • Frage
    Der vollkommene Redner wird durch rhetorische Fragen seinem Standpunkt Nachdruck verleihen; er wird sich selbst sozusagen wie auf gestellte Fragen antworten.
    Marcus Tullius Cicero (106-43), röm. Redner u. Schriftsteller

23. Würzen Sie, je nach Gelegenheit, auch mit Humor, Vergleichen und Bildern!

  • Beredsamkeit
    Eure Worte seien immer freundlich, doch mit Salz gewürzt; denn ihr müßt jedem in der rechten Weise antworten können.
    Neues Testament; Kolosser 4,6
  • Humor
    Witz ist das Salz in der Rede, aber nicht die Rede selbst.
    William Hazlitt (1778-1830), engl. Essayist
  • Vergleich
    Der gute Redner wird Vergleiche anwenden und Beispiele vorbringen.
    Marcus Tullius Cicero (106-43), röm. Redner u. Schriftsteller
  • Sprache
    Er hatte eine sehr bilderreiche Sprache. Er sagte: "Diese Jungen sind doch so grün, daß sie im Frühjahr von den Kühen gefressen werden."
    Lee Iacocca (*1924), amerik. Topmanager, b. 1992 Chairman Chrysler Corp.; über seinen Mentor Charles Beacham
  • Visualisierung
    Benutzen Sie visuelle Hilfsmittel.
    Dale Carnegie (1888-1955), eigentl. Dale Carnagey, amerik. Rhetoriklehrer u. Unternehmensberater

24. Schrittweise vorgehen!

  • Redestrategie
    Am meisten nützt eine Rede, die sich in kleinen Abschnitten in die Seele einschleicht.
    Lucius Annaeus Seneca (4 v.Chr. - 65 n.Chr.), röm. Philosoph u. Dichter

25. Sie haben Stil, auch Ihre Rede soll Stil haben - Ihren eigenen!

  • Stil
    Den Stil verbessern, das heißt den Gedanken verbessern.
    Friedrich Nietzsche (1844-1900), dt. Philosoph
  • Originalität
    Ahmen Sie niemand nach - seien Sie Sie selbst.
    Dale Carnegie (1888-1955), eigentl. Dale Carnagey, amerik. Rhetoriklehrer u. Unternehmensberater
  • Stil
    Siehst du, daß der Stil ängstlich geglättet und ausgefeilt ist, kannst du sicher sein, daß sich auch die Seele des Autors mit Bagatellen befaßt.
    Lucius Annaeus Seneca (4 v.Chr. - 65 n.Chr.), röm. Philosoph u. Dichter

26. Schriftlich vorbereiten - möglichst frei sprechen!

  • Manuskript
    Obwohl ich wahrscheinlich zwei Stunden lang improvisieren könnte, benutze ich immer ein Manuskript.
    Lee Iacocca (*1924), amerik. Topmanager, b. 1992 Chairman Chrysler Corp.
  • Manuskript
    Ganz frei zu sprechen, ist einfach zu ermüdend. Meine Kompromißlösung besteht darin, einen vorbereiteten Text zu haben und davon abzuweichen, wann immer es mir nötig erscheint.
    Lee Iacocca (*1924), amerik. Topmanager, b. 1992 Chairman Chrysler Corp.

27. Warum Stegreif-Reden meist daneben gehen...

  • Improvisation
    Um einen Zufall herbeizuführen, bedarf es vieler Vorbereitung. Um eine gute improvisierte Drei-Minuten-Rede zu halten, benötige ich beispielsweise drei Tage.
    (I need 3 days to prepare a good, spontaneous 3 minute speech.)
    Mark Twain (1835-1910), eigtl. Samuel Langhorne Clemens, amerik. Schriftsteller
  • Stegreifrede
    Am meisten Vorbereitung kosten mich immer meine spontan gehaltenen, improvisierten Reden.
    Winston Spencer Churchill (1874-1965), brit. Staatsmann; 1940-45 u. 1951-55 Premier, 1953 Nobelpr. f. Lit.

28. Eine Rede braucht leise und laute Töne!

  • Lautstärke
    Mit einer sehr lauten Stimme im Hals ist man fast außerstande, feine Sachen zu denken.
    Friedrich Nietzsche (1844-1900), dt. Philosoph; in "Fröhliche Wissenschaft" 3,216

29. Körpersprache beachten!

  • Gestik
    Gang und Haltung verraten mehr als das Gesicht.
    Alec Guinness (*1914), brit. Bühnen- u. Filmschauspieler

30. Begeistern Sie sich für das Reden!

  • Redner
    Sobald ich anfing zu reden, konnte ich nicht genug davon kriegen.
    Lee Iacocca (*1924), amerik. Topmanager, b. 1992 Chairman Chrysler Corp.

Selbstironisch formuliert lautet das so:

  • Redner
    Ich höre mich gern reden - es ist so unterhaltend, sich zuzuhören.
    Klabund (1890-1928), eigtl. Alfred Henschke, dt. Schriftsteller

 

Wenn Sie die Kreuzfahrt durch die Rhetorik bis hierhin mitgemacht haben, wird Ihnen der gefürchtete "Black-out" erspart bleiben, den Mark Twain, selbst einer der brillantesten Redner, einmal so beschrieben hat:

Gehirn
Das menschliche Gehirn ist eine großartige Sache. Es funktioniert bis zu dem Zeitpunkt, wo du aufstehst, um eine Rede zu halten.
Mark Twain (1835-1910), eigtl. Samuel Langhorne Clemens, amerik. Schriftsteller

 

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