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Die Überedungskunst beim Feilschen

So feilschen Sie richtig – Tipps, wie Sie die Preise kräftig runterhandeln können!

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Die Überredungskunst beim Feilschen
Überredungskunst:

So feilschen Sie richtig – 11 Tipps, wie Sie die Preise kräftig runterhandeln können!

 

Für Schnäppchenjäger brechen neue Zeiten an. Das Rabattgesetz ist weg! Das 70 Jahre alte Gesetz erlaubte bisher maximal drei Prozent Rabatt – jetzt können Kunden in Deutschland die Preise kräftig herunterhandeln. Wer im Laden clever feilscht, kann jede Menge Prozente, Geschenke oder Extra-Serviceleistungen aushandeln. Hier die wichtigsten Tipps:

 

·          Nicht schüchtern sein. Fragen, ob es Rabatt gibt, kostet nicht.

·          Schwach frequentierte Zeiten nutzen. Kein Händler feilscht am Samstag, wenn der Laden voll ist.

·          Zeit mitbringen. 10 Minuten für Preisverhandlungen sind zu wenig.

·          Kauf-Objekt gründlich prüfen. Weisen Sie auf Mängel hin. Kleine Fehler sind der beste Grund für Preisnachlässe.

·          Betonen Sie, dass Sie nicht auf ein bestimmtes Fabrikat fixiert sind.

·          Kompetenz zeigen. Informieren Sie sich im Vorfeld über das Produkt (testberichte lesen) und die Marktpreise. Weisen Sie z.B. auf Preise aus dem Internet hin.

·          Nennen Sie dann Ihr persönliches Preislimit.

·          Kleider machen Leuchte. Im Kostüm zum Juwelier, in der Latzhose in den Baumarkt – und nicht umgekehrt.

·          Arrogantes Auftreten vermeiden. Mit Charme und Freundlichkeit kommt man eher ans Ziel. Dem Verkäufer in die Augen schauen.

·          Verlangen Sie den Chef, wenn Sie merken, dass der Verkäufer keine Rabatte geben darf.

·          Keine Chance auf Preisnachlass? Fragen Sie nach Gratis-Zugaben oder Serviceleistungen (z.B. kostenloser Reparatur-Dienst).

Quelle: Bild-Woche


Dem Verkäufer muss klar werden, dass Sie ihn von einem Ladenhüter “erlösen”.
Auftreten:
Dem Verkäufer sind, umso höher ist Ihr Sympatiebonus. Der Verkäufer trägt Brille, Sie tragen auch eine usw.
Argumente: “Die Ware hat einen Kratzer”, “Das ist ein Auflaufmodell”, “Eigentlich ist mir das Möbel zu groß, aber wenn Sie mir beim Preis entgegenkommen, erlöse ich Sie von dem sperrigen Teil.”

Die wichtigsten Tipps, wie Sie den Fall des Rabattgesetzes richtig nutzen
- Setzen Sie sich ein Preislimit für einen Artikel, z.B. 200 €
- Bleiben Sie in jeder Situation freundlich. “Frech-kommt-weiter” zählt beim Feilschen nicht. Trotzdem sollten Sie stets selbstbewusst auftreten.
- Der Verkäufer muss das Gefühl haben, dass Sie die Ware wirklich wollen. Wenn Sie sein Preisangebot akzeptieren, sollte der Kauf auch zu Stande kommen.
- Sagen Sie in einem freundlichen Ton, dass es die Ware woanders viel günstiger gibt. Fragen Sie höflich, ob Sie sie zum gleichen Preis bekommen.
- Bleiben Sie immer nett. Denken Sie daran, dass Feilschen nicht jedes Mal zum Erfolg führen muss. Die Deutschen erkennen erst nach und nach, dass es normal ist, Preise herunterzuhandeln.
- Besonders bei hochwertigen Waren ist handeln fast Pflicht, z.B. bei Autos, Unterhaltungselektronik, Markenkleidung und Möbeln.
- Der Verkäufer muss tatsächlich Zeit für Sie haben; in einem Laden voller kaufwilliger Kunden werden Sie nicht feilschen können. Die beste Zeit ist vormittags, aber auch das Monatsende ist zu empfehlen. Grund: Viele Konsumenten haben dann kein Geld mehr.
- Eine Stunde vor Ladenschluss ist eine günstige Kaufzeit. Falls der Tagesumsatz lau war, will er wenigstens noch etwas verkaufen, wenn auch billiger.
- Um einen Rabatt zu erhalten ist es auch wichtig, die menschliche Psyche zu kennen.
- Sie können auch gezielt nach Zweite-Wahl-Ware, z.B. Auslaufmodellen oder Ausstellungsstücken fragen.
- Fragen Sie nach Ermäßigungen: Sind Sie Rentner, Hausfrau, Soldat, ...? Jeder hat gute Chancen, günstigere Eintrittspreise zu erhalten. Beispiel: Manche Museen freuen sich über jeden Besucher, auch wenn er weniger zahlt. Nett fragen kostet nichts! Gruppen genießen automatisch Vorteile beim Eintrittspreis.


Der Zugabetrick
Wenn sich ein Preis nicht weiter reduzieren lässt, gibt es noch eine Möglichkeit zum Kaufanreiz, nämlich die Zugabe einer geringwertigen Ware.
Beispiel: Zum Fernseher passt sehr gut ein Scarkabel, zum Drucker ein Päckchen Papier usw. Diese Möglichkeit funktioniert nur bei kleinen Händlern.
Tipp: Je öfter Sie bei demselben Händler kaufen, umso eher wird er mit sich handeln lassen.
Extra-Tipp: Geben Sie dem Verkäufer einen Grund, Ihnen etwas zu schenken!
Beispiele: “Ich weiß, an dem Preis können Sie nichts machen, aber vielleicht geben Sie mir noch XY dazu.” “Wie ist denn Ihr Preis, wenn ich Menge XY davon nehme?” “Das Teil ist wundershön, aber den Preis kann ich mir nicht leisten, können wir da nicht irgendetwas machen?”
Auch dies funktioniert: Wer sich mit dem Verkäufer auf Sympathieebene über die Ware, den laden, das Wetter oder die Kinder unterhalten hat, streut den Satz ein: “machen Sie mir doch bitte einen Freundschaftspreis.”


Der Last-Minute-Einkauf
Die Situation: Der Wochenmarkt bei Ihnen um die Ecke endet um 18 Uhr. Die Händler packen ihre nicht verkauften Sachen ein. Das Geschäft ging nicht gut, und frische Ware ist morgen nicht mehr frisch. Die Händler würden gerne mit leerer Ladefläche und voller Geldbörse nach Hause fahren. Das ist für Sie der ideale Zeitpunkt, um zum halben Preis zu kaufen.
Grund: viele Händler gehen von sich aus schon mit dem preis herunter und bieten z.B. 10 Rosen für 5 . Sie gehen noch etwas weiter: “Ich nehme 15 Rosen für 6 €.”
Das ist psychologisch klug: Sie wollen mehr Ware und geben gleich mehr Geld, profitieren aber auch noch mehr. WICHTIG: Immer passendes Kleingeld in der Tasche haben, denn bei einem Schnäppchen wird ungern auf einen Hunderter gewechselt.



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