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Bewerbung schreiben
Online bewerben - So bewerben Sie sich richtig
So meistern Sie Ihr Vorstellungsgespräche
So werden Sie gleich eingestellt

Wie setzt man ein gutes Anschreiben für eine Bewerbung auf? Was steht im Lebenslauf für die Bewerbung? Ist das Praktikumzeugnis gut oder schlecht für meine Bewerbung?

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So bewerben Sie sich Online per E-Mail
Kaum ein Unternehmen, das sich heute nicht im Internet präsentiert und die Chance bietet, per E-Mail Kontakt aufzunehmen. Aber auch bei dieser Art von Bewerbung müssen Sie auf Formalitäten achten:
Kurzbewerbung: Bewerbungen per E-Mail dienen häufig zunächst der Kontaktaufnahme. Deshalb gilt: kurz fassen. Begnügen Sie sich mit einem Anschreiben und einem tabellarischen Lebenslauf, den Sie als Word-Dokument anhängen.
Fundort: Geben Sie genau an, welche Stelle Sie interessiert und wo Sie diese Offerte gefunden haben.
Unterlagen nachschicken: Senden Sie trotzdem parallel noch eine komplette Bewerbungsmappe mit allen Unterlagen an das Unternehmen. Viele Personalchefs wollen die Unterlagen anfassen können.
Nur ein Dokument: Verlangt das Unternehmen eine komplette Bewerbung per E-Mail, speichern Sie die Unterlagen in eimem Dokument ab. Viele angehängte Dateien, die alle einzeln geöffnet werden müssen, machen den Lesern nur Arbeit. Im schlimmsten Fall bleiben die Unterlagen ungelesen.
Fehler: Auch für die E-Mail-Bewerbung gilt: Fehler machen keinen guten Eindruck. Lesen Sie sich den Text vor dem Versenden auf einem Ausdruck noch einmal genau durch und nehmen Sie einen Duden zu Hilfe.
Keine Umlaute: Vermeiden Sie Umlaute wie ä, ä, ü. Noch nicht alle Programme können die Zeichen lesen. Schreiben Sie statt dessen ae, oe, ue, das ß schreibt man ss.
Format: Achten Sie darauf, dass die Textzeilen nicht über den Bildschirmrand hinauslaufen. Leser verlieren die Lust weiterzulesen, wenn sie den Bildausschnitt Zeile für Zeile hin und her bewegen müssen.



Die perfekte schriftliche Bewerbung
80 Prozent aller Bewerber scheitern bereits wegen grober Fehler oder kleiner Unachtsamkeiten in ihren Bewerbungsmappen. Halten Sie sich deshalb an diese Regeln:
- Weißes Schreibmaschinenpapier sowie die Benutzung von PC oder Schreibmaschine ist Pflicht.
- Versenden Sie nur Bewerbungen und Lebensläufe, die individuell auf die jeweilige Position zugeschreiben sind.
- Lassen Sie Ihre Unterlagen vor dem Versand sorgfältig korrigieren. Fehler werden mit Absagen bestraft.
- Bewerberfotos sollten nur aus dem Studio eines Profi-Fotografen kommen, niemals aus dem Automaten.
- Bewerbungsunterlagen gehören - bis auf das Bewerbungsschreiben - in Klarsichthüllen. Je eine Hülle für Schul- und Arbeitszeugnisse, Diplome usw.
- Ordnen Sie die Hüllen nach der vorgegebenen Reihenfolge in einen Plastikordner mit durchsichtigem Deckblatt.
- Lassen Sie sich mit dem Versand der Unterlagen nicht zuviel Zeit - aber eine Woche bis zehn Tage nach Erscheinen der Anzeige sind üblich.



Das Vorstellungsgespräch - 11 gängige Fragen, 11 richtige Antworten
1.) Warum bleiben Sie nicht bei ihrer jetzigen Firma?
“Ich suche neue Perspektiven. Die Möglichkeiten bei Ihnen bestehen bei meinem jetzigen Arbeitgeber nicht.”


2.) Wie stellen sie sich ihre Arbeit vor?
“Ich habe mich im Internet über ihre Firmenphilosophie informiert. Sie verlangen selbständiges Arbeiten, das liegt mir. Ich war auch in viele Projekte eingebunden und habe Spaß am Arbeiten im Team gefunden.”


3.) Ergreifen sie bei Meetings das Wort oder sind sie eher guter Zuhörer?
“Ich versuche schon, meine Meinung prägnant vorzutagen. Ich kann aber auch zuhören, aus dem Gesagten Schlüsse ziehen und die in die Diskussion einbringen.”


4.) Uns ist Sozialkompetenz wichtig. Wie schätzen sie sich in dem Punkt ein?
“Unternehmen sind komplizierte soziale Gefüge. Ich hatte bei meiner jetzigen Firma den Eindruch, dass ich damit gut klar komme. Allerdings fehlt es mir noch an sicherem Auftreten vor größeren Gruppen. In diesem Punkt muss ich noch an mir arbeiten.”


5.) Was waren ihre größten Erfolge und Misserfolge?
”Ich bin ein wenig stolz drauf, dass ich drei wichtige Aufträge für meine Firma akquiriert habe. Der größte Misserfolg: Ich habe danach abgehoben, dachte, mir gelänge alles. Prompt ging das nächste Projekt schief. Aber ich habe daraus gelernt.!


6.) Wie reagieren sie auf Kritik?
“Jeder macht Fehler. Kritik verstehe ich eher als Hilfe, auch wenn ich manchmal daran zu kauen habe. Oft kommen dadurch gute Ideen zu Stande.


7.) Warum haben sie sich gerade bei uns beworben?
“Ich möchte meine bisherigen Erfahrungen in einer verantwortlichen Position umsetzen. Sie bieten mir diese Chance und ich passe gut auf ihr Anforderungsprofil.”


8.) Wo liegen ihre Schwächen?
“Kollegen bemängeln, dass ich zu oft harmoniebedürftig bin und in Team-Diskussionen klarer Position beziehen sollte. Ich beobachte mich dabei jetzt intensiver und setze mich auch stärker durch.”


9.) Was treibt sie morgens aus dem Bett?
“Als erstes unsere kleine Tochter. Dann bin ich zwangsläufig hellwach und freue mich meist auf meine Arbeit, die mir viel Spaß macht. Zugegeben - es gibt Tage, an denen ich am liebsten liegen bleiben würde.”


10.) Wie würden sie mit einem Mitarbeiter umgehen, der häufig zu spät kommt?
“Ich spreche den Mitarbeiter an, frage nach Gründen, versuche mit ihm eventuelle Probleme zu lösen. Wenn das nicht hilft drohe ich mit Konsequenzen.”


11.) Wie viele Meter Gartenschlauch werden jährlich in Deutschland verkauft?
“Keine Ahnung. Ich schätze, 40 Prozent aller 40 Millionen Haushalt besitzen eine Immobilie, die Hälfte mit Garten und folglich mit einem Schlauch. Macht etwa acht Millionen Gartenschläuche. Die halten im Durchschnitt etwa vier Jahre und sind 25 Meter lang. Also müssten jährlich zirka 50 Millionen Meter Schlauch verkauft werden.”



Aufbau und Inhalt der Bewerbungsmappe
1. Das Bewerbungsschreiben (maximal eine Seite) gehört ganz oben auf alle anderen Unterlagen. Vergessen Sie nicht Ihren Vor- und Zunamen, Adresse, Telefonnummer und Datum. Schildern Sie dann, welche Ihrer persönlichen und fachlichen Qualifikationen Sie zum idealen Kandidaten für den ausgeschriebenen Job machen und warum Sie gerade in diesem Unternehmen arbeiten möchten. Vergessen Sie Ihre Unterschrift nicht (Vor- und Zuname).
2. Den Lebenslauf beginnen Sie mit vollständigem Namen sowie Ihrer Anschrift. Heften äSie das Bewerbungsforot oben rechts in die Ecke. Nennen Sie dann zunächst Geburtsdatum und -ort, Beginn und Ende der Ausbildung sowie den erreichten Abschluß plus Abschlußnote. Anschließend folgen wichtige Kurse und Seminare, deren Besuch Ihre Eignung erhöht. Bei der stichwortartigen Schilderung der Berufspraxis genügen Eintritts- und Austrittsjahr und die kurze Beschreibung der jeweiligen Tätigkeit. Achtung: Lassen Sie keine zeitlichen Lücken. Fassen Sie sich kurz (höchstens eine Seite). Unterschreiben Sie den Lebenslauf mit Ihrem vollständigen Namen.
3. Sämtliche Zeugnisse gehörten besonders bei Jobwechslern in die Bewerbungsmappe. Von Einsteigern wollen Arbeitgeber die Abschlußbeurteilungen von Schule und Ausbildungsstätte sehen.
4. Nachweise über besondere Fähigkeiten: Hier gehören ausschließlich Teilnahmebestätigungen von Seminaren und Lehrgängen hin, die Sie für den Job besonders geeignet erscheinen lassen.



So glänzen Sie im Bewerbungsgespräch 
Sie bemühen sich um eine neue Arbeitsstelle? Dann haben Sie die erste Hürde genommen, sobald Sie zu einem persönlichen Gespräch geladen werden. Dabei müssen Sie von Angesicht zu Angesicht mit dem Personalchef beweisen, was Ihre Bewerbungsunterlagen versprechen. Gut wenn Sie wissen, wie so ein Gespräch abläuft: 

1. Phase - zwangloses Kennen lernen 
Das scheinbar zwanglose Geplauder hat den Zweck die Nervosität des Bewerbers abzubauen. Aber Vorsicht: Der Personalchef schätzt Sie jetzt schon ein. Mit einem freundlichen Auftreten können Sie die Situation nutzen und Sympathiepunkte sammeln. Keinesfalls sollten Sie sich verstellen. Markieren Sie nicht den forschen Jungdynamiker, wenn Sie es nicht sind. Ein erfahrener Personalchef wird merken ob Sie etwas vortäuschen. 

2. Phase - Selbstauskunft 
Es wird Ernst. Ihr Gegenüber wird Sie bitten etwas über sich selbst zu erzählen. Er wird wissen wollen was Sie bisher gemacht haben, warum Sie Ihre Arbeitsstelle wechseln möchten und warum Sie in dieser Firma arbeiten wollen. Sie kommen hier am besten über die Runden, wenn Sie sich schon vorher auf die möglichen Fragen vorbereitet haben. Am besten Sie üben diese Phase gemeinsam mit einem Bekannten in einem Rollenspiel ein. So kommen Sie später nicht ins Schleudern und können besonders überzeugend auftreten. 

3. Phase - das Unternehmen wird vorgestellt 
Im letzten Teil des Gesprächs wird Ihnen der Personalchef das Unternehmen vorstellen. Entscheidend ist, dass Sie sich auch hier gut vorbereitet zeigen. Sie sollten möglichst viel über die Firma in Erfahrung gebracht haben, damit Sie die passenden Fragen stellen können. Sie zeigen damit, dass Sie sich tatsächlich dafür interessieren hier zu arbeiten. Außerdem können Sie diese Phase nutzen um herauszufinden, ob dieser Arbeitgeber wirklich der Richtige für Sie ist.



So bewerben Sie sich richtig - So werden Sie gleich eingestellt

Rund 80 Prozent der Bewerbungen landen auf Grund formaler Mängel erst gar nicht auf dem Chefschreibtisch. So vermeiden Sie die schlimmsten Fauxpas: 

Anschreiben 
Achten Sie beim Briefkopf auf eine übersichtliche und luftige Gestaltung. Überladen Sie ihn nicht. Ein wiederkehrender Briefkopf zeigt, dass Sie sich Gedanken ums Layout gemacht haben. 

Vermeiden Sie allgemeine Anrede-Floskel wie „Sehr geehrte Damen und Herren“. Besser vorher anrufen und fragen, wer für Bewerber zuständig ist. Auf die richtige Schreibweise des Namens achten, und den Titel nicht vergessen! Heute setzt man übrigens hinter die Anrede ein Komma und schreibt in der nächsten Zeile klein weiter. 

Achten Sie auf ein geeignetes Statement, warum Sie sich als Bewerber für geeignet halten und genau diese Stelle wollen. Der gröbste Fehler ist, wenn man einer Bewerbung anmerkt, dass sich der Kandidat nicht mit dem Unternehmen beschäftigt hat. 

Wählen Sie einen flotten Einstieg: „Ich bin ... und habe mit großem Interesse Ihre Anzeige gelesen.“ Oder: „Sie suchen einen …, daher möchte ich mich Ihnen vorstellen.“ Völlig out ist: „Hiermit möchte ich mich um die Stelle als ... bewerben.“ 

Verdeutlichen Sie Ihren Nutzen für die Firma. All Ihre Fähigkeiten erwähnen Sie im Lebenslauf, nicht im Brief. Formulieren Sie selbstsicher, aber nie übertreiben. 

Den Eintrittstermin sollten Sie vorschlagen, auch wenn Sie gerade arbeitslos sind. Um es zu kaschieren, sagen Sie niemals, dass Sie sofort anfangen können, sondern erst in drei Monaten – denn das ist die übliche Kündigungsfrist. 

Wenn Sie besonders selbstbewusst auftreten wollen, verzichten Sie auf den Konjunktiv („ ... würde ich mich freuen ...“). 

Vermeiden Sie Tippfehler! Lassen Sie den Text unbedingt von jemandem gegenlesen. 


Lebenslauf
Verzichten Sie bei Ihrer Vita auf die traditionellen Überschriften „Lebenslauf“ oder „Curriculum vitae“, wenn Sie sich als modernen Menschen darstellen wollen. 

Lassen Sie den Familienstand weg. Das Wort „ledig“ klingt verstaubt, dass Sie geschieden sind, geht niemanden etwas an. Wer „verheiratet, drei Kinder“ angibt, könnte als unflexibel aussortiert werden. Ansonsten gelten Väter als stabil. Die Staatsangehörigkeit nennen nur ausländische Bewerber. Veraltet ist auch der Hinweis auf die Eltern und Geschwister (wirkt unselbständig). 

Versuchen Sie, Ihr buntes Leben möglichst auf einer Seite unterzubringen. Vermeiden Sie deutliche Lücken in der Vita oder erklären Sie diese. Immer mehr Experten raten, auch die Erfolge aufzuzählen, beispielsweise die Entwicklung eines Produkts oder eine besondere Werbekampagne. Diese Karriere-Highlights können Sie auch auf einer zusätzlichen Seite auflisten, die Sie beispielsweise „Ergebnisse“ betiteln (oder ganz trendy: „achievements“). 

Bringen Sie Ihr Leben in die richtige Reihenfolge: Entweder, Sie gliedern nach Themen Themen, dem Interesse des Lesers angepasst, oder Sie nehmen die chronologische Variante. Den Lebenslauf von der Geburt bis in die Gegenwart hinein zu gliedern ist noch immer sehr verbreitet. Umgekehrt ist’s aber spannender. Je älter Sie werden, desto weniger Gewicht haben Schul- und Ausbildung. Wenn Sie noch gar nicht oder erst kurz berufstätig waren, zählen Sie Praktika auf, beschreiben Schwerpunkte des Studiums oder Extras während Ihrer Lehre. 

Nur keine Scheu, von Ihren Hobbys zu berichten. Dass Sie Kassenwart Ihres Kegelclubs sind, könnte als Zeichen für Zuverlässigkeit und Verantwortungsgefühl bewertet werden. Je älter Sie sind, desto wichtiger ist ein Hinweis darauf, dass Sie sich fit halten. 

Ein längerer Auslandsaufenthalt lässt auf Durchsetzungsvermögen, Eigeninitiative und gute Sprachkenntnisse schließen. 

Sportler gelten zwar als sozial kompetent, leistungsstark und zielorientiert. Mannschaftssport zählt aber mehr als Einzel-Disziplinen. Triathlon ist extrem trainingsintensiv – kein Mann für Überstunden. 

Ein ehrenamtliches Engagement als Trainer? Das ist doch klasse, dieser Mensch beweist Engagement und Führungsqualitäten. 

Am Ende: Jeder Lebenslauf sollte ein Unikat sein. Das wird durch das Datum und die Unterschrift dokumentiert. 


Reine Formsache 
Die Bestandteile: Anschreiben, Deckblatt mit Foto, Lebenslauf, Zeugnisse und Arbeitsproben. 

Die Mappe: Der Schnellhefter ist ausgestorben. Entscheiden Sie sich für eine Mappe aus einem edlen, extravaganten Material oder für ein übergroßes Format. 

Das Papier: weiße oder leicht getönte, mindestens 90g/m2 schwere Blätter mit Wasserzeichen. 

Der Text: möglichst im Blocksatz, Schriftgröße mindestens 11 Punkt, keine flippigen Schrifttypen, sondern Times New Roman oder Arial. Rundherum 2,5 Zentimeter Randabstand sind das absolute Minimum. 

Die Unterschrift: Tinte, am besten königsblau, das wirkt edel. 

Das Anschreiben: Begnügen Sie sich unbedingt mit einer Seite. 

Die Anlagen: Zeugnissen (nie Originale verschicken!) sollte als Deckblatt ein knappes Anlagen-Verzeichnis vorgeheftet werden. Nur den höchsten Abschluss beilegen, also bei Studium kein Abiturzeugnis. Kein Dokument sollte älter als zehn Jahre sein. Das aktuellste liegt immer oben. 

Das Foto: sympathisch, ansprechend und vor allem größer als Passbild-Format. Ein zu kleines Bild lässt auf mangelndes Selbstvertrauen schließen, ein zu großes auf Eitelkeit. Am besten ein Foto in Schwarzweiß (das wirkt interessant, zugleich angenehm zurückhaltend), niemals ein Bild aus dem Automaten. Aufkleben! 

Der Versand: wenn schon per Post, dann in einem gepolsterten Umschlag, um Eselsohren zu vermeiden. Sorgfältig beschriften, in sauberer Handschrift. Wohlfahrts- oder Sondermarken sind political correct. Noch besser: per Kurier schicken oder persönlich abgeben (keine Knicke durch ruppige Postboten). Verwickeln Sie dabei die Vorzimmerdame in einen charmanten Smalltalk, an den sie sich bestimmt erinnert, wenn sie dem Chef Ihre Mappe übergibt und zu ihm sagt: „Den sollten wir nehmen.“ 



Regeln und Tipps für die ersten Sätze, bei einer Bewerbung
-Halten Sie sich beid er Vorstellung kurz. Nennen Sie Vorname und Nachname und ein kurzes Stichwort, mit dem Sie Ihr Gegenüber einordnen kann.
-Die ersten Sätze dürfennicht umständlich formuliert sein. Fachchinesisch sollten geschickte Redner für später aufbewahren.
-Dialekt kann niemand langfristig unterdrücken. Stehen Sie dazu - und zwar von Anfang an.
-Verwickeln Sie Ihr Gegenüber in ein Gespräch, indem Sie etwa eine Frage zu den Möbeln oder Bildern im Raum stellen.
-Bei Lampenfieber gilt: langsam, deutlich, laut sprechen. Wenn der Redner das Gefühl hat, zu langsam zu reden, spricht er meist im richtigen Tempo.
-Komplimente schaffen Vertrauen. Sie sollten einigermaßen ehrlich gemeint sein.
-Profis hören aktiv zu. Sie nehmen einzelne Bemerkungen des Gesprächspartners wieder auf.



So meistern Sie Ihr Vorstellungsgespräche
Das hier ist kein Verhör. Nein, schlimmer. Da hätten Sie das Recht auf einen Anwalt. Im Bewerbungsgespräch sind Sie allein. Oft geht es um Themen, die tabu sein sollten. Aussage verweigern? Auf keinen Fall. Sabine Hertwig von der Karriereberatung beruf + konzept gibt Tipps.

Private Interessen? „Geht ihn nichts an“, so Hertwig. Aber bedenken Sie den Grund für die Frage: „So will der Arbeitgeber das Gesamtbild abrunden.“ Sie interessieren sich also für Computerspiele und moderne Kunst? Vergessen Sie die PC-Ballerei und schwärmen Sie von Picasso. „Ein bisschen Flunkern ist erlaubt.“ 

Sport? Immer mit ja antworten. Der will Ihre Fitness für Überstunden abchecken. Wenn Sie die Stelle haben, können Sie immer noch joggen statt jobben. 

Glaube? Danach dürfen nur Unternehmen in kirchlicher Trägerschaft fragen. 

Krankheiten? „Die können Sie ungestraft verschweigen“, so Hertwig, „solange sie Sie beruflich nicht beeinträchtigen.“ Sicher kann es Ärger geben, wenn der Arbeitgeber erfährt, dass Sie bei der Bewerbung gelogen haben. Aber wenn Sie gut arbeiten, hat er auch keinen Grund, Sie zu feuern. 



10 Tipps: So lesen Sie Stellenanzeigen richtig
Rund 40 Prozent aller Positionen werden heute über Stellenausschreibungen in den Zeitungen oder einschlägigen Fachzeitschriften vermittelt. Deshalb sollten Sie als Bewerber wissen, was sich hinter gängigen Formulierungen verbirgt und was Sie bei Ihrer Bewerbung beachten müssen.
1. Anforderungen: Schrecken Sie nicht zurück, wenn die Anforderungen in der Anzeige ihre Qualifikation etwas übersteigt. Es genügt meistens, wenn Bewerber rund 80 Prozent der Wünsche des Unternehmens erfüllen können.
2. Chiffre-Anzeige: Seien Sie vorsichtig bei Angeboten, unter denen nicht der Name eines Unternehmens oder Personalberaters steht, sondern nur eine Nummer. Seriöse Anbieter haben solche Geheimniskrämerei im allgemeinen nicht nötig.
3. Informationen: Rufen Sie an, wenn in der Anzeige wichtige Angaben fehlen - wie Größe und Branche des Unternehmens, seine Produkte, die genaue Bezeichnung der ausgeschrieben Position, die einzureichenden Bewerbungsunterlagen oder der Eintrittstermin. Vorsicht ist geboten, wenn gleich mehrere solcher Angaben fehlen. Solche Firme haben vielleicht etwas zu verbergen oder wollen lediglich billige Arbeitskräfte rekrutieren.
4. Große Versprechungen: Sparen Sie sich das Porto für Bewerbungen auf Anzeigen, die Traumhaftes versprechen. Formulierungen wie “10.000 Mark und mehr im Monat sind bei uns üblich” oder “Bei uns fährt jeder Mitarbeiter einen Sportwagen” dürften schlichte Aufschneiderei sein - jedenfalls sind sie unseriös.
5. Vorsicht bei Hotlines: Viele Personalberater bieten in ihren Anzeigen an, auch am Wochenende telefonische Auskünfte über die ausgeschriebene Position zu geben. Machen Sie davon Gebrauch, aber mit vorsicht: Oft werden solche gespräche schon als erster Bewerbertest genutzt.
6. Überstunden: “Wir suchen einen überdurchschnittlich engagierten, dynamischen Mitarbeiter, der auch mal nach Feierabend arbeitet.” Achtung: Formulierungen wie diese sagen häufig nur: Geld für Überstunden gibt es nicht.
7. Leistungsgerecht: In der Anzeige wird von “leistungsgerechter Bezahlung” gesprochen. Achtung: Diese Formulierung bedeutet meistens, dass der Lohn höchstens knapp über dem Tarif liegt.
8. Auswahl: Wählen Sie sorgfältig aus, auf welche Anzeige Sie antworten wollen. Entscheiden Sie sich für höchstens vier bis fünf Angebote. Kandidaten, die sich per “Postwurfsendung” anbieten, disqualifizieren sich recht schnell.
9. Unterlagen: Halten Sie sich bei der Zusammenstellung Ihrer Bewerbungsunterlagen strikt an die Vorgaben in der Anzeige. Wird eine “Kurzbewerbung” verlangt, genügen Bewerbungsschreiben, tabellarischer Lebenslauf und Foto. Die “üblichen Unterlagen” umfassen zusätzlich Arbeitszeugnisse und bei jüngeren Bewerbern den Nachweis von Schul- und Ausbildungsabschluß. Dazu sollten Gehaltswunsch und möglicher Eintrittstermin genannt werden.
10. Zeit lassen: Lassen Sie sich mit Ihrer Bewerbung ruhig ein paar Tage Zeit. Wer seine Bewerbungsunterlagen gleich nach dem Erscheinen der Anzeige abschickt, gilt als jemand der auf den Job angewiesen ist. Dafür kassieren Sie keine Pluspunkte - im Gegenteil.



7 Tipps - So bestehen Sie den Eignungstest
1. Informationen sammeln: Versuchen Sie herauszubekommen, was für einen Test Sie absolvieren sollen. Die Frage kann guten Gewissens im Bewerbungsgespräch gestellt werden - Sie signalisiert damit Interesse am Job.
2. Üben: Die verschiedenen Testarbeiten folgen stets gleichen Mustern - einmal durchschaut, lassen sich die Aufgaben effizienter angehen. Übern macht in jedem Fall Sinn, auch wenn Sie nicht erwarten können, exakt dieselben Aufgaben vorgelegt zu bekommen.
3. Anpassen: Tests, die Verhaltensweisen in bestimmten Situationen abfragen, sollte Sie immer mit Blick auf das Jobprofil beantworten. Wo aggressives Verhalten gefragt ist (z.B. Verkauf) sind zurückhaltende Antworten fehl am Platz.
4. Zeit einteilen: Halten Sie sich nicht an einzelnen Aufgaben fest, sondern setzen Sie sich ein Zeitlimit für die einzelnen Abschnitte. Denken Sie daran, dass sich der Schwierigkeitsgrad der Aufgaben nach hinten meist steigert.
5. Fit sein: Tests sollte man wirklich nur absolut ausgeschlafen angehen. Sorgen Sie dafür, dass Sie nicht mit anderen Dingen belastet sind, wenn Sie sich in die Testsituation begeben.
6. Notfalls raten: Wenn Sie sich nicht für eine Lösung entscheiden können, sollten Sie raten. Ein Kreuz an der falschen Stelle ist besser als keines.
7. Gelassen bleiben: Kein Testergebnis kann wirklich etwas über Ihre beruflichen Fähigkeiten aussagen - lassen Sie sich von negativen Ergebnissen also bloß nicht beeindrucken.

 


5 Tipps für den erfolgreichen Wechsel
Eine berufliche Veränderung sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wer das neue Angebot nicht sorgfältig prüft, läuft Gefahr, nach kurzer Zeit wieder enttäuscht zu werden.
1. Konflikt: Nehmen Sie niemals eine einzige Auseinandersetzung - etwa mit Ihrem derzeitigen Chef zum Anlass, auf die Suche nach einem anderen Arbeitgeber zu gehen. Solche Zerwürfnisse kommen in jedem Unternehmen vor - auch an einem neuen Arbeitsplatz.
2. Selbsteinschätzung: Stellen Sie sich vor der Bewerbung für eine interessante Position intensiv auf die Probe: Sind Sie wirklich in der Lage, die ausgeschriebene Aufgabe zu erfüllen? Passen Sie tatsächlich in das neue Unternehmen? Glauben Sie z.B., in einer größeren Firma glücklich zu werden, wenn Sie bislang in einem kleineren Betrieb gearbeitet haben?
3. Karriere-Check: Analysieren Sie Ihr altes Unternehmen sorgfältig. Gibt es wirklich keine Chancen auf den nächsten Karriereschritt?
4. Information: Besorgen Sie sich möglichst viele Informationen über den potenziellen neuen Arbeitgeber. Wie ist seine wirtschaftliche Lage? Wie ist die Stimmung im Unternehmen? Welche Aufstiegsmöglichkeiten stehen Ihnen dort offen?
5. Abwägung: Ziehen Sie den Vergleich zwischen Ihrem Arbeitgeber un der möglichen Alternative. Ist der Umstieg wirklich die bessere Wahl? Lohnt es sich, das Risiko einzugehen und deshalb vielleicht sogar mit der Familie umzuziehen?



Bewerbung: Regeln für den Entspurt
Für die Last-Minute-Stellensuche gelten etwas andere Regeln als für normale Bewerbungen. Wichtig sind Phantasie und eine kleine Portion Frechheit, z.B. bei Kurzbewerbungen per Telefon.
1. Regel: Berufwahl noch einmal prüfen:
Lässt sich die Berufwahl ausweiten? Viele Berufe, z.B. im Metallbereich, haben in den ersten beiden Ausbildungsjahren dieselben oder sehr ähnliche Lerninhalte. Je breiter die Auswahl, desto besser die Chancen.
2. Regel: Frühzeitig zum Arbeitsamt:
Allen Jugendlichen, die am 30. September noch keinen Ausbildungsplatz haben, soll eine möglichst wohnortnahe Ausbildung im gewünschten Berufsfeld angeboten werden - wen das Versprechen aus dem Bündnis für Arbeit eingelöst wird, geht es buchstäblich um die Wurst: Die ersten bekommen normale Ausbildungsplätze, die letzten münden in staatlich geförderte Maßnahmen. Daher nicht auf Post vom Arbeitsamt warten, sondern im September möglichst oft selbst zum Arbeitsamt gehen und sich in Erinnerung bringen.
3. Regel: Absagen noch einmal abklopfen:
Nut Mut! Vor allem bei Bewerbungen, die bereits zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch gewährt hatten, trotz Absage noch einmal nachfassen. Klar, das lohnt sich nur, wenn der Auftritt nicht völlig danebengegangen ist und die Absage schon einige Wochen zurückliegt. Am besten per Telefon noch einmal den damaligen Gesprächspartner kontaktieren: Konnten Sie die Stelle besetzen?
4. Regel: Jobben ist die schlechteste Lösung:
Wenn es finanziell irgendwie machbar ist, sollte das Ziel immer ein Ausbildungsplatz sein. Wer ungelernt jobbt, hat zwar zunächst mehr Geld, gehört aber später zu der am meisten durch Arbeitslosigkeit bedrohten Gruppe auf dem Arbeitsmarkt. Diese Notlösung ist nur empfehlenswert, wenn der Job in einem Bereich angesiedelt ist, in dem man sich auch ausbilden lassen möchte. Vorsicht: Lassen Sie sich aber nicht mit vagen Ausbildungs-Versprechen ausnutzen!


Darauf sollten Sie bei Ihrem Gehaltsgespräch mit dem Chef achten
Barlohn-Umwandlung:
In einigen bereichen ist eine Gehaltsumwandlung von steuerpflichtigen barlohn zu gunsten von steuerfreien oder pauschal versteuerten Gehaltsbestandteilen verboten. Das gilt vor allem, wenn dem Arbeitnehmer zukünftig Kindergartenzuschüsse, Kosten für die Fahrt zwischen Wohnung und Arbeitsstätte und Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit zugewendet werden sollen. Auf der sicheren Seite stehen Sie dagegen, wenn Sie die Gehalts-Extras zusätzlich, also im Rahmen einer Gehaltserhöhung, zum geschuldeten Arbeitslohn vereinbaren.
Strategie:
Tragen Sie Ihre Gehaltswünsche stets Ihrem direkten Vorgesetzen vor. Wer seinen Chef übergeht und sich gleich an die Geschäftsleitung wendet, provoziert Spannungen und Unstimmigkeiten. Das wäre ungeschickt. Nur wer einen schwachen und ängstlichen Vorgesetzten hat, der Gehaltswünsche noch nie durchsetzen konnte, sollte sich den Weg über den nächsthöheren Vorgesetzten wählen oder diesen zumindest zum Gespräch hinzuziehen. Bei einer Gehaltserhöhung zählen nur Fakten. Wer jammert, nervt seinen Chef nur und verspielt dadurch seine Chance auf eine Gehaltserhöhung.
Zeitpunkt:
Sind Sie der Meinung, dass eine Gehaltserhöhung längst überfällig ist? Dann gehen Sie direkt auf. Ihren Vorgesetzten zu. Ein geeigneter Zeitpunkt liegt vor, wenn die letzte Gehaltserhöhung schon länger als 12 Monate zurückliegt, die Firma mit einem überdurchschnittlichen Ergebnis abgeschlossen hat oder Sie z.B. einen lukrativen Auftrag für das Unternehmen an Land ziehen konnten und die Erinnerung daran noch nicht verblasst ist. Auch wenn Ihr Chef Sie laufen lobt, sollten Sie die Gelegenheit nutzen. Gönner und Förderer finden sich im Laufe eines Arbeitslebens nicht oft.
Bewerbung:
Für Bewerber gelten die gleichen Grundsätze wie für langjährige Mitarbeiter. Eines sollten Sie als Bewerber jedoch beachten: Stellen Sie die Gehaltsfrage stets hintenan. Clevere Arbeitgeber konfrontieren Sie bereits innerhalb der ersten 20 Minuten mit der Frage nach Ihrer Gehaltsvorstellung. Das ist jedoch zu früh. Wer sich nicht unter Wert verkaufen will, sollte erst einmal ausgiebig von sich und seinen Vorzügen sprechen und erst ganz am Ende das Thema Gehalts ansprechen. Dann ist es für Ihren neuen Arbeitgeber schon sehr viel schwieriger, Sie in Ihren Gehaltsvorstellungen zu drücken.


So pokern sie richtig im Gehaltspoker
Fünf Tipps für Gewinner
1. Markt kennen
Wer zu hoch pokert, macht sich unglaubwürdig und entwertet alle weiteren Argumente. Reden Sie mit Kollegen, studieren Sie Vergütungstabellen. Selbst wenn Sie nicht wechseln wollen, sollten Sie sich gelegentlich auf einen anderen Job bewerben. Vorstellungsgespräche sind nicht nur ein gutes Training, sondern helfen, den eigenen Marktwert besser einzuschätzen.
2. Richtigen Zeitpunkt wählen
Bitten Sie nicht um ein Gehaltsgespräch, sondern nutzen Sie dafür einen Austausch über Projekte, Pläne oder Veränderungen. Dort können Sie über Ihre Leistungen und Vorstellungen reden - und mehr Geld verlangen. Wählen Sie einen Zeitpunkt, zu dem Ihr Vorgesetzter entspannt ist, Zeit hat.
3. Leistung dokumentieren
Belegen Sie Ihren bisherigen Wert fürs Unternehmen. Dazu gehören etwa Verkaufserfolge, Kostensenkungen, glorreich abgeschlossene Projekte. Absichtserklärungen für die Zukunft reichen nicht.
4. Firmenzahlen kennen
Kontern Sie Gegenargumenten Ihres Chefs (“Schwere Zeiten, wir müssen insgesamt sparen”) indem Sie Erfolgszahlen Ihres Unternehmensbereichs darlegen.
5. Alternativen Vorschlagen:
Gehalt ist mehr als die monatlichen Überweisung. Schlagen Sie alternative Vergütungsformen vor, etwa einen Dienstwagen, Kindergartenzuschuss oder ein zinsloses Firmendarlehen. Auf dem Papier erhöhen Sie die Personalkosten nicht und sind für das Unternehmen meist billiger.
Fünf Fehler von Verlierern
1. Neid zeigen
Sie verlangen eine Gehaltserhöhung, weil bestimmte Kollegen mehr bekommen als Sie selbst. Dann haben die wohl besser verhandelt oder leisten mehr. Jedenfalls kein Grund für den Chef, auch Ihnen mehr Geld zu geben.
2. Abstrakt argumentieren
Sie berufen sich auf branchenübliche Gehaltszahlen, ohne diese belegen zu können. Genauso schlimm: Sie knallen Ihrem Chef zum Gesprächsbeginn eine Vergütungstabelle auf den Tisch und erzeugen so eine gespannte Atmosphäre.
3. Jammern
Sie führen persönliche Gründe ins Feld, etwa gestiegene Lebenshaltungskosten, Heirat, Umzug, Familiengründung, Hausbau.
4. Fleißkärtchen ausspielen
Sie weisen auf Ihren unermüdlichen Fleiß hin, zählen Überstunden und Wochenendschichten des vergangenen Jahres auf. Na und? Dann arbeiten Sie vielleicht zu langsam.
5. Leere Drohungen ausstoßen
Sie winken mit der Kündigung. Geht der Chef darauf nicht ein und Sie bleiben, machen Sie sich endgültig unglaubwürdig. Drohen Sie mit innerer Kündigung, haben sie ebenfalls nichts zu erwarten.


Jobsuche: Die Bolles-Methode
1. Schritt: Die Frage nach dem Was?
Welche Fähigkeiten habe ich, die sich auf jedes Tätigkeitsfeld übertragen lassen, z.B. planen, kommunizieren, motivieren? Was kann ich besonders gut? Wann ist mein Interesse so groß, das meine Augen zu leuchten beginnen?
2. Schritt: Die Frage nach dem Wo?
Wo möchte ich meine Fähigkeiten einbringen? In welcher Umgebung, Firma, Branche?
3. Schritt: Die Frage nach dem Wie?
Wie finde ich die Arbeitgeber, für die ich gerne arbeiten möchte? Wie bekomme ich einen Termin bei der Person, die die Macht hat, mich einzustellen? Voraussetzung dafür ist: recherchieren, Informationen sammeln, Kontakte knüpfen, informelle Gespräche führen. 



Arbeitszeugnis: Die fünf wichtigsten Fragen und Antworten
Arbeitsrecht. Wer den Arbeitsplatz wechselt, hat Anspruch auf ein Zeugnis. Doch immer wieder gibt es Streit über Form und Inhalt. Ein Zeugnis ist besonders wichtig: Schließlich braucht es der Arbeitnehmer, um sich woanders zu bewerben. Doch immer wieder gibt es darum Streit vor deutschen Gerichten: Arbeitgeber lassen sich bei der Abfassung zuviel Zeit - oder benutzen Formulierungen, die den “weitern Lebensweg” ihres Ex-Mitarbeiters eher behindern als fördern. Fünf wichtige Fragen - und die Antworten.
1. Wann steht mir ein Zeugnis zu?
Der Arbeitnehmer hat Anspruch darauf, bei Beendigung des Arbeitsverhältnisse ein schriftliches Zeugnis über “Führung und Leistung” zu erhalten - spätestens bei seinem Ausscheiden. Da das Zeugnis dem Arbeitnehmer die Jobsuche erleichtern soll, hat die Rechtsprechung den Arbeitgeber dazu verpflichtet, ihm das Zeugnis dann auszustellen, wenn er es tatsächlich braucht - also gleich, nachdem die Kündigung ausgesprochen ist. Nur so ist es dem Arbeitnehmer möglich, sich mit vollständigen Unterlagen zu bewerben. Er kann sogar auf Schadenersatz klagen, wenn er nachweisen kann, dass eine Bewerbung durch das Versäumnis des früheren Arbeitgebers erfolglos blieb. Gegen ein fehlendes oder sachlich falsches Zeugnis kann der Arbeitnehmer vor dem Arbeitsgericht klagen. Der Arbeitgeber muss das Zeugnis aushändigen, aber nicht zuschicken: Der Arbeitnehmer hat, soweit zumutbar, eine “Holschuld”.
2. Wann bekomme ich ein Zwischenzeugnis?
Es ist sinnvoll, sich ein Zeugnis ausstellen zu lassen, wenn der langjährige Vorgesetzte die Firma verlässt. Ähnliches gilt bei einem Abteilungswechsel - denn nur der “alte” Chef kann die bisherige Leistung beurteilen. Wenn es für den Arbeitnehmer wichtig ist, darf ihm der Arbeitgeber ein Zwischenzeugnis nicht verweigern.
3. Welche Form muss das Zeugnis haben?
Der Arbeitnehmer hat Anspruch auf ein auch äußerlich ordnungsgemäßes Zeugnis. Es muss (von einem Vorgesetzten) unterschrieben sein, Briefkopf der Firma und Datum enthalten. Flecken, Schreibfehler, Verbesserungen oder Fragezeichen braucht man nicht zu akzeptieren. Allerdings darf das Zeugnis für den Postversand zweimal geknickt sein.
4. Was soll im Zeugnis stehen?
Das Zeugnis dient dem beruflichen Fortkommen des Arbeitnehmers, soll aber auch künftigen Chefs bei der Stellenbesetzung helfen. Es muß wohlwollend sein und der Wahrheit entsprechen. Das heißt, es dürfen im Zeugnis auch ungünstige Bewertungen auftauchen. Hinein gehört, was für die Beurteilung des Arbeitnehmers von Bedeutung und für künftige Arbeitgeber von Interesse ist.
5. Was darf nicht im Zeugnis stehen?
Einmalige oder nicht charakteristische Umstände haben im Zeugnis nicht zu suchen. So klagte eine Sekretärin erfolgreich gegen die Formulierung: “Wegen ihrer Erkrankungen würde das Arbeitsverhältnis einvernehmlich aufgelöst.” Prinzipiell darf der Grund für das Ende des Arbeitsverhältnisses nur auf Arbeitnehmerwunsch genannt werden (sinnvoll bei auffällig kurzer Beschäftigungsdauer). Eine Betriebsratsmitgliedschaft gehört nicht ins Zeugnis. Umgekehrt hat man keinen Anspruch auf eine bestimmt “Note”. So wollte ein Arbeitnehmer sein Zeugnis unbedingt durch ein “zur vollsten Zufriedenheit” aufgewertet haben. Das Gericht verweigerte ihm das. Wie er die Bewertung der Arbeitsleistung formuliere, bleibe dem Arbeitgeber überlassen.


Fünf typische Eigentore von Bewerbern
Manchmal führt schon ein falsches Wo9rt zu schwierigen Nachfrage. Wann Personalmanager misstrauisch werden.
1.) Absolute Aussagen mit Begriffen wie alle, jeder, niemand, nie.
2.)Verstecken hinter ungeschriebenen Regeln.
3.) Schwammige Aussagen.
4.) Verallgemeinerungen.
5.) Leeres Gerede



Die richtige Vorbereitung fürs Bewerbungsgespräch
Jedes Bewerbungsgespräch ist ein Test. Für den gilt nichts anderes als für Klausuren und Abschlussprüfungen: Ohne gründliche Vorbereitungen sinken die Chancen gegen null.
1.) Lesen Sie sich Ihre Bewerbung noch einmal gründlich durch. Der Personalexperte wird Sie später sicherlich auf einzelne Punkte ansprechen.
2.) Sammeln Sie im Internet aktuelle Fakten über die Firma. Fordern Sie Geschäftsberichte an. Machen Sie sich ein Bild über die Firmenphilosophie. 
3.) Suchen Sie nach Informationen über die Branche, Wettbewerber, Marktentwicklung, Trends, Perspektiven.
4.) Simulieren Sie Vorstellungsgespräche, etwa mit Freunden oder Ihrem Partner.
5.) Bewerben Sie sich auch auf eher uninteressante Stellen. Jedes Bewerbungsgespräch ist ein kostenloses Training.
6.) Fragen Sie Freunde nach deren Eindruck von ihnen. So können Sie sich selbst realistischer einschätzen und besser darstellen.
7.) Checken Sie Ihr Outfit. Passt es zu Unternehmen und Job?
8.) Lassen Sie sich Zeit für die Anreise. Staus gelten nicht als Entschuldigung.



Was bei Bewerbungsunterlagen nicht passieren darf 
Wenn Sie sich für eine neue Stelle bewerben, dann sollten Sie peinlichst auf ordnungsgemäße Bewerbungsunterlagen achten. Absolute K.O.-Kriterien der Personalchefs sind: 

- Flecken auf dem Papier (Kaffee, Fett), Eselsohren, Knitterfalten 

- Rechtschreibfehler 

- Korrekturen im Anschreiben, etwa mit Tipp-Ex, Filzstift oder Kugelschreiber 

- veraltete Unterlagen, etwa ein Lebenslauf mit mehrere Monate (oder gar Jahre) altem Datum 

- statt eines professionellen Portraits, ein Urlaubsbild oder ein selbstgeschossenes Foto 

- Anschreiben, die nicht spezifisch auf die Firma eingehen, bei der Sie sich bewerben 

- Unterfrankierung, so dass dem Empfänger Kosten entstehen



Bewerbungskosten
Wer auf Stellensuche ist, darf die dabei anfallenden Kosten in seiner Steuererklärung geltend machen. Ausgenommen sind lediglich die Aufwendungen, die vom Arbeitsamt oder von potentiellen Arbeitgebern bereits ersetzt wurden. Meist addieren sich die Ausgaben zu einer ordentlichen Summe. Das Sammeln der Belege lohnt also. Vom Fiskus anerkannt werden:
* Bewerbungsmappen,
* Büromaterial, also Schreibzeug, Briefumschläge, Papier, Briefmarken und Klarsichthüllen,
* Fotokopien und Beglaubigungen von Zeugnissen, Urkunden und anderen Nachweisen,
* Bewerbungsfotos,
* Stelleninserate in Zeitungen und Fachpublikationen,
* Literatur und Software rund ums Thema Bewerbung,
* Telekommunikationskosten, wie Telefonate, Faxe und Stellenrecherchen per Internet,
* Reisekosten, wie Fahrten zum Vorstellungstermin, Verpflegung, Hotelübernachtungen, Parkgebühren und Stadtpläne. 
Alle Kosten müssen einzeln aufgelistet als Anlage mit der Steuererklärung eingereicht werden.


ARBEITSRECHT - 10 Punkte, auf die Sie achten sollten
1. Bewerbung: Sie sollten sich das Recht vorbehalten, den Arbeitsvertrag zu kündigen, bevor Sie den Job antreten - der Arbeitgeber sollte das nicht können.
2. Arbeitsvertrag: Schriftform ist Pflicht (Inhalt u.a.: Arbeitsort, Arbeitszeit, Bezahlung, Urlaub, Tätigkeit, Kündigungsfrist).
3. Vertragsbedingungen: Lassen Sie Ihren Arbeitsvertrag von einem Anwalt prüfen. Vorsicht, wenn der Arbeitger Ort und Art der Tätigkeit “nach betrieblichen Erfordernissen” bestimmen will.
4. Arbeitsleistung: Der Arbeitnehmer muss eine vertragsgemäße Arbeitsleistung anbieten und erbringen. Eine Arbeitsverhinderung ist rechtzeitig anzuzeigen und zu belegen.
5. Urlaub: Betriebliche und persönliche Belange sind zu berücksichtigen. Ein abgesprochener Termin kann nicht einseitig geändert werden. Übertragung aufs Folgejahr ist nur ausnahmsweise möglich.
6. Versetzung: Lässt der Vertrag Tätigkeit und Einsatzort offen, kann der Arbeitgeber beides bestimmen - auch gegen Ihren Willen.
7. Kündigung: Der Arbeitgeber muß Kündigung begründen und Frist einhalten (Ausnahme: befristeter Vertrag, fristlose Kündigung). Achtung: Frist zur Klage dagegen beträgt drei Wochen.
8. Abfindung: Anspruch auf eine Abfindung besteht bei einem zulässigen und wirksam gekündigten Arbeitsverhältnis grundsätzlich nicht.
9. Aufhebungsvertrag: Auflösung des Arbeitsvertrags gegen Abfindung. Vorsicht, denn der mögliche Anspruch auf Arbeitslosengeld ist gefährdet.
10. Zeugnis: Mit Ende des Arbeitsverhältnisses hat der Arbeitnehmer Anspruch auf ein Abschlusszeugnis (Inhalt: Tätigkeit, Leistung, Verhalten).

 

 

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