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Wie setzt man ein gutes Anschreiben für eine Bewerbung auf?
Was steht im Lebenslauf für die Bewerbung?
Ist
eine Online Bewerbung gut oder schlecht für meine Bewerbung?
So bewerben Sie sich Online per E-Mail
Kaum ein Unternehmen, das sich heute nicht im Internet präsentiert und die Chance bietet, per E-Mail
Kontakt aufzunehmen. Aber auch bei dieser Art von Bewerbung müssen Sie auf Formalitäten achten:
Kurzbewerbung: Bewerbungen per E-Mail dienen häufig zunächst der
Kontaktaufnahme. Deshalb gilt: kurz fassen. Begnügen Sie sich mit einem Anschreiben und einem tabellarischen Lebenslauf, den Sie als Word-Dokument anhängen.
Fundort: Geben Sie genau an, welche Stelle Sie interessiert und wo Sie diese Offerte gefunden haben.
Unterlagen nachschicken: Senden Sie trotzdem parallel noch eine komplette Bewerbungsmappe mit allen Unterlagen an das Unternehmen. Viele Personalchefs wollen die Unterlagen anfassen können.
Nur ein Dokument: Verlangt das Unternehmen eine komplette Bewerbung per E-Mail, speichern Sie die Unterlagen in eimem Dokument ab. Viele angehängte Dateien, die alle einzeln geöffnet werden müssen, machen den Lesern nur Arbeit. Im schlimmsten Fall bleiben die Unterlagen ungelesen.
Fehler: Auch für die E-Mail-Bewerbung gilt: Fehler machen keinen guten Eindruck. Lesen Sie sich den Text vor dem Versenden auf einem Ausdruck noch einmal genau durch und nehmen Sie einen Duden zu Hilfe.
Keine Umlaute: Vermeiden Sie Umlaute wie ä, ä, ü. Noch nicht alle Programme können die Zeichen lesen. Schreiben Sie statt dessen ae, oe, ue, das ß schreibt man ss.
Format: Achten Sie darauf, dass die Textzeilen nicht über den Bildschirmrand hinauslaufen. Leser verlieren die Lust weiterzulesen, wenn sie den Bildausschnitt Zeile für Zeile hin und her bewegen müssen.
Die perfekte schriftliche Bewerbung
80 Prozent aller Bewerber scheitern bereits wegen grober Fehler oder kleiner Unachtsamkeiten in ihren Bewerbungsmappen. Halten Sie sich deshalb an diese Regeln:
- Weißes Schreibmaschinenpapier sowie die Benutzung von PC oder Schreibmaschine ist Pflicht.
- Versenden Sie nur Bewerbungen und Lebensläufe, die individuell auf die jeweilige Position zugeschreiben sind.
- Lassen Sie Ihre Unterlagen vor dem Versand sorgfältig korrigieren. Fehler werden mit Absagen bestraft.
- Bewerberfotos sollten nur aus dem Studio eines Profi-Fotografen kommen, niemals aus dem Automaten.
- Bewerbungsunterlagen gehören - bis auf das Bewerbungsschreiben - in Klarsichthüllen. Je eine Hülle für Schul- und Arbeitszeugnisse, Diplome usw.
- Ordnen Sie die Hüllen nach der vorgegebenen Reihenfolge in einen Plastikordner mit durchsichtigem Deckblatt.
- Lassen Sie sich mit dem Versand der Unterlagen nicht zuviel Zeit - aber eine Woche bis zehn Tage nach Erscheinen der Anzeige sind üblich.
Aufbau und Inhalt der Bewerbungsmappe
1. Das Bewerbungsschreiben (maximal eine Seite) gehört ganz oben auf alle anderen Unterlagen. Vergessen Sie nicht Ihren Vor- und Zunamen, Adresse, Telefonnummer und Datum. Schildern Sie dann, welche Ihrer persönlichen und fachlichen Qualifikationen Sie zum idealen Kandidaten für den ausgeschriebenen Job machen und warum Sie gerade in diesem Unternehmen arbeiten möchten. Vergessen Sie Ihre Unterschrift nicht (Vor- und Zuname).
2. Den Lebenslauf beginnen Sie mit vollständigem Namen sowie Ihrer Anschrift. Heften äSie das Bewerbungsforot oben rechts in die Ecke. Nennen Sie dann zunächst Geburtsdatum und -ort, Beginn und Ende der Ausbildung sowie den erreichten Abschluß plus Abschlußnote. Anschließend folgen wichtige Kurse und Seminare, deren Besuch Ihre Eignung erhöht. Bei der stichwortartigen Schilderung der Berufspraxis genügen Eintritts- und Austrittsjahr und die kurze Beschreibung der jeweiligen Tätigkeit. Achtung: Lassen Sie keine zeitlichen Lücken. Fassen Sie sich kurz (höchstens eine Seite). Unterschreiben Sie den Lebenslauf mit Ihrem vollständigen Namen.
3. Sämtliche Zeugnisse gehörten besonders bei Jobwechslern in die Bewerbungsmappe. Von Einsteigern wollen Arbeitgeber die Abschlußbeurteilungen von Schule und Ausbildungsstätte sehen.
4. Nachweise über besondere Fähigkeiten: Hier gehören ausschließlich Teilnahmebestätigungen von Seminaren und Lehrgängen hin, die Sie für den Job besonders geeignet erscheinen lassen.
So bewerben Sie sich richtig - So werden Sie gleich eingestellt
Rund 80 Prozent der Bewerbungen landen auf Grund formaler Mängel erst gar nicht auf dem Chefschreibtisch. So vermeiden Sie die schlimmsten Fauxpas:
Anschreiben
Achten Sie beim Briefkopf auf eine übersichtliche und luftige Gestaltung. Überladen Sie ihn nicht. Ein wiederkehrender Briefkopf zeigt, dass Sie sich Gedanken ums Layout gemacht haben.
Vermeiden Sie allgemeine Anrede-Floskel wie „Sehr geehrte Damen und Herren“. Besser vorher anrufen und fragen, wer für Bewerber zuständig ist. Auf die richtige Schreibweise des Namens achten, und den Titel nicht vergessen! Heute setzt man übrigens hinter die Anrede ein Komma und schreibt in der nächsten Zeile klein weiter.
Achten Sie auf ein geeignetes Statement, warum Sie sich als Bewerber für geeignet halten und genau diese Stelle wollen. Der gröbste Fehler ist, wenn man einer Bewerbung anmerkt, dass sich der Kandidat nicht mit dem Unternehmen beschäftigt hat.
Wählen Sie einen flotten Einstieg: „Ich bin ... und habe mit großem Interesse Ihre Anzeige gelesen.“ Oder: „Sie suchen einen …, daher möchte ich mich Ihnen vorstellen.“ Völlig out ist: „Hiermit möchte ich mich um die Stelle als ... bewerben.“
Verdeutlichen Sie Ihren Nutzen für die Firma. All Ihre Fähigkeiten erwähnen Sie im Lebenslauf, nicht im Brief. Formulieren Sie selbstsicher, aber nie übertreiben.
Den Eintrittstermin sollten Sie vorschlagen, auch wenn Sie gerade arbeitslos sind. Um es zu kaschieren, sagen Sie niemals, dass Sie sofort anfangen können, sondern erst in drei Monaten – denn das ist die übliche Kündigungsfrist.
Wenn Sie besonders selbstbewusst auftreten wollen, verzichten Sie auf den Konjunktiv („ ... würde ich mich freuen ...“).
Vermeiden Sie Tippfehler! Lassen Sie den Text unbedingt von jemandem gegenlesen.
Lebenslauf:
Verzichten Sie bei Ihrer Vita auf die traditionellen Überschriften „Lebenslauf“ oder „Curriculum vitae“, wenn Sie sich als modernen Menschen darstellen wollen.
Lassen Sie den Familienstand weg. Das Wort „ledig“ klingt verstaubt, dass Sie geschieden sind, geht niemanden etwas an. Wer „verheiratet, drei Kinder“ angibt, könnte als unflexibel aussortiert werden. Ansonsten gelten Väter als stabil. Die Staatsangehörigkeit nennen nur ausländische Bewerber. Veraltet ist auch der Hinweis auf die Eltern und Geschwister (wirkt unselbständig).
Versuchen Sie, Ihr buntes Leben möglichst auf einer Seite unterzubringen. Vermeiden Sie deutliche Lücken in der Vita oder erklären Sie diese. Immer mehr Experten raten, auch die Erfolge aufzuzählen, beispielsweise die Entwicklung eines Produkts oder eine besondere Werbekampagne. Diese Karriere-Highlights können Sie auch auf einer zusätzlichen Seite auflisten, die Sie beispielsweise „Ergebnisse“ betiteln (oder ganz trendy: „achievements“).
Bringen Sie Ihr Leben in die richtige Reihenfolge: Entweder, Sie gliedern nach Themen Themen, dem Interesse des Lesers angepasst, oder Sie nehmen die chronologische Variante. Den Lebenslauf von der Geburt bis in die Gegenwart hinein zu gliedern ist noch immer sehr verbreitet. Umgekehrt ist’s aber spannender. Je älter Sie werden, desto weniger Gewicht haben Schul- und Ausbildung. Wenn Sie noch gar nicht oder erst kurz berufstätig waren, zählen Sie Praktika auf, beschreiben Schwerpunkte des Studiums oder Extras während Ihrer Lehre.
Nur keine Scheu, von Ihren Hobbys zu berichten. Dass Sie Kassenwart Ihres Kegelclubs sind, könnte als Zeichen für Zuverlässigkeit und Verantwortungsgefühl bewertet werden. Je älter Sie sind, desto wichtiger ist ein Hinweis darauf, dass Sie sich fit halten.
Ein längerer Auslandsaufenthalt lässt auf Durchsetzungsvermögen, Eigeninitiative und gute Sprachkenntnisse schließen.
Sportler gelten zwar als sozial kompetent, leistungsstark und zielorientiert. Mannschaftssport zählt aber mehr als Einzel-Disziplinen. Triathlon ist extrem trainingsintensiv – kein Mann für Überstunden.
Ein ehrenamtliches Engagement als Trainer? Das ist doch klasse, dieser Mensch beweist Engagement und Führungsqualitäten.
Am Ende: Jeder Lebenslauf sollte ein Unikat sein. Das wird durch das Datum und die Unterschrift dokumentiert.
Reine Formsache
Die Bestandteile: Anschreiben, Deckblatt mit Foto, Lebenslauf, Zeugnisse und Arbeitsproben.
Die Mappe: Der Schnellhefter ist ausgestorben. Entscheiden Sie sich für eine Mappe aus einem edlen, extravaganten Material oder für ein übergroßes Format.
Das Papier: weiße oder leicht getönte, mindestens 90g/m2 schwere Blätter mit Wasserzeichen.
Der Text: möglichst im Blocksatz, Schriftgröße mindestens 11 Punkt, keine flippigen Schrifttypen, sondern Times New Roman oder Arial. Rundherum 2,5 Zentimeter Randabstand sind das absolute Minimum.
Die Unterschrift: Tinte, am besten königsblau, das wirkt edel.
Das Anschreiben: Begnügen Sie sich unbedingt mit einer Seite.
Die Anlagen: Zeugnissen (nie Originale verschicken!) sollte als Deckblatt ein knappes Anlagen-Verzeichnis vorgeheftet werden. Nur den höchsten Abschluss beilegen, also bei Studium kein Abiturzeugnis. Kein Dokument sollte älter als zehn Jahre sein. Das aktuellste liegt immer oben.
Das Foto: sympathisch, ansprechend und vor allem größer als Passbild-Format. Ein zu kleines Bild lässt auf mangelndes Selbstvertrauen schließen, ein zu großes auf Eitelkeit. Am besten ein Foto in Schwarzweiß (das wirkt interessant, zugleich angenehm zurückhaltend), niemals ein Bild aus dem Automaten. Aufkleben!
Der Versand: wenn schon per Post, dann in einem gepolsterten Umschlag, um Eselsohren zu vermeiden. Sorgfältig beschriften, in sauberer Handschrift. Wohlfahrts- oder Sondermarken sind political correct. Noch besser: per Kurier schicken oder persönlich abgeben (keine Knicke durch ruppige Postboten). Verwickeln Sie dabei die Vorzimmerdame in einen charmanten Smalltalk, an den sie sich bestimmt erinnert, wenn sie dem Chef Ihre Mappe übergibt und zu ihm sagt: „Den sollten wir nehmen.“
Was bei Bewerbungsunterlagen nicht passieren darf
Wenn Sie sich für eine neue Stelle bewerben, dann sollten Sie peinlichst auf ordnungsgemäße Bewerbungsunterlagen achten. Absolute K.O.-Kriterien der Personalchefs sind:
- Flecken auf dem Papier (Kaffee, Fett), Eselsohren, Knitterfalten
- Rechtschreibfehler
- Korrekturen im Anschreiben, etwa mit Tipp-Ex, Filzstift oder Kugelschreiber
- veraltete Unterlagen, etwa ein Lebenslauf mit mehrere Monate (oder gar Jahre) altem Datum
- statt eines professionellen Portraits, ein Urlaubsbild oder ein selbstgeschossenes Foto
- Anschreiben, die nicht spezifisch auf die Firma eingehen, bei der Sie sich bewerben
- Unterfrankierung, so dass dem Empfänger Kosten entstehen
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